10: "Avatar – Aufbruch nach Pandora"

Den Reigen der erfolgreichsten Filme in Deutschland eröffnet der mit Abstand neueste Film in den Top 10. Mit "Avatar – Aufbruch nach Pandora" konnte James Cameron seinen eigenen Rekordfilm "Titanic" übertrumpfen. Alleine in Deutschland begeisterten sich knapp 11 Millionen Zuschauer für den Kinohit, der in den USA ab Dezember 2009 monatelang die Charts anführte. Vielen Kritikerschelten zum Trotz, die zwar die technische Umsetzung lobten, von der "Pocahontas im Weltall"-Story jedoch nicht so recht begeistert waren.

 

9: "Aristocats"

Der 1971 in den Kinos angelaufene "Aristocats" basierte auf keinem Märchen, verzauberte dennoch über 11 Millionen Zuschauer. Kein Wunder: Niedliche Tiere mit großen Augen, die in Gefahr geraten, flotter Score, eleganter Zeichentrickstil. Das Disney'sche Erfolgsrezept fand in "Aristocat" seine Vollendung. Kein Grund also für Katzenjammer …

 

8: "Der König der Löwen"

Auch auf Platz 8 haben sich Katzen festgekrallt. Allerdings deutliche größere Exemplare als in "Aristocats". "Der König der Löwen" war wiederum kein typischer Disney-Film und sorgte wohl vor allem beim jüngeren Zielpublikum angesichts der dramatischen Entwicklungen für den einen oder anderen Entsetzensschrei. Mehr als 11 Millionen Zuschauer drückten Simba auf seinem Weg vom Verfolgten zum König der Löwen die Daumen. Mit Erfolg …

7: "Der Schuh des Manitu"

Schwule Indianer, trottelige Cowboys, unechte Griechen, Pferde mit Magenproblemen. Michael Herbig darf sich rühmen, den erfolgreichsten deutschen Film seit 1968 produziert zu haben. Fast 12 Millionen Zuschauer stürmten 2001 die deutschen Kinos, um bei "Der Schuh des Manitu" über harmlose Späße zu lachen. Ob sich Pierre Brice unter diesen 12 Millionen befand ist unklar. Denn Monsieur "Winnetou" zeigte sich von der Verulkung seiner Paraderolle wenig begeistert.

 

6: "Der Herr der Ringe: Die Gefährten"

Ebenfalls 2001 schlug die Stunde der Fantasy-Fans: "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" war sogar noch erfolgreicher als "Der Schuh des Manitu", und das trotz einer Laufzeit von rund drei Stunden. Auch hierbei fanden sich fast 12 Millionen Zuschauer in den Kinos ein, um das Spektakel in voller Leinwandgröße zu bewundern. Leider liegen keine verlässlichen Zahlen vor, wie viele Elfen oder Orcs sich unter den Zuschauern befanden …

 

5: "Vier Fäuste für ein Halleluja"

In den 1970er-Jahren zählten Bud Spencer und Terence Hill zu Europas beliebtesten Schauspielern. Freilich: Mit einem klassischen Western hat auch "Vier Fäuste für ein Halleluja" trotz des entsprechenden Ambiente wenig zu tun. Häufiger als die Blauen Bohnen flogen die Backenpfeifen und das gezeichnete Bild des "Wilden Westens" konnte eher als Parodie verstanden werden. Dem Publikum war's egal und 1972 lachten mehr als 12 Millionen Deutsche über die beiden Italiener mit den amerikanischen Künstlernamen.

4: "Harry Potter und der Stein der Weisen"

Mit Western und Prügeleien im Saloon hat Harry Potter wenig am Hut. Die Verfilmung des ersten Romans aus Joanne Rowlings Feder ist der bislang zuschauerstärkste Film des 21. Jahrhunderts. Zwölfeinhalb Millionen Zuschauer sahen 2001 "Harry Potter und der Stein der Weisen". Der legendäre Stein dürfte wohl bei Autorin Joanne Rowling zu finden sein. Anders lässt sich der unglaubliche Erfolg ihrer Werke nur noch schwer erklären.

 

3: "Spiel mir das Lied vom Tod"

Was kann man zu Sergio Leones erfolgreichstem und wohl auch bestem Western schreiben, das nicht längst geschrieben wurde? Angefangen von Ennio Morricones Gänsehaut erzeugendem Score, über Charles Bronsons Darstellung des rächenden Mundharmonikaspielers über die epische Inszenierung: "Spiel mir das Lied vom Tod" wurde gleichsam zum Synonym für Western. 13 Millionen Kinobesucher sahen das 1969 ähnlich und lauschten dem besinnlichen Lied vom Tod …

 

2: "Titanic"

Der Lieblingsfilm von Taschentuchherstellern. In keinem anderen Film flossen mehr Tränen als in "Titanic". 18 Millionen Besucher ließen sich James Camerons Epos über den Untergang des Luxusliners nicht entgehen. Es dauerte Jahre, bis sich Leonardo DiCaprio vom Image des "Titanic"-Schönlings lösen konnte. Und auch Regiestar James Cameron ließ mehr als ein Jahrzehnt verstreichen, ehe sein "Avatar – Aufbruch nach Pandora" das Licht der Leinwand erblickte.

 

1: "Das Dschungelbuch"

"Probier's mal mit Gemütlichkeit", sang Bär Balu im 19. abendfüllenden Disney-Zeichentrickfilm. Die sehr frei auf Rudyard Kiplings "Das Dschungelbuch" basierende Verfilmung übt selbst Jahrzehnte später einen unwiderstehlich fröhlichen Charme aus und animiert zum Mitsummen der eingängigen Melodien. Mehr als 27 Millionen Zuschauer stürmten Ende der 1968er-Jahre die Kinos und ließen sich in eine bunte, wunderbar witzige Zeichentrickwelt entführen.

Dabei überschattete der Tod von Walt Disney die Produktion des Filmes, der somit der letzte unter seiner Ägide entstandene Film sein sollte. "Das Dschungelbuch" vereint die Stärken der klassischen Disney-Zeichentrickfilme: Tolle Animationen, viel Witz und Esprit sowie eine dramaturgisch fein akzentuierte Handlung. Kurzum: Ein wunderbarer Spaß für jede Altersgruppe und deshalb zu Recht der erfolgreichste Film in den deutschen Kinos!

Autor seit 7 Jahren
824 Seiten
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