Warum gerade Serien in Form von Filmen, Büchern und sonstigen Publikationen höchst populär waren und sind, liegt wohl daran, zumindest ungefähr zu wissen was den Seher, Hörer oder Leser in der nächsten Folge erwartet. Wen man die Krimiserie "Derrick" einschaltete, konnte man davon ausgehen, einen moralisch unantastbaren Kommissar ohne auch nur angedeutete private Probleme bei seiner erfolgreichen Ermittlungsarbeit beobachten zu können. Götz George als "Schimanski" in der Reihe "Tatort" war das komplette Gegenteil. Aufbrausend, das Privatleben ein einziges Chaos und moralisch absolut "schräg", zog er ein ganz anderes Publikum an. Die Wiener-Kommissar Legende "Kottan" persiflierte die Polizeiarbeit ohne Erbarmen und wurde so zum Kult.

 

Serien begleiten unser Leben - ob Film, Fernsehen oder Literatur

 

Schon in Kindertagen greift man gerne auf vertraute Muster zurück und fast jeder kennt noch ganz genau jene Serie, die man ganz besonders liebte. Ob es nun Trickserien wie "Der Rosarote Panther", Krimiserien wie "Mit Schirm, Charme oder Melone" oder Musikserien wie die "Disco" waren - für jeden Geschmack gab und gibt es das Passende. Auffalend ist jedoch, dass in den letzten 20 Jahren die Vielfalt abhanden gekommen ist - man beschränkt sich auf doch ziemlich ähnliche Sitcom-Formate, die doch viel an Fantasie und Abwechslung vermissen lassen.

 

Robert Arthur legte den Grundstein

 

Sehr viel Fantasie bietet jedoch eine Jugendbuch-Serie, die eigentlich Anfang der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts von Robert Arthur begründet wurde. Er wollte auf Grund seiner Mystery-Erfahrungen im Jugendbuch-Bereich bessere Stories schreiben als dies Jugendbuchautoren, seiner Meinung nach, zu Stande brachten. Als Arthur im Jahre 1969 verstarb, übernahm ein ganzes Team die Produktion weiterer Bücher der Reihe. Arthur hatte übrigens die Rechte erworben, Alfred Hitchcocks Namen in den Büchern zu verwenden, ohne das Hitchcock jemals am Schreiben der Bücher mitgewirkt hatte. 1980 ließ man Alfred Hitchcock als Figur in der Serie "sterben" - damit sparte man sich auch die Lizenzgebühren.

 

Die Serie wurde jedoch in den USA bald wegen mangelnden Erfolges eingestellt. Sehr erfolgreich jedoch war und ist die Serie im deutschsprachigen Raum. 1993 wurde die Reihe von der österreichischen Autorin Brigitte-Johanna Henkel-Waidhofer weitergeführt. Nach 16 Büchern übernahmen einige deutsche Autoren die Fortführung. Noch populärer als die Bücher selbst wurde die Hörspielreihe, die ab Hörspiel-Nummer 57 nicht mehr auf die amerikanischen Vorlagen basiert.

 

Die Jubliäumsfolge der deutschen Hörspielreihe spielt in der Geisterbucht

 

148 (!) Folgen der Hörspielreihe "Die Drei???" (gesprochen: Die drei Fragezeichen) sind bis heute erschienen und man nähert sich mit Riesenschritten der Jubiläums-Nummer 150, die am 11. November 2011 erscheinen soll. Nummer 149 "Der Namenlose Gegner" ist ab 30. September 2011 erhältlich. Die Qualität und Originalität der einzelnen Folgen sind höchst unterschiedlich und vor allem Geschmackssache. Die Stories bewegen sich meist im Grenzbereich zwischen Krimi, Mystery und Horror, sind aber vom Inhalt her absolut jugendtauglich. Ein gewisse "Ermüdung" der Originalität der Geschichten ist aber sicherlich eingetreten. Bei 148 Folgen ist das aber wohl eher zu erwarten. Trotzdem ist für den einen oder anderen Geschmack natürlich auch bei den höheren Nummern immer noch eine Perle dabei. Kult ist diese Hörspielserie allemal und die Fans warten mit Spannung auf die nächsten Veröffentlichungen - vor allem auf das große Jubiläum mit Nummer 150 "Geisterbucht", die am 30.11.2011 erscheint.

Autor seit 5 Jahren
52 Seiten
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