Der schlimme Fluch nach der bösen Tat

Drag Me To Hell - Cover der DVDFür die hübsche Christine (Alison Lohman) läuft es im Leben richtig gut. Sie hat einen guten Job bei der Kreditabteilung einer Bank und ihr fescher Freund Clay (Justin Long) liebt sie über alles. Wenn sie jetzt noch den Posten als stellvertretende Filialleiterin bekommen sollte, wäre ihr Glück perfekt! Dummerweise zeichnet sich ab, dass ausgerechnet ein ihr verhasster Kollege den Posten erhalten wird. Denn wie ihr mitgeteilt wird, ist sie zwar fachlich bestens beschlagen, aber einfach zu "weich" zu den Kunden.

 

Um ihrem Chef zu beweisen, dass sie auch hart sein kann, kündigt sie der alten Mrs. Ganush (Lorna Raver) den Kredit, wodurch sie ihr Haus verlieren wird. Eine Entscheidung, die Christine schon bald bereut. Nach Feierabend wird sie im Parkhaus von Mrs. Ganush angegriffen und mit einem Fluch belegt. Ein Wahrsager erklärt ihr, was dieser Fluch bedeute: Drei Tag lang wird die junge Frau von unsichtbaren Dämonen gehetzt, die sie schließlich in die Hölle zerren werden …

Der schlimme Fluch nach der bösen Tat

Drag Me To Hell: Tanz der Höllenteufel!

Sam Raimis Horror-Comeback

Nach seinen "Spiderman"-Filmen mussten Horrorfans schon befürchten, von Altmeister Sam Raimi vernachlässigt zu werden. Doch 2009 feierte der amerikanische Kultregisseur mit "Drag Me To Hell" sein Horror-Comeback. Immerhin erlangte Raimi durch seine "Tanz der Teufel"-Trilogie weltweite Berühmtheit und Popularität und weiß, was er dem Genre verdankt. Erfreulicherweise stellt sein neuer Horrorstreifen kein uninspiriertes Alibi-Werk dar, sondern vereint die aus "Tanz der Teufel" bekannten Stärken von Sam Raimi: Eine interessante Geschichte, Splattereinlagen und vor allem viel makabren Humor!

 

"Drag Me To Hell": Horror in Zeiten der Finanzkrise

Gerade zu Beginn zeichnet "Drag Me To Hell" ein köstlich ironisches Alltagsbild des frühen 21. Jahrhunderts. Wo Stephen King in seinem thematisch sehr ähnlich gelagerten Roman "Der Fluch" einen Unfall zum Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung eines amerikanischen Karrieristen mit einer Zigeunerfamilie machte, findet Raimi eine zeitgemäßere Ebene hierfür: Die Kreditabteilung einer Bank!

 

In weiterer Folge sucht die mit einem Fluch beladene Christine bei allerlei Esoterikern Hilfe, was zu allerlei brüllend komischen Verwicklungen und Zwischenfällen führt. Die vorgegebene Richtung des Filmes ist klar: Bitte nicht ernst nehmen! Gekonnt spielt Raimi mit bekannten Klischees – angefangen von der rachsüchtigen Zigeunerin über durchgeknallte Medien bis hin zu Tieropfern – und dreht sie durch die Humormangel.

 

Liebenswerte Alison Lohman

Besonders perfide: Der äußerst sympathisch wirkenden Hauptdarstellerin Alison Lohman vergönnt man den fürchterlichen Fluch nun gar nicht, insbesondere, da die "Strafe" für ihre böse Tat unverhältnismäßig groß erscheint. Neben Alison Lohman gehen die übrigen Darsteller ein wenig unter und können kaum Profil erweisen. "Drag Me To Hell" ist ganz klar auf die Protagonistin zugeschnitten.

 

Kleinere Schwächen schleichen sich bei den kaum vorhandenen Charakterisierungen ein. Die Schlusspointe kann ebenso nicht gänzlich überzeugen, ist sie doch von derlei langer Hand vorbereitet, dass sie vorhersehbar ist und somit klarerweise nicht mehr überraschen kann.

 

Wer von Folterhorror à la "Hostel" genug hat und vor makabrem Horror nicht zurückscheut, sollte unbedingt einen Blick in "Drag Me To Hell" riskieren. Mit diesem Genrestreifen ist Sam Raimi ein enorm unterhaltendes Werk gelungen.

Daten & Fakten

Originaltitel: Drag Me To Hell"

Regie: Sam Raimi

Produktionsland und -jahr: USA 2009

Filmlänge: ca. 99 Minuten

Verleih: Universal

FSK: Ab 16 Jahren

Deutscher Kinostart: 11. Juni 2009

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