Death Valley - Das Tal des Todes (Bild: jan37k)

Im Death Valley regnet es jahrelang nicht

Das Death Valley ist eines der Senkungsgebiete im südwestlichen Teil des Großen Beckens. Dieses ausgedehnte, unfruchtbare Hochland wird auf einer Länge von rund 1700 km durch steile Gebirgsketten (Kaskadengebirge und Sierra Nevada) vom Pazifischen Ozean abgeschlossen. Der felsige Sperrriegel reicht von der kanadischen bis an die mexikanische Grenze der Vereinigten Staaten von Amerika. Er verhindert, dass die nasskalte pazifische Luft in das Landesinnere vordringt. Im Bereich des Großen Beckens regnet es nur selten. Die schneebedeckten Berge fangen den Regen ein. Das Land im Regenschatten wurde zur Wüste.

Während es in den angrenzenden Gebieten zwar selten, aber doch in nennenswertem Umfang zu Niederschlägen kommt, regnet es im Death Valley oft jahrelang überhaupt nicht. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt bei ungefähr 70 mm. Und während in anderen nordamerikanischen Wüstengebieten extreme, im allgemeinen aber noch erträgliche Temperaturen herrschen, steigt das Thermometer im Tal des Todes auf 56 °C und mehr an. Höhere Temperaturen (bis zu 58 °C) wurden bisher lediglich in der Sahara gemessen.

Im Death Valley wachsen nur einzelne Gräser und Mesquitesträucher

Der lange schmale Graben des Death Valley erstreckt sich zwischen zwei Bergzügen, der bis zu 3330 m hohen Panamint-Kette im Westen und der Amargosa Range (2640 m) im Osten. Ein großer Teil des Tales liegt unter dem Meeresspiegel. In der Salzpfanne des Bad Water werden 86 m unter Merresniveau gemessen. Das ist der tiefste Punkt der USA und eine der tiefsten Depressionen der Welt. Die höchste Erhebung des amerikanischen Festlandes, Alaska ausgenommen, ist vom Death Valley nur 67 km entfernen: der Mount Whitney mit einer Höhe von 4418 Metern.

Zu der dürftigen und nur an wenigen Stellen anzutreffenden Vegetation gehören einzelne Gräser sowie hartholzige Mesquitesträucher und Pflanzen einer Rautenart aus der Verwandtschaft von Beifuß und Wermut. Die Canyontäler, Kliffs, Naturbrücken, die nackten, vom Wind geriffelten und von der Sonne ausgedörrten Dünenfelder, die Geröll- und Felspartien, die vertrockneten Seen und die salzhaltigen Becken sind so einmalig auf der Welt, dass die nordamerikanische Regierung das Tal des Todes zum Nationaldenkmal erklärte. Das National Monument Death Valley umfasst eine Fläche von 7800 Quadratkilometern, von denen etwa 1400 Quadratkilometer unter dem Meeresspiegel liegen. 

BerndT, am 30.07.2013
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Bildquelle:
Brigitte Werner (Der Yellowstone-National Park in Amerika)
PDPhotos (Monument Valley - Das Herz des Wilden Westens)

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