Der Beschmutzer-Trick – nicht neu aber immer noch erfolgreich

Wer von einem Passanten mit Cola, Glühwein, Kaffee oder Ketchup "aus Versehen" beschmutzt wird, sollte sich weniger um die wortreiche Entschuldigung scheren und den Versuch des Verursachers, das beschmutzte Kleidungsstück zu säubern, sondern ihn bestimmt abwehren. Sofort auf Distanz gehen und dem Ärger lautstark Luft machen. Die Jacke ist nun einmal beschmutzt, sie kann zu Hause gesäubert werden.

Hauptsache, Sie behalten Ihr Geld und die Wertgegenstände!

Damit Sie den Advents-Bummel entspannt genießen können und nicht zum Diebstahlopfer werden, sollten Sie wachsam sein und die neuen Tricks der Taschendiebe auf dem Weihnachtsmarkt kennen. Besonders Fremden, die Sie ansprechen, sollten Sie ein gesundes Misstrauen entgegen bringen und auf Abstand gehen, sobald es zur "Tuchfühlung" kommt.

Der Schwächeanfall-Trick

Ein plötzlicher Schwächeanfall kann nur vorgetäuscht sein. Während Sie der Person hilfreich und besorgt unter die Arme greifen, jene stützen oder zu einer Sitzgelegenheit führen, greift ein Komplize schnell zu. Er entwendet Handtasche oder Geldbörse, reicht sie weiter und verschwindet im Weihnachtsmarktgedränge oft unerkannt. Bevor Sie überhaupt bemerken was geschehen ist, geht es der schwächelnden Person wieder besser und die Gauner sind mit dem Diebesgut längst verschwunden.

Bettelnde Kinder auf dem Weihnachtsmarkt

Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Kinderarmut in Deutschland sehr groß ist. So wird es niemanden wundern, wenn bettelnde Kinder über die Weihnachtsmärkte streifen. Mit großen Augen und sehnsüchtigen Blicken, denen besonders Mütter und Großmütter kaum widerstehen können, fragen sie nach Kleingeld, Süßigkeiten, nach einer Tasse heißer Schokolade.

Dresdner Striezelmarkt (Bild: Kerstin Schuster)

Wer wird da nicht weich und lässt sein großes Herz sprechen?
Achtung: Sowohl Mitleid als auch Spendierfreude können teuer werden!
Während die bedauernswerten, armen Kids mit lieben Worten, Streicheleinheiten, etwas Kleingeld oder süßen Sachen bedacht werden, greift ein anderes Kind rasch nach dem Portemonnaie und macht sich aus dem Staub damit. Traurig aber wahr: Auch in einem reichen Land wie Deutschland werden Kinder zum Betteln gezwungen und sogar speziell "trainiert", Weihnachtsmarktbesuchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Der Trick mit dem Stadtplan

In der Adventszeit tummeln sich auch viele Touristen auf den schönsten Weihnachtsmärkten Deutschlands. So wird es keinen Besucher verwundern, wenn er plötzlich angesprochen wird und einen Stadtplan unter die Nase gehalten bekommt. Und während man hilfreich dabei ist, dem Fremden die entsprechende Straße oder Sehenswürdigkeit auf dem Stadtplan zu zeigen und den Weg dorthin erklärt, verschwinden unbemerkt Armbanduhr, Goldkette, Smartphone und Geldkarte.

Meinungsumfrage auf dem Weihnachtsmarkt

Verbraucherumfragen via Telefon gehören längst zum Alltag. Auch im Internet gibt es Portale, in denen Meinungsumfragen gestartet werden. Doch auf dem Weihnachtsmarkt? Bekommen Sie ein Formular vorgehalten, und werden gebeten dieses auszufüllen, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Die angebliche Meinungsumfrage kann nämlich einer der neuen Tricks der Taschendiebe sein. Sobald Sie sich mit dem Formular beschäftigen und brav die Fragen beantworten, greifen die Langfinger zu und schnappen sich alles, was sie ergaunern können.

Der Supermarkttrick:

Diebe lauern überall auf eine Gelegenheit, um in der Adventszeit Beute zu machen. So auch im Discounter um die Ecke. Der Supermarkt-Trick ist gar nicht so neu, aber immer wieder erfolgreich. Gerade jetzt, wo zahlreiche Asylbewerber in Deutschland eingetroffen sind, sind fremde Sprachen überall zu hören.

Schutz vor Taschendieben
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Allerdings sind es nicht nur Ausländer, die sich im Supermarkt in gebrochenem Deutsch nach diversen Waren und Produkten erkundigen, die sie gerne kaufen möchten. Fakt ist jedoch, das hilfsbereite Menschen auf diese Art schnell um ihr Geld gebracht werden und am Ende ihre Einkäufe selbst nicht mehr bezahlen können. Besonders hart trifft es deutsche Bundesbürger, die von Hartz IV oder einer kleinen Rente leben müssen, wenn Sie auf dem Weihnachtsmarkt oder im Supermarkt bestohlen werden. Langfinger kümmert es nicht, ob ihre Opfer arm oder reich sind, solange sie sich bereichern können!

Während früher nur vereinzelte Gauner auf deutschen Weihnachtsmärkten ihr Unwesen trieben, sind heute organisierte, kriminelle Diebesbanden unterwegs. Sie arbeiten hochprofessionell und präzise. Selbst wenn Sie die neuen Tricks der Taschendiebe auf dem Weihnachtsmarkt kennen, müssen Sie die Augen offen halten. Ein Gläschen Glühwein schlürfen, ein Stück Stollen verzehren oder gemütlich Geschenke shoppen, in der heutigen Zeit sind diese normalen Dinge zwar immer noch schön, aber leider nicht mehr so entspannend. Bleiben Sie wachsam!

KreativeSchreibfee, am 13.12.2015
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Bildquelle:
Sabine Wolfram, Plauen (Weihnachtsmärkte bieten leichte Beute für Taschendiebe)
Kerstin Schuster (Tatort Weihnachtsmarkt - die fiesen Tricks der Kleinkriminellen)

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