Es ist kinderleicht, seinem Nachwuchs oder seinem Partner einen individuellen Adventskalender selber zu basteln oder einen fertigen zu befüllen. Alles, was man dazu braucht ist etwas Zeit, Muße und Inspiration.

Im Handel finden Sie kleine Schächtelchen, Einsteck-Kalender, kleine Nikolausmützen oder -stiefel zum selber Befüllen. Sie haben also kaum Arbeit, dafür aber einen sehr persönlichen tollen Adventskalender, der jeden Tag für eine Überraschung sorgt.

Wer nähen oder stricken kann, hat ebenfalls bald einen hübschen Kalender aus 24 Teilen fertiggestellt und kann diesen auch nicht nur verschenken, sondern auf ebay oder auf Bazaren verkaufen. Sie brauchen nur weihnachtliche Motive, Stoffe, Applikationen und Verzierungen. Kleine Zweige, künstliche Äpfel, Nüsse und Mandelkerne, Glöckchen und Figürchen können Sie zur Deko an kleine Stofftäschchen binden. An einer langen Schnur aufgereiht und festgebunden haben Sie schon eine festliche bezaubernde Dekoration in Ihrer Wohnung.

Adventskalender selber basteln

Adventskalender selber basteln (Bild: pixabay)

Adventskalender mit kleinen Deals

Neben einem herkömmlichen Adventskalender, wie ihn der Handel oder Ihre eigene Phantasie bieten, sollten Sie auch einmal eine völlig andere Variante ausprobieren: Den erzieherischen Adventskalender. Er eignet sich besonders für störrische Teenager, aufsässige Dreikäsehochs und allgemein für Haushaltsmuffel.

Sie schreiben dazu 24 kleine Briefchen mit kleinen Deals darin. Das Prinzip ist: Ihr zu erziehendes Objekt bekommt ein kleines Geschenk oder eine andere Gegenleistung. Der Clou: Es gibt keinen Zwang!

Weihnachtsbrief (Bild: pixabay)

Weihnachtsstimmung

Weihnachtsstimmung (Bild: pixabay)

24 Deals und es kommt echte Weihnachtsstimmung in Ihr Haus

Ärgern Sie sich sonst über Hektik und Unruhe vor dem Fest? Kommt innerhalb der Familie keine rechte Stimmung auf, weil jeder woanders hindrängt? Hängt am Ende wieder alles an Ihnen, wenn das Fest naht und es doch jeder romantisch, schön und besinnlich haben möchte?

Dann ändern Sie dieses Jahr schon in der Vorweihnachtszeit etwas und wenden Sie den Adventskalender mit Deals für Ihre Familie an!

Überlegen Sie sich 24 Deals, die Ihnen das Zusammenleben mit Ihren Lieben vereinfachen, die kleinen und großen Marotten der Mitbewohner entgegenwirken und die allgemein eine Verhaltensänderung herbeiführen können oder ein bestimmtes Bewusstsein erwecken.

  • Hat Ihr Mann noch niemals das Bad geputzt? Dann bringen Sie Ihn dazu, indem Sie Ihm diesen Deal im Adventskalender vorschlagen gegen etwas, was er gerne mag oder mal tun würde. Das kann ein extra ausgerichteter Fußball- oder Skatabend mit den Freunden sein, oder ein kleines Geschenk oder eine Hilfe bei anderen lästigen Dingen.
  • Ihr kleiner Sohn schmeißt mit neu gelernten Fluchwörtern nur so um sich? Bringen Sie ihn dazu, einige Tage lang kein Fluchwort zu benutzen und schenken Sie ihm dafür eine adäquate Kleinigkeit.
  • Ihre Tochter lässt ihre Kleidung überall verstreut liegen und wirft ihre Jeans nach einmaligem Tragen schon in die Wäsche? Leiten Sie sie doch an, die Wäsche einmal selber zu waschen und schenken sie ihr dafür 1 h länger Party am Wochenende.
  • Sie führen den Haushalt nahezu alleine? Dann verteilen Sie kleine Aufgaben an Ihre Lieben und erlassen Sie ihnen dafür etwas anderes.
  • Ihr Drittklässler macht seit einiger Zeit nur mit äußerstem Druck seine Hausaufgaben? Dealen Sie mit ihm aus, dass er sie 3 x ordentlich alleine macht und dafür ein kleines Spielzeug bekommt.
  • Sie haben all diese Probleme gar nicht und wünschen sich einfach mehr Zeit für sich? Dann schlagen Sie Deals vor, die Ihnen das Leben erleichtern und den anderen die Augen für Ihre Pflichten öffnen.

