Norderney

Norderney (Bild: cocoparisienne / Pixabay)

Wellen, Wind und Meer: Erholung pur

Gestresste Großstädter finden auf Norderney endlich noch einmal Zeit um tief durchzuatmen und innerlich zur Ruhe zu kommen - zum Beispiel bei einem langen Spaziergang durch die Dünen, bei einer Fahrradtour rund um die nur 26 Quadratkilometer große Insel oder bei einer Wellness-Behandlung. Wer mag, bleibt auch ganz einfach im Strandkorb sitzen und verfolgt stundenlang das Spiel der Wellen und den Flug der Möwen über dem Meer - entspannender geht es nicht und dazu wird auch gleich die gesunde Nordseeluft getankt.

Der frischen Luft hat Norderney nämlich seinen Ruhm zu verdanken: Schon im späten 18. Jahrhundert erkannten Ärzte die heilsame Wirkung der salzhaltigen pollenfreien Luft an der Nordsee, die vor allem die Menschen in den gerade industrialisierten verschmutzten Großstädten wieder durchatmen ließ. Heute rauchen zwar keine Fabrikschlote mehr, doch dafür belasten die Schadstoffe des Verkehrs täglich die Großstadtlunge.

Das Seebad Norderney im Laufe der Zeit

Am 1.Mai 1800 wurde das erste deutsche Seebad der Nordseeküste offiziell eröffnet - und die Kurgäste campierten in Zelten, weil es noch kaum Unterkünfte gab. Diese entstanden erst so nach und nach, zum Beispiel das schöne Conversationshaus von 1840, in dem heute die Touristeninformation sitzt und das plüschige Kurtheater, in dem heute vor allem Gastspiele der Landesbühne Niedersachsen Nord gezeigt werden.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wuchs Norderney zu einer der gefragtesten Destinationen Mitteleuropas und in den Sommermonaten überstieg die Zahl der Gäste die Zahl der Einheimischen um das Zehnfache. Selbst Kaiser Wilhelm II. gab sich die Ehre, als er Reichskanzler von Bülow in seinem Sommerhaus besuchte. Selbst die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts konnten Norderney nicht viel anhaben: Schon Anfang der 60er Jahre tummelten sich jährlich über 100.000 Besucher auf der Insel, so dass zahlreiche neue Hotels und Appartementhäuser entstanden.

Für einen Knick sorgten lediglich die in den 70er Jahren immer populärer (und günstiger) werdenden Pauschalreisen ans Mittelmeer. Zwar lässt sich nicht leugnen, dass in Spanien öfter die Sonne scheint, doch immer mehr Urlauber wissen heute wieder die vielen anderen Vorzüge von Norderney zu schätzen: Die kurze bequeme Anreise mit dem eigenen Auto, das gesunde Heilklima, die langen sauberen Strände und die vielfältigen Unterhaltungsmöglichkeiten.

Die Sehenswürdigkeiten von Norderney

Auch die meisten Sehenswürdigkeiten von Norderney konzentrieren sich im Stadtzentrum, darunter das Wahrzeichen der Insel, das Kap. Es diente lange Zeit als Leuchtfeuer und Wegweiser für Schiffe, ehe es 1874 durch einen neueren größeren Leuchtturm ersetzt wurde. Dieser steht auf einer Düne in der Mitte der Insel und bringt es auf insgesamt gut 60 Meter Höhe. In den Sommermonaten können Urlaub den Leuchtturm hinaufsteigen und die schöne Aussicht über die umliegenden Inseln genießen.

Sollte es regnen - was an der Nordsee leider immer mal möglich ist - warten mehrere spannende Museen auf Besucher: Das bade-museum schildert anschaulich die Entwicklung von Norderney aus Seebad, während das Norderneyer Fischerhausmuseum den Einheimischen und ihren Traditionen gewidmet ist. Das Nationalparkhaus ist dem Weltnaturerbe Nationalpark Wattenmeer gewidmet (und kein nationales Parkhaus!) und vermittelt wissenswerte Einbicke in den außergewöhnlichen Lebensraum Wattenmeer. Hier können auch sachkundige geführte Spaziergänge im Wattenmeer gebucht werden - denn auf eigene Faust sollte sich niemand in die trügerische Nordsee bei Ebbe wagen. Schon so manchem Touristen wurde dabei der Rückweg abgeschnitten, wenn die Flut kam!

Wohin auf Norderney?

Sind Sie neugierig auf Norderney geworden? Dann schauen Sie doch einmal vorbei: Der Hauport der Insel befindet sich im Nordwesten, nur einen Kilometer vom Fähranleger entfernt. Hier befindet sich die größte Ansammlung an Hotels und Ferienwohnungen, sowie zahlreiche Restaurants, gemütliche Cafés und Geschäfte. Denn auch wenn die Insel klein ist, lässt sich hier vorzüglich shoppen - zum Beispiel Norderneyer Souvenirs vom Plüsch-Seehund bis zum Sanddorn-Schnaps. Östlich des Ortes dehnen sich noch mehrere Straßen mit Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Richtung Weiße Düne auch, doch der Rest der Insel ist völlig der Natur überlassen. Hier findet jeder Erholung und ein ruhiges Plätzchen in den Dünen.

Thalasso auf Norderney

Die heilsame Wirkung des Meeres war schon den alten Griechen bekannt, nach denen diese Therapieform Thalasso (griech. Thalassa = Das Meer) genannt wurde. Heute rühmt sich Norderney mit dem größten Thalassozentrum Deutschlands, das im alten Schwimmbad eingerichtet wurde. Das bade:haus norderney bietet nicht nur eine große Palette an Thalasso- und anderen Wellness-Behandlungen, sondern auch eine Saunalandschaft, ein Meerwasserschwimmbad und ein Spaßbad für die ganze Familie. Ideal vor allem in der Nebensaison, wenn die Nordsee zum Schwimmen nicht warm genug ist.

Natürlich fehlen auch andere Freizeitangebote auf Norderney nicht: Wassersportler kommen beim Windsurfen, Kitesurfen, Wakeboarding oder Stand Up-Paddling auf ihre Kosten und wer lieber auf dem Trockenen bleibt, kann am Strand Beachvolleyball oder Beachsoccer spielen - oder das aufregende Strandsegeln ausprobieren. Selbst einen Golfplatz bietet Norderney seinen Besuchern! Und wer gerne im Urlaub seltsame Sitten und Gebräuche der Einheimischen erkundet, braucht dafür nicht nach Asien oder Afrika fliegen: Die Norderneyer mit ihrem heißgeliebten Klootschießen nicht nicht weniger interessant. Probieren Sie es einmal selbst aus!

Hier noch einige Norderneytipps bzw. Anlaufstellen rund um Norderney:

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