Mount Rushmore (Bild: Gregor B.)

Thomas Jefferson wurde als zweiter Präsident am Mount Rushmore verewigt

Borglum überwachte die Arbeiten und gab täglich auf dem Baugerüst an, wo man behutsam vorgehen und an welchen Stellen man in die Tiefe des Felsens eindringen könnte, um den fast 20 m hohen Kopf zu formen. Der Granitstaub machte den Arbeitern so schwer zu schaffen, dass sie Staubmasken tragen mussten. Am Fuße des Bergmassivs sammelte sich das losgesprengte Geröll auf einer riesigen Schutthalde.

Als Zweiter kam der Kopf des dritten Präsidenten der USA, Thomas Jefferson (1743 - 1826), an die Reihe. Dieser wurde leicht zurückgesetzt hinter dem Washingtonporträt der natürlichen Berglinie folgend in den Fels gemeißelt. Als man mit dieser Riesenbüste fertig war, schrieb man bereits das Jahr 1936. Am Fuß des Berges befand sich inzwischen eine habe Million Tonnen Granitgeröll. Mittlerweile war das Riesenkunstwerk ein Anziehungsprunkt für Touristen geworden. Im Jahr 1936 kamen über 200.000 Menschen, um sich vom Fortschritt der langwierigen Arbeiten zu überzeugen

Die Lakota-Indianer hatten geschworen, ihre heiligen Berge nie zu verkaufen

Theodore Roosevelt (1858 - 1919), der 26. Präsident der USA, wurde für Würdig befunden, als dritter großer Amerikaner auf dem Gipfel des Mount Rushmore verewigt zu werden. Schließlich entstand, etwas abgesetzt von der ersten Dreiergruppe, noch die Porträtbüste Abraham Lincolns (1809 - 1865), des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gutzon Borglum erlebte die Fertigstellung seines Kunstwerks nicht mehr. Er starb 1941, vierzehn Jahre nach Beginn der Arbeiten, die sein Sohn Lincoln bald darauf vollendete.

Heute kommen alljährlich über anderthalb Millionen Menschen in die Black Hills, um das "Mount Rushmore Memorial" zu bewundern. Der "Altar der Demokratie" ist zu einem der Wahrzeichen Nordamerikas geworden. Für die Lakota-Indianer bedeutet er hingegen eine Demütigung, denn schließlich hatten sie geschworen, ihre heiligen Berge niemals zu verkaufen. Andererseits sind diese Präsidentenköpfe genauso bedeutend, wie das Crazy Horse Monument, das ein paar Meilen weiter entsteht und noch viel größer sein wird.

BerndT, am 02.07.2013
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Bildquelle:
NatashaG (Niagara-Fälle - Die donnernden Wasser)
Brigitte Werner (Der Yellowstone-National Park in Amerika)
Bernd Teuber (Die Entstehung des US-Bundesstaates Montana)

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