Entzündungshemmer sind bei orthopädisch-rheumatologischen Schmerzzuständen und nach Verletzungen Standard. Wie sinnvoll diese Wirkstoffe tatsächlich sind und mit welchen, auch kaschierten Nebenwirkungen zu rechnen ist, soll hier dargestellt werden.

Voltaren

Der kritiklose Glaube von Ärzten und Konsumenten ist so groß, dass diese Medikamente bei annähernd jedem Schmerzzustand eingesetzt  werden und das auch in den Fällen, bei den Schmerzen ohne entzündliche Komponenten vorliegen.

Nebenwirkungen

Die Liste der Nebenwirkungen ist gemäß des den Medikamenten beiliegenden "Waschzettels" lang. Da ist von Magen-Darm-Beschwerden, wie Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall ebenso die Rede, wie von Magen-Darm-Blutungen, Magengeschwüren oder Magenschleimhautentzündungen. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) wird zur Vorsicht geraten, da z. B. Ibuprofen verschlimmernde Krankheitsschübe auslösen kann. Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Hautausschlag oder Hautjucken (Pruritus) erscheinen dem Leser der Beipackzettel dagegen als verhältnismäßig harmlos und ebenso wird die dringende Empfehlung, diese Stoffe in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten zu meiden als sinnvoll empfunden. Beide Medikamente verdächtige ich, ohne jemals wissenschaftliche Beweise erbringen zu können, durch Langzeitgebrauch an der Bildung von Nierensteinen maßgeblich beteiligt zu sein.

Symptomatisch stumme, larvierte Magen-Darm-Beschwerden sind relativ häufig Folge der Einnahme. Das bedeutet im Klartext, dass Konsumenten Magenempfindlichkeiten entwickeln, die von ihnen nicht empfunden werden. Laviert (verdeckt) in sofern, weil im spinalnervlichen Versorgungsgebiet der betroffenen Oberbauchorgane, im Bereich der mittleren bis unteren Brustwirbelsäule Schmerzen auftreten können, ohne das z. B. das auslösende Organ selbst in Erscheinung tritt. Ebenso kann es zu Beschwerden der Schulter-Nackenregion und der Armgelenke kommen, in die die Reizzustände der Oberbauchorgane möglicherweise übertragen werden. Nicht selten handelt es sich dabei um Erscheinungsbilder, gegen die diese Medikamente eingesetzt werden, die letztlich so erhalten und gesteigert werden. Über die Zusammenhänge zwischen den Organen des Oberbauches und der Schulter-Nackenregion sollten Sie sich hier informieren:

Gel und Salben

Wer meint, mit einem entzündungshemmenden Gel die eben geschilderten Nebenwirkungen umgehen zu können, irrt. Im Gegensatz zu vielen anderen Inhaltsstoffen von Salben sind die Moleküle von Ibuprofen und Diclofenac offenbar so klein, dass sie ungehindert die Hautschranke passieren können. Das bedeutet, dass Einreibungen damit sich höchstens graduell zur Medikamenteneinnahme unterscheiden und gleiche Nebenwirkungen haben können. So existiert beispielsweise in den Vereinigten Staaten eine Anweisung der FDA (Food and Drug Administration), nach der ausdrücklich darauf hingewiesen werden muss, dass auch Diclofenac-Creme systemische Nebenwirkungen hervorrufen können.

Dazu kommt, dass diese Gels Wärme entwickeln. Es wird behauptet, dass es sich dabei um die Folge der wieder einsetzenden Blutzirkulation nach Abbau von Schwellungen handelt. Das wäre eine grundsätzlich begrüßenswerte Reaktion, wenn dem nicht widersprüchliche Beobachtungen entgegen stehen würden: Auf gesunde Haut aufgetragen erzeugt dieses Gel nicht nur eine bemerkenswerte Wärmebildung, sondern darüber hinaus auch eine Hautrötung. Das bedeutet, dass die darin enthaltenen Wirkstoffe eine durchblutungssteigernde, wärmende also hyperämisierende Wirkung haben, die bei entzündlichen Prozessen eindeutig kontraindiziert ist. Das steht der allgemeinen vielfach geäußerten Meinung entgegen, nach der entzündliche Vorgänge der Skelettmuskulatur gewärmt werden sollten. Durch diese Wärmebildung werden entzündliche Vorgänge gesteigert und erhöhen sich die Absatzchancen dieser Präparate weiter.

Verschreibungspflicht

Bei Betrachtung der Nebenwirkungen könnte angenommen werden, dass diese Präparate generell verschreibungspflichtig sind. Das ist allerdings nur teilweise der Fall. So sind beispielsweise Einzeldosen von 12,5 Milligramm Diclofenac oder teilbare Tabletten zu 25 mg in Deutschland lediglich apothekenpflichtig. Erst Mengen, die darüber hinausgehen, bedürfen einer ärztlichen Verordnung. Dass durch additiv vermehrte Einnahme die verschreibungspflichtigen Mengen nicht nur erreicht, sondern weit überschritten werden können, kümmert kaum jemanden. Ähnlich verhält es sich mit dem Gel, von dem in gleicher Dosierung eine verschreibungspflichtige und eine frei erhältliche Form existieren. Beide unterscheiden sich lediglich durch die im Beipackzettel erwähnten Indikationen, sind aber ansonsten voll identisch. Sinngemäß Gleiches gilt für Ibuprofen.

