Erfolgreichster Verein der Handball-Bundesliga ist der THW Kiel

Acht von den letzten neun Meisterschaften der Handball-Bundesliga gingen an den THW Kiel. Zugleich beherrschten die Kieler den europäischen Handball. Der deutsche Rekordmeister gewann die EHF Champions League 2007, 2010 und 2012, siegte im EFF Europa Pokal dreimal, errang die Vereins-Weltmeisterschaft 2011, holte neunmal die deutschen Handball Pokal und errang in der Spielzeit 2010/2011 die deutsche Meisterschaft mit einem Rekord "für alle Ewigkeit" mit 68:0 Punkten und 1107:809 Toren. Die Jahre 2007 und 2012 gingen als erfolgreichste Jahre in die Chronik des Vereins ein, als der THW das Triple erreichte ( Champions League Sieger, Deutscher Pokalsieger und Deutscher Meister).

THW Kiel im Umbruch

Nicht erst seit der knappen Niederlage der Kieler im Super Cup gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 26:29 wittern die Konkurrenten Morgenluft, denn Kiel mußte nach dem Abgang der fünf wichtigen Spieler und Leistungsträger Marcus Ahlm (Ende der Karriere), Thierry Omeyer (zu Montpellier HB/Frankreich), Daniel Narcisse (zu Paris St. Germain/Frankreich), Christian Zeitz (zu MKB Vezprem/Ungarn) und Momir Ilic (zu MKB Vezprem/Ungarn) die drei "Neuen" Wael Jallouz, Johan Sjöstrand und und Rasmus Lauge in die Mannschaft integrieren und Spielkombinationen einstudieren.

Zur Saison 2015/16 steht Kiel mit dem Weggang von Lauge und Palmarsson vor dem gleichen Problem.

Der THW Kiel ist nicht alleiniger Titelfavorit - Umfrage unter den Trainern und Experten

Während bei Kiel ein personeller Umbruch stattfindet, haben sich Flensburg, Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen verstärken und die eingespielte Mannschaft behalten können. Kiel zählt zwar weiter zu den Favoriten, sehen aber diese drei Mannschaften zusammen mit Kiel auf Augenhöhe. Die Experten erwarten eine der spannendsten Saisons der letzten Jahre. Vor der letzten Saison galt der THW Kiel als hoher Favorit; alle Trainer und Experten hatten – zu Recht – auf Kiel gesetzt. Vor der nun beginnenden Saison haben die 18 Trainer der Handball-Bundesligisten 16 mal wieder auf Kiel getippt, sehen aber auch – Mehrfachnennungen waren möglich – mit ebenfalls 16 Nennungen die SG Flensburg-Handewitt als kommenden Meister vor dem Champions League Sieger HSV Hamburg mit 14 Tipps und die Löwen mit vier Nennungen.

Die deutschen Handballmeister seit 1950 - Ein Blick in die Annalen des deutschen Handballs

Ein Blick in die Annalen des deutschen Handballsports zeigt die Serienmeister deutlich auf. Bis auf den SV Polizei Hamburg, der seine vier Deutschen Meisterschaften in den Jahren 1950 bis 1954 errang, 1941 und 1943 auch die Titel im damals noch gespielten Feldhandball gewann und heute seinen Spielbetrieb in der SG Altona aufrecht erhält, und den Berliner SV 92, der heute in der Berliner Landesliga spielt, mischen auch heute noch alle Deutschen Meister in oberen und höchsten Klassen des deutschen Handballs mit.

Die meisten Meisterschaften errang der THW Kiel mit 20 Titeln, gefolgt vom VfL Gummersbach mit 12, Frisch Auf Göppingen mit neun und dem TV Großwallstadt mit sechs Titeln. Danach folgen der SV Polizei Hamburg mit vier und TuSEM Essen mit drei Titeln. Je zwei Meisterschaften errangen die SG Wallau-Massenheim, Grün-Weiß Dankersen und der Berliner SV 92. Je einen Titel errangen der HSV Hamburg, die SG Flensburg-Handewitt, der SC Magdeburg und die SG Leutershausen.

Der THW Kiel errang die überwiegende Zahl seiner deutschen Handball Meisterschaften seit 1994 mit folgenden Unterbrechungen: 1997 TBV Lemgo, 2001 SC Magdeburg, 2003 TBV Lemgo, 2004 SG Flensburg-Handewitt und 2011 HSV Hamburg.

Häufigste DDR-Handballmeister waren der SC Magdeburg und HC Empor Rostock mit je zehn Titeln und die DHfK Leipzig mit sechs Meisterschaften.

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