Indianerfigur mit Tipi (Bild: Bernd Teuber)

Nur die Söhne bestimmter Frauen durften dem Rat angehören

Der Irokesenbund wurde von einem "Rat der Sachem" regiert, in den jeder Stamm seine Ratsmitglieder, die "Sachem", schickte. Diese Regierung des Bundes entschied jedoch nur über Krieg und Frieden mit anderen Stämmen. Da der Rat einstimmig entscheiden musste, wurde solange beraten, bis alle "Sachem" einer Meinung waren. Entscheidungen zwischen den Mitgliedsstämmen oder innerhalb jedes einzelnen Stammes wurden von anderen "Sachem" gefällt.

Die "Sachem" wurden nicht von Männern, sondern von Frauen gewählt, und nur die Söhne bestimmter Frauen durften dem Rat angehören. Erfüllte ein Mitglied seine Aufgaben nicht zur Zufriedenheit der Frauen, so wurde er von dem weiblichen Sippenoberhaupt abgesetzt. Das beweist, wie groß der Einfluss der Frauen bei den Irokesen war. Sie regierten zwar nicht selbst, bestimmten aber die Regierung. Ihnen gehörten auch die Werkzeuge, die Äcker und Häuser.

Die Irokesen erklärten Nazi-Deutschland den Krieg

Nach einer Heirat zog der Irokesen-Mann in das Haus seiner Schwiegermutter, und wenn eine Ehe geschieden wurde, blieben die Kinder immer bei der Mutter. Die Irokesen beteiligten sich an den Kriegen zwischen Engländern und Franzosen sowie Engländern und Amerikanern. Diese bewaffneten wiederum Stämme, die mit den Irokesen verfeindet waren, allen voran die Algonkin. So wurde die Macht des Irokesenbundes schließlich gebrochen und 1784 im zweiten Vertrag von Fort Stanwix aufgelöst.

Die Onondaga, Seneca und Tuscarora blieben in New York, während die Cayuga und Mohawk nach Kanada gingen. Die Oneida ließen sich in Wisconsin nieder. Obwohl der Bund nicht mehr existierte, sahen sich die Irokesen doch weiterhin als eigenes Volk. Das führte unter anderem dazu, dass sie Nazi-Deutschland den Krieg erklärten, aber nicht mit den USA kooperieren wollten.

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