Debatten um den möglichen Ausstieg einiger Länder aus dem Euro waren in letzter Zeit gar oft Gegenstand von Talk- Podiums- und anderen Veranstaltungen, heftige Auseinandersetzungen mit konträren Auffassungen und hitzigen Debatten nicht selten. Im "positiven Lager" dominiert die Richtung, der Euro sei ein wichtiger Faktor für den Frieden, ja sogar ein "Friedensprojekt" und für den Binnenmarkt von wesentlicher Bedeutung.

Der April schreibt nur schon wenige Tage. Noch hat der Winter Deutschland fest im Griff. Aber es ist sicher, das Frühjahr kommt. Wie schaut es damit in der Wirtschaft aus? Hier hat der Frühling nicht den kalendarischen Termin abgewartet. Zumindest die Frühblüher sind schon zu sehen und bekennen Farbe. So kann man die Aussagen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) deuten. Demnach kommt die deutsche Wirtschaft (nach einem mauen letzten Quartal 2012) wieder auf Fahrt. Für das BIP im ersten Quartal wird ein Zuwachs von 0,3 Prozent - bezogen auf das Vorquartal - erwartet. Die Nachfrage im Inland sei gestiegen, die Auftragslage aus dem Euroraum habe sich verbessert, die Löhne teilweise kräftig gestiegen, was den privaten Verbrauch ankurbelt. Andere Institute prognostizieren einen Anstieg des BIP bis 0,4 oder 0,5 Prozent. Das lässt hoffen und die düsteren Schlagzeilen fasst vergessen machen.

An den Aktienmärkten herrscht Gelassenheit. Zypern - ein Problem? Das Ringen und die Bemühungen um das Rettungspaket in Sachen Zypern, sogar einen ins Gespräch gekommenen Austritt aus dem Euro, lassen den Aktienmarkt kalt. Fast spurlos gehen die Unsicherheiten rund um Zypern an diesem Sektor vorbei. Börsenexperten bringen die Ursache dafür auf einen gemeinsamen Nenner: Zypern ist nicht systemrelevant.

Und tatsächlich, der DAX hat eine rasante Entwicklung genommen. Zuletzt war die Messlatte um die 8000 Punkte kein Hindernis. Wie ein durchtrainierter Spitzenathlet stieg der DAX über diese Marke. Und viele rechnen damit, dass er ein neues Allzeithoch in Bälde schaffen kann. Er ist spitzenmäßig in Form. Und es fehlt auch nicht an Aussagen, dass der DAX seine athletische Form beibehält und sogar den Sprung auf 8500 Punkte schaffen kann. Nein, nicht irgendwann. Hier ist die Rede von 2013.

Dennoch gibt es bedenkliche Stimmen. So am 31.1.2013 von Marc Faber, Fondsmanager: Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, zu einem gewaltigen Crash" (Handelsblatt vom 20.03.2013). Oder am 25.1.2013 Georg Soros, Investor: "Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg."

Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/trotz-zypern-krise-spanien-kommt-guenstiger-an-frisches-geld-/7963740.html

 

Die Situation für Festgeldanlagen

Natürlich sind gute Konjunkturdaten eine positive Sache. Bringen sie auch für den Anleger von Festgeld Hoffnung auf höhere Zinserträge? Nein, bringen sie nicht. Jedenfalls bezogen auf den Zeitraum des zweiten Quartals 2013 ist das nicht zu erwarten. Stagnation, was die Zinssituation betrifft. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihre nunmehr schon längere Zeit betriebene Strategie des "billigen Geldes" - zumindest vorerst - beibehalten. In zu vielen Ländern des Euro-Raums sind die Wirtschaftsdaten zu schwach, um daran etwas zu ändern. Auch wenn hier und noch etwas von Glut zu erkennen ist, ein Feuer wird daraus in nächster Zeit nicht entstehen. Die Situation der Volkswirtschaften in mehreren Euroländern ist abgekühlt, sie schwächelt und ist weiterhin eher krisenhaft als konjunkturell.

Wer sich für eine Festgeldanlage entscheidet setzt primär auf Sicherheit, weniger auf Ertrag. Auch wenn das bislang unverbrüchlich scheinende Phänomen "Geldanlagen sind sicher" durch die Zwangseinbehaltung von Spareinlagen in Zypern, Kratzer abbekommen hat. Es ist nicht zu erwarten, dass sich daran - besonders bezogen auf Deutschland und Einlagen bis 100.000 Euro - etwas ändert.

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