Die beiden Autoren des Zimbardo

Seit 1968 lehrt Philip G. Zimbardo als Professor für Psychologie an der Stanford University, Richard J. Gerrig ist Professor für Psychologie an der State University of New York. Zimbardo gilt laut Klappentext als "Gesicht und Stimme der modernen Psychologie", sein Schaffen erstreckt sich auf mehr als 50 Bücher und mehrere hundert Artikel. In seinem jüngsten Forschungsprojekt wirdmete er sich einer ungewöhnlichen Facette des Lebens: der Psychologie des Bösen (Der Luzifer-Effekt. Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen).

Das Buch der „Zimbardo“

In siebzehn Kapitel widmen sich die Autoren Gerrig und Zimbardo den Strömungen der zeitgenössischen Psychologie.

Siebzehn Kapitel, 900 Seiten – trotz dieses Umfangs, trotz seiner Fülle ist den Autoren bewusst, dass sie "kaum die Oberfläche des Aufregenden und der Herausforderungen durchdrungen" haben, "die auf die Studierenden der Psychologie warten".

Dass diese Studierenden nicht notwendig an Universitäten Immatrikulierte sein müssen, macht dieses Buch so wertvoll: Im Grunde gehört es in jeden Bücherschrank.

Mit seiner Hilfe lernt man die Basis kennen und die Ausformungen unseres Empfindens. Mit seiner Hilfe erfährt man Hintergründiges zu Motiven des Handelns; mit seiner Hilfe kann man letzten Endes duldsamer werden für die Nöte, in denen manch einer wegen einer möglicherweise deformierten Seele steckt.

Die siebzehn Kapitel lauten:

Inhaltsverzeichnis des Zimbardo - Der Zimbardo umfasst siebzehn Kapitel

  • Kapitel 1: Psychologie als Wissenschaft
  • Kapitel 2: Forschungsmethoden der Psychologie
  • Kapitel 3: Die biologischen und evolutionären Grundlagen des Verhaltens
  • Kapitel 4: Sensorische Prozesse und Wahrnehmung
  • Kapitel 5: Bewusstsein und Bewusstseinsveränderungen
  • Kapitel 6: Lernen und Verhaltensanalyse
  • Kapitel 7: Gedächtnis
  • Kapitel 8: Kognitive Prozesse
  • Kapitel 9: Intelligenz und Intelligenzdiagnostik
  • Kapitel 10: Entwicklung
  • Kapitel 11: Motivation
  • Kapitel 12: Emotionen, Stress und Gesundheit
  • Kapitel 13: Die menschliche Persönlichkeit
  • Kapitel 14: Psychische Störungen
  • Kapitel 15: Psychotherapie
  • Kapitel 16: Soziale Kognition und Beziehungen
  • Kapitel 17: Soziale Prozesse, Gesellschaft und Kultur

Aufmachung des Buches „Der Zimbardo“

Der "Zimabardo" ist reich bebildert. Fotos helfen, den Lernstoff zu visualisieren, Comics und Zeichnungen lockern auf oder machen schlagartig Sachverhalte deutlich, Tabellen stellen Zusammenhänge dar. Das lockere Layout, die starke Optik stützen den Inhalt: Der Zimbardo liest sich leicht, selbst bei schwierigeren Fragen gerät man selten ins Stocken.

Kleine Zwischenfrage helfen das Gelesene zu memorieren. Über die Website des Verlags gelangt man zu einem Glossar, zu Multiple-Choice-Tests und zu Verständnisfragen – vorbildlich, wie hier traditionelle und zeitgemäße Techniken miteinander verzahnt werden!

Der Zimbardo ist der umfassende Einstieg in die Psychologie: spannend, anschaulich, anspruchsvoll, aber nicht abgehoben: Nie verlieren die Autoren Gerrig und Zimbardo den Bezug zum Alltag, immer stellen sie die Bedeutung der Psychologie für das tägliche Leben her. Absolut empfehlenswert!

jofl, am 09.01.2012
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Autor seit 5 Jahren
119 Seiten
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