Nahrung als Heilmittel und Energieausgleich

Alle Nahrungsmittel sind nach der TCM gleichzeitig Heilmittel und werden in ihre thermische Wirkungsweise, kühl, neutral, warm, heiß, ihre Geschmacksrichtungen scharf, salzig, sauer, süß, bitter und in die fünf Elemente Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde eingeordnet. Spezialisten der TCM können dem Übergewichtigen dabei behilflich sein, ihr Energiegleichgewicht individuell herauszufinden und zu bestimmen, welche Nahrung die momentan passenden zur Gewichtabnahme sind. Bei der Auswahl wird auch Wert auf bestimmte Vorlieben gelegt. Wenn diese keinen direkten Bezug zur Ursache einer Krankheit haben, können sie mit in den Diätplan aufgenommen werden.

Ein geistiges Verständnis hilft bei der Gewichtregulierung

Wenn Mitteleuropäer die taoistischen Grundsätze besser verstehen wollen, müssen sie sich mit den verschiedenen Arten von Energie und Lebenskraft (Chi) beschäftigen. Der Taoismus geht davon aus, das zuerst der Himmel, als Symbol für Geist und Licht entstand. Aus diesem ging die Materie, Erde und Dunkelheit hervor. Zwischen diesen beiden wird ständig Energie (Chi) ausgetauscht. Der geistige, lichte Aspekt wird als "Yang" bezeichnet und mit der männlichen Kraft des Universums gleichgesetzt. Der materielle, dunkle Teil, der für die weibliche Kraft des Kosmos steht, heißt "Yin". Keine Materie ist nur "Yin" oder nur "Yang". Jeder der beiden Kräfte beinhaltet den Samen der anderen und kann sich jederzeit ins Gegenteil verkehren. Alles ist fließend.

Prinzenpark, Sigmaringen (Bild: Monika Hermeling)

Yin und Yang in der Nahrung müssen sich ausgleichen

Um sich ausgeglichen zu ernähren, die spirituelle, physische und mentale Gesundheit zu erhalten, ist, nach der TCM, eine gemischte Yin und Yang Nahrung wichtig. Beim gesunden essen müssen einige Regeln beachtet werden: Mineralwasser sollte möglichst ohne Kohlensäure genossen werden. Zwei bis drei Mal pro Woche kann ein Glas trockener Weißwein für eine Energieverteilung sorgen. Es sollte das Trinken während der Mahlzeiten vermieden werden. Mehrmals pro Woche darf Fisch auf dem Speiseplan stehen. Auf den Verzehr von Tiefkühlkost und Mikrowellennahrung, Kuhmilchprodukte (außer Butter und Sahne) und starke Speisewürze muss verzichtet werden. Aromatische, wohlduftende Kräuter und Gewürze bereichern das Essen. Zur kategorischen Bestimmung der Nahrungsmittel gilt, dass Nahrung, die in Sonne und Luft wächst, als tendenziell Yang und salzig, natriumhaltig, leicht, betrachtet wird. Yin Nahrung wächst in der Erde, ist süß, fett, enthält viel Kalium.

Die Wahl beim Gemüseeinkauf ist wichtig

Gemüseverkauf, Sigmaringen (Bild: Monika Hermeling)

Wie sind die Erfolgsaussichten der TCM-Diät

Die Erfolgsaussichten mit TMC, Pfunde zu verlieren und die Form zu halten, sind gut. Sie erhöhen sich, wenn der Übergewichtige genügend frisches Quellwasser zu sich nimmt, um die bei der Gewichtsreduktion anfallenden Schlackstoffe abzutransportieren und ausscheiden zu können.
Wer sich nach den "Diätvorschriften" der TCM ernährt, stellt bald sein ganzes Leben um. Er hält würdevoll Maß und ist in seinem ganzen Leben um eine innere Harmonie bemüht.

Wer sich mit der TCM-Diät beschäftigt, merkt schnell, dass Ernährung nur ein Teil eines viel größeren Ganzen ist. Die Tibetische Medizin greift genau diesen Gedanken auf und erweitert ihn um emotionale, geistige und konstitutionelle Aspekte. Für viele ist sie deshalb eine natürliche Ergänzung zur TCM – und ein spannender Weg, das eigene Wissen zu vertiefen.

Tibetische Medizin – eine ganzheitliche Ergänzung zur TCM-Ernährung

Wer sich intensiver mit der TCM-Diät beschäftigt, merkt schnell, dass Ernährung in den asiatischen Heiltraditionen weit mehr ist als Kalorien oder Nährstofftabellen. Auch die Tibetische Medizin versteht Nahrung, Lebensführung und emotionale Muster als zusammenhängendes System. Sie betrachtet den Menschen als Ganzes und macht dadurch Ursachen und Krankheitsverläufe nachvollziehbar, gerade dort, wo westliche Modelle an Grenzen stoßen.

Zentrale Konzepte wie die drei Nyepas, die individuelle Konstitution und das medrod (Verdauungsfeuer) führen zu klaren, alltagstauglichen Empfehlungen. Ernährung, pflanzliche Rezepturen und äußere Anwendungen greifen ineinander und lassen sich gut mit TCM-Ernährung, Phytotherapie und naturheilkundlichen Verfahren verbinden.

Besonders wertvoll ist die anschauliche Vermittlung: Patientinnen und Patienten verstehen besser, warum bestimmte Schritte sinnvoll sind. Das stärkt Vertrauen, Motivation und Compliance. Auch bei chronischen oder psychosomatischen Beschwerden eröffnet die Tibetische Medizin neue Perspektiven, weil sie nicht in starren Kategorien denkt, sondern individuelle Muster erkennt.

Dieses Video bietet einen anschaulichen Einstieg in die Grundlagen der TCM-Diät und ergänzt die Inhalte dieses Artikels

Ausbildung in Tibetischer Medizin in Deutschland

Für alle, die ihr Wissen über TCM und energetische Ernährung vertiefen möchten, gibt es in Deutschland mehrere qualifizierte Ausbildungswege:

Diese Programme vermitteln Orientierung, praktische Werkzeuge und eine vertiefte therapeutische Haltung – für eine Arbeit, die differenziert, menschlich und wirksam bleibt.

Mehr zu ganzheitlicher Gesundheit finden Sie auch in meinen Artikel in der Seitenleiste.

MonikaHermeling, am 26.02.2015
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Bildquelle:
Monika Hermeling (Was sind "Wildpflanzen" und wo verwendet man sie?)
Narayana Verlag, (Ganzheitlich gesund: Wie GAPS™ Körper und Geist verbindet)

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