Ohrenbetäubendes Tosen des Wassers

Für unseren Urlaub in Grainau, dies liegt in der Nähe von Garmisch Partenkirchen, haben wir uns einige Aktivitäten und Besichtigungen vorgenommen. Ein Besuch der Partnachklamm stand dabei auch auf unserem Plan, den wir bereits vor Reisebeginn ausgearbeitet hatten. Als wir von anderen Urlaubern hörten, dass dies ein beeidruckendes Erlebnis werden würde, stieg die Spannung auf diesen Besuchstag natürlich. Die Partnachklamm ist eine über 700 Meter lange Schlucht, die teilweise sehr eng wird, und durch die der Wildbach Partnach fließt. Fließen ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Es ist schon so, als würde das Wasser durch die Klamm schießen. Das Wasser macht einen ohrenbeteubenden Lärm und beindruckt durch seine gewaltige Kraft. Die Partnachklamm liegt etwa 10 Kilometer von Grainau entfernt und gehört zu den Naturdenkmälern Bayerns.

Regenbekleidung vorteilhaft

Für die Besichtigung der Partnachklamm sollte man sich mit entsprechender Kleidung vorbereiten. Wer sehr empfindlich ist, sollte sich eventuell etwas zum Wechseln, oder Regenbekleidung mitnehmen, denn es tropft an manchen Stellen, wo es sehr eng wird, von den Felswänden.

Am besten ist natürlich Regenkleidung geeignet, da wegen der engen und teilweisen sehr niedrigen Gänge Schirme unpraktisch sind, auch mit Rücksicht auf die anderen Besucher. Dass man festes Schuhwerk für diesen Tag einplanen soll, verseht sich von selbst. Die Wege sind zwar gut angelegt, können aber aufgrund der Feuchtigkeit stellenweise sehr rutschig sein. Angst braucht man aber nicht zu haben. Die Geländer bieten Halt und werden regelmäßig auf Sicherheit geprüft.

Partnachklamm (Bild: privat)

Partnachklamm (Bild: privat)

Die Partnach wurde früher als Triftbach genutzt

Wenn man in der Schlucht steht, und sich überlegt, wie die ganzen Sicherheitsvorkehrungen angebracht wurden, unter welchen Gefahren Menschen hier gearbeitet haben müssen, ist man beeindruckt. Auch ein Blick in die Geschichte der Partnachklamm macht deutlich, welche Bedeutung diese für die Region hatte. Im 18. Jahrhundert wurde Brennholz mithilfe der Partnach transportiert, die Partnach wurde als Triftbach genutzt. Baumstämme wurden ins Wasser geworfen, die dann durch das Wasser der Schneeschmelze ins Tal hinunterbefördert wurden. Die Bäume wurden natürlich durch das brausende und unruhige Wasser manchmal aus der Bahn gebracht, und verkeilten sich. Um diese wieder in die richtige Position zu bringen, mussten Männer sich auf die unruhigen Stämme Stämme wagen. Dabei haben leider einige ihr Leben verloren. Schon 1912 entdeckte man die touristische Bedeutung der Partnachklamm für Garmisch Partenkirchen und man begann damit, die Wege auszubauen. Selbst im Winter können Besichtigungen vorgenommen werden. Man sollte sich aber darauf einstellen, dass es wetterbedingt zu kurzfrisitgen Schließungen kommen kann.

www.partnachklamm-info.de

Screeshot Internet-Seite Partnachklamm (Bild: http://www.partnachklamm-in...)

Bei der Wanderung durch die Klamm gelangt man auch an einen kleinen Stausee, der durch großflächig abgebrochenes Gestein entstanden ist. 1991 brachen 5.000 Kubikmeter aus einer Felswand heraus, die zum Glück kein Menschenleben kostete. 1912 wurde die Klamm zum Naturdenkmal erklärt.

Informationen

Die offizielle Internet-Seite der Partnachklamm
Öffnungszeiten: Sommer von 8.00 bis 18.00 Uhr Winter von 9.00 bis 17.00 Uhr Eintrittspreise (Stand Okt. 2011) Erwachsene 3,00 Euro Kurgäste (von Garmisch-Partenkirchen, Grainau, Farchant, Oberau und Eschenlohe mit gültiger Kurkarte) 2,00 Euro Erwachsene Einheimische (nur Garmisch-Partenkirchen mit Ausweis) 2,00 Euro Erwachsene Gruppenermäßigung (ab 15 Personen, Busfahrer und Reisebegleiter frei) 2,00 Euro Behinderte (mit entsprechendem Ausweis) 1,50 Euro Kinder und Jugendliche (von 6 - 16 Jahren) 1,50 Euro

Die Partnachklamm im Sommer und Winter

Partnachklamm (Bild: Cimm / Flickr)

Elli, am 05.10.2011
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Bildquelle:
Heidelberger (Was macht die Speicherstadt Hamburg zum Weltkulturerbe?)
Eigenwerk (Wo ist es am Bodensee am schönsten? – Lieblingsplätze am "schwäbisc...)

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