Abstinenz vom Essen ist nicht in jedem Fall unbedenklich

Menschen, die ohne eine fachliche Anleitung fasten, verstehen nicht, warum sie sich während oder nach einer Fastenkur oft nicht gesünder fühlen und besser aussehen. Die Ursache liegt in unserer Umwelt. Unter anderem durch industrielle Produktion, Abgase und die Verwendung von Pestiziden entstehende Umweltgifte haben - besonders in den Ballungsräumen - eine schleichende Vergiftung der Lebewesen zur Folge. Nüchtern betrachtet werden wir Menschen so zu "Biofiltern", deren Gewebe entschlackt werden muss, um seinen verschiedenen Funktionen wieder nachkommen zu können. Im Körper der Menschen häufen sich auf diesem Weg mit der Zeit, ohne dass sie es durch Symptome bemerken, Giftstoffe (zum Beispiel DDT oder Schwermetalle) an. Teilweise werden diese durch die Nahrung oder durch die Haut aufgenommen. Studien der Verbraucherorganisation Ökotest belegen, dass Kleidung, die billig im Ausland hergestellt wurde, oft stark mit in Deutschland verbotenen Pestiziden belastet ist. Sogar in Muttermilch, in der Kleidung und Spielzeug von Säuglingen und Kleinkindern wurden solche Gifte nachgewiesen. Diese werden, zum Schutz vor den schädlichen Auswirkungen, im Körperfett gespeichert und temporär unwirksam gemacht. Fastenerfahrene wissen, dass sich der Körper bei einem völligen Verzicht auf Nahrung, von seiner Substanz ernährt und damit gelangen die eingelagerten Gifte in den Blutkreislauf und entfalten ihre negative Wirkung.

Bio-Obst und Gemüse

Obst und Gemüse

Wie wirken sekundäre Pflanzstoffe auf den menschlichen Körper?

Sekundäre Pflanzstoffe sind erst seit etwa 10 Jahren bekannt. In einigen Fällen sind die Wirkmechanismen dieser Stoffe erforscht, in anderen Fällen sind sie noch unklar. Ein kleiner Teil ihrer Wirkweise ist durch die Bundesforschungsanstalt für Ernährung erforscht worden. Generell wird bestätigt, dass sekundäre Pflanzenstoffe eine antimikrobielle, antioxidative Wirkung haben. Wissenschaftlich belegt sind eine Reihe von gesundheitsfördernden Wirkungen, wie Schutz vor Krebs, entzündungshemmende Eigenschaften, Senkung des Cholesterinspiegels im Blut und Beeinflussung der Blutgerinnung. Überwiegend ist die Wirkweise von sekundären Pflanzstoffen jedoch noch unbekannt.

Apfelbaum am Bodensee

Apfelbaum am Bodensee (Bild: Monika Hermeling)

Wie wird einer Vergiftung vorgebeugt?

Um einer unbedachten Vergiftung vorzubeugen, ist es sinnvoll, nur natürliche Produkte zu nutzen. In erster Linie sollte reines Wasser als Getränk zur Verfügung stehen und biologisch-dynamische, also weitgehend von Pestiziden und Sprühmitteln freie Lebensmittel, verzehrt werden. Als erfolgreich haben sich in dieser Hinsicht die Traditionelle Chinesische Medizin, erwiesen. Noch vor dem Ersten Weltkrieg war eine Ernährung, die frei von schädigenden Fremdsubstanzen war, leicht erhältlich. Heutzutage wird diese Nahrung auf spezialisierten Bio- oder Demeterhöfen angebaut und gelangt, extra gekennzeichnet, in den Handel. Viele Verbraucher beziehenBio- Obst und Gemüse über die "Biokiste". Einige Supermärkte legen Wert darauf, zu ihrem konventionellen Angebot biologisch einwandfreie Ware anzubieten. Um beim Fasten keine gesundheitlichen Nachteile zu erzeugen, ist es wichtig,vor dem Beginn, einen Arzt zu konsultieren, der mit allen zeitgemäßen Ernährungsfragen vertraut ist.

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