Grund für den freien Handel dürfte das Gewinnstreben der Hersteller sein, die bei Verkäufen die ausschließlich auf ärztliche Verordnung beruhen, gravierende Umsatzeinbußen hinnehmen müssten. In dieser Hinsicht unterscheidet sich der deutsche Markt erheblich von dem in den USA. Hier wird die Verschreibungspflicht bei anderen Medikamenten noch deutlich rigoroser als in Deutschland eingehalten. Bei Entzündungshemmern, wie z. B. Diclofenac wurde sie jedoch völlig ausgehebelt. Diese Medikamente sind frei in jedem Supermarkt erhältlich. Die Lobby der Pharmaindustrie hat in diesem Land in ganzer Linie gesiegt.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Diclofenac#Verschreibungspflichthttp://de.wikipedia.org/wiki/Ibuprofen#Arzneimittelmarkt

Umwelt

Bei den in Abwasser und Klärschlamm gefundenen Rückständen von Arzneimitteln handelt es sich nach Angaben der deutschen Bundesregierung vorwiegend um Diclofenac. Auch Pflanzen sollen Arzneistoffe aus dem Boden aufnehmen. Im Fall von Diclofenac verlassen 70 Prozent den menschlichen Körper unverändert. Etwa 90 Tonnen dieses Wirkstoffes werden pro Jahr in Deutschland verbraucht, wodurch etwa 63 Tonnen Diclofenac über den Urin in den Wasserkreislauf gelangen. Diese Medikamentenwirkstoffe gelangen, da Kläranlagen hierbei wirkungslos sind, ungehindert über die Oberflächengewässer auch wieder ins Trinkwasser.

Die Behandlung von Rindern mit Diclofenac hat unter anderem in Indien in den 1990er Jahren unerwartet zum drastischen Rückgang der Geier-Populationen geführt. Geier nahmen den Wirkstoff über die Haustierkadaver auf. Die betroffenen Geier zeigten erst Gicht-ähnliche Symptome, bis sie dann an Nierenversagen starben. Die Anwendung in der Tiermedizin in Indien ist seit März 2005 verboten. Bedenkt man jedoch die Tatsache, das bisher jährlich in Deutschland etwa 63 Tonnen des Wirkstoffes freigesetzt werden, die teilweise im Trinkwasser enthalten sind und zu anderen Teilen von Pflanzen aufgenommen werden, die wiederum Teil der menschlichen Ernährung sind, kann die Befürchtung, dass es uns wie indische Geier ergeht, nicht ausgeschlossen werden.

Toter Bengalgeier

Toter Bengalgeier

Katastrophales Geiersterben in Indien

Diclofenac vergiftet Millionen Vögel

Zitat: In Indien, Pakistan und Nepal ereignet sich eine Tiertragödie riesigen Ausmaßes. Innerhalb von nur rund zehn Jahren ist dort das einstmalige Millionenheer von indischen Geiern, Bengalengeiern und Schmalschnabelgeiern bis auf kleine Reste zusammengeschmolzen.

Lesen Sie hier weiter … (Dramatisches Geiersterben in Indien)

Die Alternative: Es geht ohne Entzündungshemmer!

"Jeder von uns kann einen Beitrag leisten. Wir als Patienten sollten immer auch die oft bestehenden Alternativen zur medikamentösen Behandlung von Beschwerden prüfen", sagt Hans-Christian Schäfer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

In meiner Praxis erlebe ich tagtäglich die verschiedensten und meist intensivste Schmerzzustände. Annähernd alle dieser Patienten nehmen bereits seit Längerem ergebnislos Entzündungshemmer und Schmerzmittel. Das Erste, was von mir erwartet wird, ist eine möglichst umgehende Abschaltung der Schmerzen und das gelingt mit Kälte- oder Wärmeanwendungen. Richtig durchgeführt lassen Schmerzen und andere Beschwerden darunter meist sofort nach und es wird die Verwendung entzündungshemmender Medikamente regelmäßig unnötig. Die Wirkung derartiger Maßnahmen ist der der entzündungshemmenden Medikamente überlegen und darüber hinaus auch absolut nebenwirkungsfrei. Es handelt sich dabei um logische Überlegungen, an deren Verbreitung die Hersteller von entzündungshemmenden Medikamenten nicht interessiert sind. Da ist einmal die Enzymtherapie zu nennen und weiter der richtige Umgang mit Wärme oder Kälte.

Für eine erfahrungsgemäß eminent wirksame Alternative halte ich die Enzymtherapie für "DEN" Favoriten. Darüber können Sie hier weiter lesen...

Weiterführende Links zum Umweltgeschehen
http://www.goek.tu-freiberg.de/oberseminar/OS_08/Bianca_Gerber.pdf 

 

Weiterführende Literatur 
Klaus Radloff "Die chinesische Medizin kennt keine orthopädischen Krankheiten" 

Meine Website: 
Vorsicht Orthopädie
und weiteren Themen

Der Link zur Behandlungsmethode für Therapeut/Innen 

Energetisch-Statische Behandlung ESB/APM

Klaus_Radloff, am 24.12.2009
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