Selbstheilungskräfte aktivieren

Eine schlimme Diagnose versetzt Betroffene verständlicherweise zuerst einmal in Angst und Schrecken. Wer erfährt, dass er beispielsweise an Krebs erkrankt ist, der fällt meist in ein tiefes Loch, entwickelt Depressionen, leidet unter Angstzuständen und ist versucht, mit seinem Leben vorschnell abzuschließen. Gerade diese Verhaltensmuster aber tragen nicht selten zu einer Verschlimmerung des Zustandes bei.

Positives Denken kann den Heilungsprozess fördern

Für Menschen, die eine schwerwiegende Diagnose erhalten haben, ist es überaus wichtig, nicht in den entstehenden Ängsten und Depressionen zu verweilen, sondern ganz bewusst in die Zukunft zu schauen und für sich selbst herauszufinden, wie sie den medizinisch eingeleiteten Heilungsprozess unterstützen können. Eine wichtige Rolle hierbei spielt die eigene psychische Verfasstheit. Die erhaltene Diagnose in positiver Weise anzunehmen und nicht als eventuelles "Todesurteil" zu verstehen, ist wohl die schwierigste Aufgabe für den Patienten. Für Betroffene ist es ungemein wichtig, sich nicht von der Krankheit vereinnahmen zu lassen, sich ihr sozusagen auszuliefern, sondern sie als einen Teil des eigenen Lebensweges zu akzeptieren. Ist dieser Schritt geschafft, steht man der Erkrankung nicht mehr vollkommen hilflos gegenüber, sondern kann Strategien entwickeln, am Heilungsprozess mitzuwirken.

Umstellung der Ernährung

Auch wenn natürlich die schulmedizinische Behandlung einer Erkrankung unabdingbar ist, so hat der Betroffene doch viele Möglichkeiten, den medizinisch eingeleiteten Heilungsprozess positiv zu unterstützen. Zu diesen Möglichkeiten zählt beispielsweise die Umstellung der Ernährung. Ganz allgemein ist ja eine gesunde und ausgewogene Ernährung eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit. Studien konnten darüber hinaus inzwischen nachweisen, dass die Ernährung zum Beispiel auf den Verlauf von Krebserkrankungen einen wesentlichen Einfluss nehmen kann. Was also grundsätzlich der Gesunderhaltung des Körpers förderlich ist, kann möglicherweise auch bei Erkrankungen positive Auswirkungen haben. Allerdings wird von Medizinern immer wieder darauf hingewiesen, dass die Ernährung allein eine Erkrankung nicht zu heilen vermag. So können sogenannte "Krebsdiäten" möglicherweise eine unterstützende Wirkung beim Heilungsprozess haben, für sich allein wirksam sind sie nicht. Dennoch ist die Ernährung im Krankheitsfall wichtig und vielleicht wäre es eine gute Idee, die Hilfe einer kompetenten Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.

Alkohol, Zigaretten und Drogen vermeiden

Bei einer schweren Erkrankung ist es notwendig, alles zu vermeiden, was den Heilungsprozess negativ beeinflussen und dem ohnehin geschwächten Körper zusätzlich schaden könnte. Zu einer gesunden Lebensweise gehört beispielsweise auch der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Drogen, die nachgewiesenermaßen den Körper schädigen und sogar zu einer Verschlimmerung der Erkrankung (zum Beispiel bei Lungen- oder Leberkrebs) führen können. Auch wenn es schwer fällt, sollten Betroffene vom abendlichen Glas Wein oder dem geliebten Glimmstengel gänzlich Abschied nehmen oder den Konsum zumindest weitestgehend einschränken. Auch Drogen sind nicht dazu geeignet, den Heilungsprozess eines angeschlagenen Körpers zu unterstützen. Deshalb sollte auf jeglichen Konsum von Drogen während einer Erkrankung (aber auch im gesunden Zustand) verzichtet werden. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass bei einzelnen Erkrankungen Drogen zur Schmerztherapie eingesetzt werden (beispielsweise Morphine). Der Einsatz von Drogen in der Medizin muss aber noch genauer erforscht werden.

Autosuggestion

Eine weitere, interessante Methode, den Verlauf des Heilungsprozesses positiv zu beeinflussen, ist die sogenannte Autosuggestion. Bei der Autosuggestion versucht man eine Aktivierung von unterbewussten Heilungskräften zu erreichen. Diese Methode der "Selbstbeeinflussung" durch positiv formulierte Gedanken geht auf den französischen Apotheker Emile Coué zurück. Er ging von der These aus, dass in jedem Menschen ein großes Reservoir an Selbstheilungskräften vorhanden sei, welche man durch ganz gezielte Suggestionen zum eigenen Wohl freisetzen könne. Für eine gelingende Autosuggestion ist vor allem wichtig, eine positive Grundeinstellung zu sich selbst, dem Leben und auch zur Krankheit zu entwickeln. Im selben Maße, wie negative Gedanken uns auf die Dauer krank machen, können positive Gedanken die uns innewohnenden Selbstheilungskräfte aktivieren und dabei helfen, gesund zu werden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Autor seit 5 Jahren
207 Seiten
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