Toran oder Sari als Vorhang

Ein indischer Toran ist ein Türbehang. Der Name kommt aus dem Sanskrit (Torana) und bedeutet Torbogen. In indischen Tempeln krönten Torbogen aus Holz oder Stein den Eingang. Als Stoffgardine schmückt er Fenster oder Tür. Er ist in vielen Farben von Gelb, Orange, Rot bis Blau oder Grün erhältlich. Meist hat er eine ungefähre Breite von 95 cm und besteht aus einem geraden Stoffstück mit Zipfeln. Die Dekoration reicht von der Blumenverzierung, über kleine Elefanten und glitzernde Spiegelchen bis zu Bommeln und Glöckchen. Bei indischen Hochzeiten bestehen die Torbehänge aus orangefarbenen Tagetes und Mangoblättern. Diese werden in den Behängen durch Bestickung angedeutet. Größere Maße sind auch in Rundbogenform für die Tür erhältlich.

Aus Saris lassen sich hübsche Gardinen herstellen. Ein Sari ist ein indisches Kleidungsstück mit einer Breite von 1,10 Meter und einer Länge von 5,5 bis 6 Meter. Die Inderinnen wickeln den Sari geschickt um den Körper. Saris kann man preiswert erstehen. Eine Möglichkeit ist es, den Stoff oben wirkungsvoll um die Gardinenstange zu drapieren. Geschickte Näherinnen können auch eine seitliche Übergardine z.B. Schlaufenschals für das Fenster nähen, die als Schal links und rechts herabhängt. Ein Sari reicht für zwei Schlaufenschals (2,20 Meter inklusive Schlaufen). Eine Anleitung zum Nähen finden Sie hier.

Bunte Kissen für Boden, Stuhl und Sofa

Mit einem Bodenkissen kann man es sich auf dem Teppich gemütlich machen. Die
indischen Sitzkissen in den Maßen 40 X 40 sind häufig aus alten Saris genäht und bestechen durch ihre fröhlichen Farben. Sariborten aus Brokat glänzen in Gold oder Silberbestickung. Manche sind im bunten Patchworkmuster, Andere aus einem ganzen Stoff. Die Ecken zieren Bommeln.

Einfache Sofakissen lockern so manche Sitzgarnitur auf. Samtkissen mit Brokatborten und reicher Bestickung sind in allen möglichen Farben erhältlich.

Indische Decken

Ob als Bett- oder Sofaüberwurf oder als Wandbehang, indische Decken sind meist aus Baumwolle. Auf den Tagesdecken sind häufig indische Gottheiten zu sehen. Der Gott Ganesha ist dabei meine Lieblingsfigur. Er ist zuständig für Wohlstand und Glück und hat einen menschlichen Körper und einen Elefantenkopf. Der mächtige Shiva ist an dem Dreizack zu erkennen. Manchmal wird er als tanzender Gott Shiva Nataraja dargestellt. In seinem kosmischen Tanz symbolisiert er die Schöpfung, Zerstörung und Wiedererschaffung des Universums. Andere Decken haben Mandalas in Form von runden Kreisen mit Mustern. Mandalas sind im Hinduismus und Buddhismus verbreitet und haben dort religiöse Bedeutung.

Ganesha 240x210cm
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Tischdecken oder Tischläufer aus Baumwolle mit floralen Mustern oder Saristoffen verzieren den Wohnzimmertisch. Untersetzer für Gläser gibt es als weißes oder schwarzes Speckstein-Modell mit Intarsien aus Blumenmustern oder aus Holz mit geschnitzten Verzierungen.

Für den Tisch

Weiter gibt es jede Menge dekorative Dosen, Teelichthalter oder kleine Elefanten in allen Formen und Größen. Sie wissen sicher - Elefanten sollen Glück bringen! Bevor Sie allerdings die ganze Wohnung mit Nippes vollstellen, denken Sie daran - manchmal ist weniger mehr.

Lampen

Als letzte Idee besteht auch noch die Möglichkeit, sich eine neue Lampe aufzuhängen. Lampenschirme aus orangefarbener Baumwolle geben ein warmes Licht. Mit dem Ambiente kann man es sich bei einem leckeren Tee, stimmungsvoller Musik und vielleicht einem interessanten Buch so richtig gemütlich machen.

Viel Spaß beim Dekorieren!

Hier noch ein paar Impressionen aus meinem Indienurlaub:

Die Farben Indiens (Bild: Pixabay)

indische Schaukel in einem Palast (Bild: Pixabay)

Reisefieber, am 08.10.2013
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Bildquelle:
Raja Ravi Varma (Tausend Lichter und viel Geld)
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Reisefieber (Der indische Gott Ganesha – der kleine Dicke als Überwinder der Hin...)

Autor seit 3 Jahren
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