Yellowstone-Nationalpark in Amerika (Bild: werner22brigitte / Pixabay)

Der Yellowstone-National Park ist reich an geologischen Wundern

In den folgenden Jahren kamen immer mehr weiße Siedler in den Westen. Sie verdrängten nicht nur die Indianer, sondern auch viele Tiere und Pflanzen. Umweltschützer forderten daher, dass die Regierung endlich etwas unternehmen sollte. Die Parlamentarier in Washington D.C. waren so stark von den Berichten und Bildern der Yellowstone-Region beeindruckt, dass sie 1872 ein Gesetz erließen, welches dieses Gebiet für immer vor Siedlern, Goldsuchern und Trappern schützen sollte. Am 1. März 1872 unterschrieb Präsident Ulysses S. Grant das Gesetz und gründete damit den ersten Nationalpark der Welt. Anfangs kamen viele Reisende zum Jagdvergnügen, doch ab dem 15. Januar 1883 durften die meisten Tiere im Park nicht mehr gejagt werden. Am 26. Oktober 1976 erhielt der Nationalpark den Status eines Internationalen Biosphären-Reservates und am 8. September 1978 wurde er von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Der Yellowstone-National Park erstreckt sich über 900.000 Hektar und ist reich an geologischen Wundern. Dazu zählen unter anderem "Mammoth Hot Springs" und "Old Faithful". Plankenwege führen durch die massiven Thermalquellen-Terrassen aus Travertin (Kalksinter), der von dem fließenden heißen Wasser abgelagert und von Algen gefärbt wird. In Mammoth befindet sich das Fort Yellowstone, von dem aus das amerikanische Heer von 1886 - 1916 den Park verwaltete. Am Westufer des Yellowstone Lake liegen die heißen Quellen, Geiser und Schlammsprudel des West Tumb Geyser Bassin.

Im Yellowstone-National Park arbeiten drei Gruppen von Angestellten

Der berühmteste und beliebteste Geiser ist "Old Faithful". In Abständen von 30 bis 90 Minuten steigt er bis zu einer Höhe von 24 bis 46 Metern auf. Zwischen Madison und "Old Faithful" gibt es mehrere Heißwassergebiete. Pfade führen zu den interessantesten Punkten. Das Upper Geyser Bassin enthält die dichteste Konzentration von thermalen Naturerscheinungen in der Welt. Im Yellowstone arbeiten drei Gruppen von Angestellten für den National Park Service, eine Naturschutz-Behörde der amerikanischen Regierung.

Park Ranger oder Naturkunde-Experten sind die uniformierten Männer und Frauen, die gewöhnlich breitrandige Hüte tragen. Zu den Aufgaben der Park Ranger gehören auch die Funktionen der Polizei und der Feuerwehr. Die Naturkunde-Experten gestalten Wanderungen, Abendprogramme und andere Informationsdienste für die Besucher. Parkpfleger sind für den Betrieb der baulichen Einrichtungen zuständig. Auch sie tragen Uniformen, aber keine breitrandigen Hüte. Mehrere Konzessionärs-Firmen, die von der National Park-Verwaltung überwacht werden, sind im Park tätig. Ihre Angestellten bedienen die Besucher in den Gasthäusern, Geschäften, Tankstellen und medizinischen Einrichtungen auf dem Gelände.

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