The Alamo (Bild: jwrb / Flickr)

Rund 1800 Mexikaner stürmten die Festung Alamo

Anfangs besiegten die Texaner mehrere Heeresverbände der Mexikaner. Im Dezember 1835 gelang es ihnen sogar, die Truppen von Martin Perfecto de Cos, dem Schwager Santa Annas, aus San Antonio und Alamo zu vertreiben. Um die Unabhängigkeitsbestrebungen im Keim zu ersticken, stellte Santa Anna eine Armee von mehr als 7000 Mann auf. Währenddessen übernahm in Alamo James C. Neill das Kommando. Da er jedoch nur etwa 80 Mann zur Verfügung hatte, forderte er bei der provisorischen Regierung Verstärkung an.

Allerdings trafen nur 30 Freiwillige unter dem Befehl von James Bowie (der Erfinder des Bowie-Messers) in Alamo ein. Sie sollten die Waffen abtransportieren und die Festung zerstören. Aufgrund fehlender Transportwagen und Zugtiere, entschloss sich Bowie stattdessen, die ehemalige Mission als Bollwerk zu befestigen. Am 2. Februar 1836 bekam er Unterstützung von William B. Travis und weiteren 30 Mann. James C. Neill verließ Alamo. Für ihn trafen der Kongressabgeordnete Davy Crockett aus Tennessee und weitere Freiwillige in der Festung ein.

Am 23. Februar marschierten Santa Anna und seine Truppen bei Alamo auf. Dreizehn Tage belagerten sie die Mission. Trotzdem gelang es mehreren Boten, das Fort zu verlassen, um Verstärkung herbeizurufen. Die letzten Unterstützungstruppen aus Gonzales trafen am 2. März in Alamo ein. Am 6. März stürmten rund 1800 Mexikaner die Festung. Aber erst beim dritten Versuch und unter großen Verlusten gelang es ihnen, das Fort zu erobern. Die meisten Verteidiger starben, darunter auch William B. Travis und James Bowie. Davy Crockett und einige überlebende Soldaten wurden gefangengenommen und anschließend auf Befehl Santa Annas hingerichtet.

Am Rio San Jacinto River kam es zur entscheidenden Schlacht

Für die Texaner wurde die Schlacht um Alamo zum Symbol für den Kampf um die texanische Unabhängigkeit. Meistens wird jedoch die Tatsache übersehen, dass sich weiße Siedler unrechtmäßig mexikanisches Gebiet angeeignet hatten. Am 21. April 1836 kam es zwischen den texanischen Verbänden unter dem Befehl von General Sam Houston und der mexianischen Armee zur entscheidenden Schlacht am Rio San Jacinto River beim heutigen Deer Park im Harris County. Binnen 16 Minuten gewannen die Texaner den Kampf. Über 600 Mexikaner starben, 730 wurden gefangengenommen.

Staatschef Santa Anna wurde am nächsten Tag festgesetzt und verblieb zwei Monate in der Gefangenschaft von Houston. Dann wurde er nach Washington gebracht und von US-Präsident Andrew Jackson empfangen. Vorher zwang man ihn jedoch, ein Abkommen zu unterzeichnen, welches Texas die Unabhängigkeit zugestand. Eine neue mexikanische Regierung erklärte allerdings, dass Santa Anna nicht länger Staatschef und das Abkommen somit ungültig sei. In den folgenden Jahren versuchten die Mexikaner noch weitere Vorstöße nach Texas, die jedoch alle scheiterten.

Am 23. November 1839, beziehungsweise am 14. November 1841 wurde Texas von Frankreich und dem Vereinigten Königreich als unabhängige Republik anerkannt. Am 18. Februar 1845 annektierten die USA das Land mit Billigung durch den Kongress. Die förmliche Aufnahme in den Staatenbund erfolgte am 29. Dezember 1845. Dadurch kam es zu einem Krieg zwischen Mexiko und den USA, der am 2. Februar 1848 mit dem Friedensvertrag von Guadalupe Hidalgo endete. Mexiko verzichtete auf seine Ansprüche auf Texas und das Gebiet zwischen dem Rio Grande und Nueces River.

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