(Bild: Wikipedia.org © Ranveig (CC BY 2.0))

In den Jahren 2007 bis 2012 wurden weltweit insgesamt 674,90 Millionen Smartphones an private Benutzer verkauft. Mit immer neuen Systemupdates, Apps und anderen Erweiterungen ist in naher Zukunft ein Abreißen der Erfolgsgeschichte des Smartphones, wie es beispielsweise auf www.nokia.com zu erwerben ist, nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Tatsächlich nehmen die intelligenten und vielfältig einsetzbaren Mobiltelefone eine ganz besondere Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen ein. Sie kommen schon früh in Kontakt mit Hightech im Hosentaschenformat und integrieren die immer häufiger werdende Handynutzung in ihren Alltag mit ein. Die Nachfrage ist groß – und wächst mit den Kunden mit.

Problematisch wird ein Smartphone dann, wenn es Denk- und Lernprozesse der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft einschränkt oder blockiert. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Handy im Schulunterricht für Ablenkung sorgt und sowohl Mitschüler als auch Lehrer stört. Hier wird nicht nur der Lernerfolg des Smartphonebesitzers gefährdet. Wie das passiert und wie trotz aller Kritik ein Mehrwert aus der häufigen Handybenutzung gewonnen werden kann, soll nachfolgend erklärt werden.

Kommunikation im Wandel

Während das häusliche Telefon immer mehr an Relevanz verliert, hat sich das Smartphone bereits in der heutigen Gesellschaft etabliert. Unter dem Begriff des Smartphones ist ein Mobiltelefon zu verstehen, das Computerfunktionalitäten wie z.B. die Möglichkeit zur Internetverbindung, das Erstellen und Speichern von Dokumenten, Videotelefonie und vieles mehr aufweist. Das klassische Telefonieren und das Schreiben von Kurznachrichten (SMS) rückt hinter diversen Internetanwendungen zurück. Diese haben den Vorteil, dass sie kostengünstige und schnelle Kommunikation ermöglichen. Soll das Smartphone sich auch außerhalb eines W-LAN-Netzes mit dem Internet verbinden, so tut es das über das Mobilfunknetz des gewählten Providers. Dies kostet monatliche Gebühren.

Immer erreichbar – auch im Unterricht

Jeder will erreichbar sein, egal ob privat, auf Arbeit oder in der Schule. Denn obwohl das eigentlich Telefonieren zur Nebensache wird, bietet das Smartphone viele andere Möglichkeiten zur Kommunikation. Doch selbst, wenn keine Chat- oder Browserfenster geöffnet sind, ist noch keine Langeweile gegeben: Das Smartphone kann außerdem zum Musikhören, zum Spielen und zum Lesen verwendet werden. Das bietet viele Ablenkungsmöglichkeiten für junge Schüler und Schülerinnen.

Zusätzlich zu der ständigen Erreichbarkeit des Benutzers selbst ist auch eine Online-Verbindung von vielen Schulgebäuden aus möglich. Besonders dann, wenn Tests oder Klausuren geschrieben werden, ist das fatal. Vielen Lehrern ist noch immer nicht bewusst, dass die im World Wide Web versteckten Lösungen und Antworten auf die gestellten Fragen von den Schülern so abgerufen werden können. Gut versteckt unter dem Tisch oder beim nächsten Toilettenbesuch werden sie unter anderem über den Suchmaschinendienst Google gesucht und gefunden. Das Schummeln mit Smartphone ist neben der Ablenkung und der Beeinträchtigung des Konzentrationsverhaltens der Schüler das größte Problem, wenn das Mobiltelefon nicht zuhause oder zumindest ausgeschaltet in der Schultasche bleibt. Hinzu kommen weitere Faktoren wie zum Beispiel die Ausgrenzung von Kindern ohne entsprechendes Gerät.

Der richtige Umgang durch Aufklärung und intelligente Verwendung

Die Entwicklung handgroßer Computer, denn nichts anderes sind Smartphones, ist nicht aufzuhalten. Mit wachsender Nachfrage erweitern sich auch die Möglichkeiten der hochmodernen Mobiltelefone, sodass sich der Markt bestehender Probleme zum Trotz noch vergrößern wird. Immer mehr Kinder und Jugendliche werden zukünftig in den Besitz eines Smartphones kommen.

Um den daraus erwachsenen und bereits genannten Problemen entgegenwirken zu können, ist der richtige Umgang mit Kind und Mobiltelefon essentiell. Verbote und Einschränkungen sollten nur sekundäres Mittel der Wahl von Eltern und Lehrern sein, viel wichtiger ist ein aufgeklärter Umgang mit den Gerätschaften. So lernen vor allem jüngere Benutzer einen gesunden Umgang mit dem Handy und der digitalen Welt. Dies wird ihnen im späteren Leben eine große Hilfe sein. Parallel zur regulären Unterrichtsvor- und Nachbereitung kann spezielle Lernsoftware, die in Form von Apps bzw. Anwendungen auf dem Handy ausführbar ist, Lernerfolge fördern. Im Gegensatz zu Büchern, Papier und Eintönigkeit sind dabei Bilder, Videos, Musik und eine angepasste Bedienung gegeben.

Absolut indiskutabel ist das konsequente Einkassieren und Abschalten dann, wenn die Klassenarbeit ansteht. Hier liegt es in der Verantwortung der Lehrkraft, die Verbindung der Schüler zu der Welt vor dem Klassenraum – zumindest temporär – zu kappen.

Autor seit 4 Jahren
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