1. Die Leistungsdaten der Fotovoltaikanlage berechnen

Die Leistung einer Solaranlage ergibt sich aus verschiedenen Faktoren. Den größten Faktor spielt die Größe des Hausdaches und damit die Größe der möglichen Fotovoltaikanlage. Auch die Ausrichtung des Daches ist wesentlich, nicht jeder Standort ist für eine Gewinn bringende Investition gleich gut geeignet. Grundsätzlich erzielen nach Süden gerichtete Anlagen die höchsten Renditen, wobei hier auch der Standort des Gebäudes zu berücksichtigen ist. Wenn benachbarte Gebäude Schatten werfen, ist dies ganz sicher unvorteilhaft. Auch die Wohnlage sollte bei der Berechnung berücksichtigt werden, erkundigen Sie sich zunächst nach den durchschnittlichen Sonnenstunden in Ihrer Region. In Deutschland schwankt die jährliche Einstrahlung von ca. 1100 kWh/m² bis zu 300 kWh/m² je nach Wohnort. Nicht zuletzt ist die Leistungsfähigkeit der gewählten Fotovoltaikanlage ausschlaggebend. Durch moderne Technologien sind die Hersteller heute in der Lage, sehr viel effizientere Solarmodule herzustellen. So bietet die Firma Trina Solar, einer der führenden Hersteller, heutzutage Module an, die eine Energieeffizienz Steigerung von mehr als 4 % versprechen.

Die Leistung einer Fotovoltaikanlage wird in kWp (Kilowatt-Peak). Peak bedeutet Spitze, mit kWp ist also die Spitzenleistung gemeint. Ermittelt wird dieser Wert, indem die Nennleistung in Watt (den Herstellerangaben des Moduls zu entnehmen) mit der Anzahl der Solarmodule multipliziert wird. Dabei werden üblicherweise 0,3 % für die Alterung Ihrer Solaranlage pro Jahr abgezogen. Insgesamt wird die Ertragsprognose für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren erstellt.

2. Die Rendite der Solaranlage berechnen

Zur Berechnung der Rendite benötigen Sie die Leistungsdaten und die voraussichtliche Vergütung aus dem Stromverkauf. Bei der netzgebundenen Solaranlage wird ein Vertrag mit einem Stromunternehmen abgeschlossen. Dieses speist den durch Ihre Anlage erzeugten Strom in das Versorgungsnetz ein. Die Vergütung für den Stromverkauf ist gesetzlich geregelt. Gehen Sie davon aus, dass ca. 70 % Ihres Stroms verkauft werden, während 30 % in die Eigennutzung fließen. Über die Leistungsdaten haben Sie ermittelt, wie viele Kilowattstunden Ihre Fotovoltaikanlage voraussichtlich im Jahr produzieren wird. Multiplizieren Sie diesen Wert nun mit dem aktuellen Preis für 1 kWh, den Sie von Ihrem Vertragspartner erhalten. Von diesem Betrag ziehen Sie noch Ihren Eigenbedarf von ca. 30 % ab. So erhalten Sie die tatsächliche Rendite Ihrer Solaranlage. Zu bedenken ist allerdings, dass zusätzlich Kosten für die Wartung und Versicherung der Anlage entstehen. Darüber hinaus können Sie einen Teil der Kosten auch in der jährlichen Steuererklärung als Abschreibung geltend machen.

 

 

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