Wildkräuter als Heil- und Gewürzpflanzen

Borretsch, Ringelblume, Kornblume, Mohn, Pfefferminze, Taubnessel sind zum Beispiel Wildkräuter, die auch im Garten angepflanzt werden können. Einige Wildkräuter gelten auch als Heilpflanzen für Mensch und Tier und wachsen überwiegend auf Wiesen oder am Feldrain.

Bärlauch ist ein bekömmlicher Ersatz für Knoblauch. Da er keine Schwefelstoffe hat, kann die Haut diese auch nicht ausdünsten. Bärlauch wird gerne als erstes junges Gemüse, gleichzeitig mit jungen Brennnesseltrieben, gegessen. Ein ergänzender Artikel: Darum ist Bärlauch essen gesund.

Taubnesseln schmecken in Wildkräutersalaten gut. Beim Sammeln der Blüten ist zu beachten, dass zum Beispiel die gelbe Taubnessel unter Naturschutz steht. Im Garten sind die Taubnesseln günstig, da sie von vielen Insekten gerne bewohnt werden. Sie verhindern, dass sich Insekten, die Gärtner an den Kulturpflanzen nicht haben wollen, dort ansiedeln.

Blühender Bärlauch (Bild: Monika Hermeling)

Weiße Taubnessel (Bild: Monika Hermeling)

Sauerampfer schmeckt leicht säuerlich und ist, besonders wenn er blüht, schon von Weitem an der roten Blüte zu erkennen. Er gibt Salaten eine frische Note. Giersch sind den meisten Hobbygärtnern besonders gut bekannt. Sie zeigen sich oft auf einem nährstoffreichen Boden. Weil er am Boden entlang kriecht, ist er vom giftigen Ackergauchheil, der das nicht tut, gut zu unterscheiden.

Vogelmiere und Giersch schmecken in Smoothies gut, besonders wenn diese aus Früchten bestehen. Besonders Giersch entgiftet den Körper. Er tut Rheumatikern gut.

Sauerampfer (Bild: Monika Hermeling)

Giersch (Bild: Monika Hermeling)

Labkraut wird in Schwaben auch Klebkraut genannt, weil es sich gerne an der Kleidung verfängt. Es wurde früher bei der Herstellung von Käse verwendet. Aus ihm wird auch eine Heilsalbe hergestellt, die bei vielen Hautveränderungen günstig wirkt.

Gänseblümchen werden nicht nur von Gänsen geschätzt. Da sie sehr mild schmecken, passen sie nahezu in jeden Salat. Die dicken grünen Knospen werden von Gourmets eingelegt und als milder Kapernersatz verspeist.

Schafgarbe wächst bevorzugt am Feldsaum. Sie schmeckt leicht bitter und hilft dabei schwer verdauliche Speisen besser zu vertragen. Heilkundige sagen, dass besonders Frauenkrankheiten durch Schafgarbe gelindert werden können.

Wilder Dost wird beim Kochen überall da verwendet, wo sonst Basilikum genommen wird. Spitzwegerich ist in vielen Hustentees enthalten. Er ist blutstillend und gilt als Erste Hilfe bei Insektenstichen.

Wie unterscheiden sich Wildkräuter von Kulturpflanzen?

Im Unterschied zu den Wildkräutern, werden die Kulturpflanzen gesehen. Diese wurden durch Auslese, Kreuzung und/oder genetischer Manipulation aus den Wildpflanzen heraus gezüchtet und gelten darum als besonders wertvoll und schmackhaft. Viele Gärtner geben nur diesen Pflanzen in ihrem Garten Raum und verwenden sehr viel Mühe und Sorgfalt daran, die in ihren Augen weniger wertvollen Wildpflanzen aus ihrem Wirkungsbereich zu verbannen. Sie berücksichtigen oft nicht, dass steril anmutende Gärten für Insekten, die das Gemüse und Obst bestäuben sollen, keinen Anreiz bieten. So fallen dann auch die als Bestäuber wertvollen Honigbienen darum weg, weil viele Gärten für sie keinen Anreiz als Futterquelle und als Möglichkeit ihre Brut aufzuziehen, bieten.

Beifuß (Bild: Monika Hermeling)

Buchweizen

Buchweizen (Bild: Monika Hermeling)

Wildkräuter im Frühjahr

Ratschläge zur Kultivierung von Wildkräutern

Wer in seinem Garten auf die günstige Wirkung von Wildkräutern nicht verzichten will, obwohl in ihm und in der Nähe keine wachsen, kann diese auch ansäen. Es kann eine separate Kräuterwiese angelegt werden. Günstig wirkt sich auch eine gesamte Garteneinfassung oder Beeteinfassung aus. Beim sammeln von Wildkräutern die man verzehren will, müssen, wenn man gesundheitliche Schäden vermeiden will, Regeln beachtet werden.

Ein ergänzender Artikel: Mit Wildpflanzen eine bessere Ernte?

Die Autorin übernimmt keine Verantwortung für die Aussagen über den gesundheitlichen Wert von Wildkräutern.

MonikaHermeling, am 23.10.2015
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Bildquelle:
Heike Nedo (So entsteht ein bienenfreundlicher Garten)
©Monika Hermeling (Sind Bärlauch, Salat und Äpfel Lebewesen?)

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