Funktioniert das überhaupt und ist das nicht zu durchschaubar?

Wenn Sie es geschickt anstellen, klappt der erzieherische Adventskalender hervorragend. Warum eigentlich? Wir alle haben einen kleinen Spielteufel in uns. Wir brauchen Anreize um bestimmte Dinge zu tun. Vielleicht haben Sie auch das erstaunliche Experiment im Fernsehen gesehen, bei dem Leute auf der Straße dazu aufgefordert wurden, für ein kleines Beutelchen Erdnüsse erst 100 x, dann bis zu 1000 x auf einen Buzzer zu drücken oder ein Lied zu singen oder auf die Knie zu fallen. Sie haben es meist gemacht und sie fühlten sich nicht blamiert, sondern amüsiert und unterhalten.

Genauso funktioniert dieser Adventskalender. Die Person muss die Deals nicht annehmen, sondern kann abwägen, ob es sich lohnt. Denken Sie daran: Schon ein kleines Beutelchen Erdnüsse kann zu enorm viel Aufwand anregen! Ihre Belohnungen müssen gar nicht so einfallsreich und groß sein.. Der Gag dabei ist die Entscheidungsfreiheit.

Haben Ihre Erziehungs-Objekte mal den ein oder anderen Dienst erledigt, passiert etwas mit ihrem Unterbewusstsein, sie haben eine ungewohnte Leistung erbracht und zwar alleine und ohne Aufforderung. Beispielsweise haben sie gelernt, mit der Waschmaschine umzugehen, sie haben selbständig die Hausaufgaben ordentlich gemacht oder mal in der Wohnung geputzt, aufgeräumt, gewienert oder gekocht. Sie haben probeweise vielleicht auf ein paar Stunden Fernsehen oder Daddeln verzichtet und gemerkt, dass Bücher auch ganz spannend sind. Sie haben registriert, wieviel Arbeit manche Dinge im Haushalt machen und respektieren Ihre täglichen Pflichten etwas mehr.

 

Der Lerneffekt: Verhandeln, Leisten, Belohnen

Was haben Sie am Ende erreicht? Ihre Familienangehörigen, besonders Ihre Kinder, haben einiges Motivierendes für ihre Zukunft und ihr Berufsleben gelernt und zwar andere Dinge, als sie in der Schule gefragt sind, denn Sie verteilen ja keine Noten:

  1. Man kann im Leben handeln. Man muss nicht immer alles machen, was der andere will, sondern man kann Deals und Kompromisse abschließen. Ein wichtiger Punkt für das Geschäftsleben.
  2. Man leistet etwas Ungewohntes und wird dafür belohnt. Leistung = Belohnung. In der Schule wird nicht jede Arbeit und Leistung belohnt. Hier schon.
  3. Die Augen wurden geöffnet für andere Bereiche des Lebens. Eintönige Arbeiten im Haushalt werden anders eingeschätzt und bewertet.
  4. Das Bewusstsein für Teamwork wird geschärft. Jeder erledigt Aufgaben für die Gemeinschaft.

 

und und und...Sie könnten die Liste im Detail fortsetzen, wenn Sie z.B. Ihrem Nachwuchs durch einen Deal einen besseren Umgang mit Geld beigebracht haben. Wieviel Sie erreicht haben, hängt von Ihrer Cleverness ab.

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten (Bild: pixabay)

Friede, Freude, Weihnachtskuchen

Am Ende der Adventszeit erwartet Sie ein besonders friedliches gemeinschaftliches Weihnachtsfest. Ihre Familie hat diesmal schon im Vorfeld einige Pflichten übernommen, die sonst Sie erledigen. So wurde gemeinsam an diesem Weihnachtsfest gearbeitet. Die Kooperation und respektvolle Kommunikation in der Familie wurde gefördert. Sie haben mit Ihren Kindern auf Augenhöhe verhandelt und nicht einfach Verbote und Aufforderungen ausgesprochen. Ihre Kinder fühlen sich durch diese Deals erwachsener und selbständiger, denn es wurde respektiert, wenn sie etwas nicht machen wollten. Übrigens, wundern Sie sich nicht, wenn der eine oder andere Deal doch noch erledigt wird, denn unerledigte Deals lassen einfach keine Ruhe..

janee, am 14.11.2012
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Bildquelle:
Ruth Weitz (Upcycling: Aus Müll und Schrott Nützliches und Dekoratives herstellen)
https://pagewizz.com/wie-bastelt-man-ein (Wie bastelt man eine Collage aus Herbstblättern?)

Autor seit 6 Jahren
40 Seiten
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