Christliche Taufe

Die Taufe ist der allererste Schritt zum Christsein, sie gilt als das "Ja" zum Glauben und "Ja" zu Gott. Mit der Taufzeremonie wird der Täufling oder der Taufanwärter in die christliche Glaubensgemeinschaft aufgenommen. 

Das Taufwasser ist eines der wichtigsten Taufsymbole und steht für Stärke und Lebenskraft. Außerdem soll es den Täufling von allen Sünden reinwaschen. 

Da die Taufe in den meisten Fällen schon im Kindesalter stattfindet, wird die Konfirmation einige Jahre später als Bestätigung der Taufe gefeiert: Der getaufte Jugendliche ist nun alt genug, um sein"Ja" zum Glauben aus eigener Verantwortung zu sprechen. 

Das bedeutet: Nur wer getauft ist, kann später auch Konfirmation feiern.

Die Taufe gehört in der evangelischen Kirche zu den heiligen Handlungen, ist ein Sakrament. 

Zum Weiterlesen:

Warum gibt es Taufpaten?

Sakrament

Das Sakrament bezeichnet eine heilige Handlung im Gottesdienst. Sie ist ein Ritual mit Symbolcharakter und soll die Beziehung zwischen Gott und Mensch bekräftigen.

In der katholischen Kirche kennt man sieben Sakramente, in der evangelischen Kirche dagegen gibt es nur zwei Sakramente: Die Taufe und das Abendmahl. 

Mit der Konfirmation werden die getauften Jugendlichen auch zur Teilnahme am christlichen Abendmahl zugelassen. 

Das Wort Sakrament stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet ins Deutsche übersetzt "Heilszeichen" (sacer = heilig, unverletzlich). 

Abendmahl

Aus der Bibel stammt die Geschichte vom Abendmahl: Jesus von Nazaret sitzt vor seinem Tod zum letzten Mal mit seinen Freunden zusammen und nimmt mit ihnen eine gemeinsame Mahlzeit ein. 

Im christlichen Gottesdienst wird das Abendmahl als Sakrament, als heilige Handlung gefeiert. Das Abendmahl hat Symbolcharakter und soll an das Versprechen Jesu erinnern: "Ich werde immer bei euch sein."

Das gemeinsam eingenommene Abendmahl stärkt die Beziehung der Menschen zu Gott, festigt gleichzeitig auch die Gemeinschaft der Gläubigen.

Die beim Abendmahl verwendete Hostie bzw. das Brot symbolisiert den Leib Jesu, der Wein steht für das Blut, das Jesus am Kreuz für die Menschen vergossen hat.

Während sie aßen, nahm Jesus Brot, sprach das Dankgebet, teilte das Brot und gab jedem seiner Jünger ein Stück davon: "Nehmt und esst! Das ist mein Leib. Anschließend nahm er einen Becher Wein, dankte Gott und reichte ihn seinen Jüngern: "Trinkt alle daraus! Das ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird zur Vergebung ihrer Sünden vergossen. (Matthäus 26, 26-28)

Andere Begriffe für das christliche Abendmahl sind Tisch des Herrn oder Herrenmahl. Auch als Brotbrechen ist das christliche Abendmahl bekannt.

Auch der aus dem griechisch stammenden Begriff der Eucharistie wird in Bezug auf die Abendmahlfeier verwendet.

Eucharistie bedeutet übersetzt "Danksagung" und wird zum Beispiel in der katholischen Kirche verwendet, wo das Abendmahl als ein Dankopfer an Gott gilt. 

Segen, Einsegnung und Einsegnungsgottesdienst

Vom Online-Lexikon Wikipedia wird der Begriff der Einsegnung mit folgenden Worten definiert:

Ein Einsegnungsgottesdienst ist eine spezielle Form des christlichen gottesdienstlichen Segnens in evangelischen Kirchen, bei dem der Segen Gottes einem Menschen persönlich unter Handauflegung zugesprochen wird. (...) 

Der Konfirmationsgottesdienst wird auch Einsegnungsgottesdienst genannt, weil - neben dem Bekenntnis der Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie dem Gebet für sie - die Segnung im Mittelpunkt steht.

Der Begriff Segen leitet sich vom lateinischen Begriff "benedictio" ab, der ins Deutsche übersetzt bedeutet: "Jemandem etwas Gutes von Gott (her) zusagen"

Der Segen bzw. der Segenswunsch ist nicht "nur" ein guter Wunsch oder eine rituelle Handlung im Gottesdienst: Der Segen bezieht das höchste Gute ein, das Gute, das von Gott kommt.

Ein Segen(swunsch) kann mehrere Bedeutungen haben: Er kann ein Wunsch bzw. die Bitte um Schutz und Führung sein, die Bitte um Sicherheit und Geborgenheit, der Wunsch nach Liebe, Glück, Freude und Hoffnung.

Zum Weiterlesen: 

Fürbitte

Mit der Fürbitte bittet man Gott - jedoch nicht für sich selbst, sondern für einen anderen Menschen.

Die Fürbitte ist eine Art von Gebet, welches im Gottesdienst gesprochen wird - entweder im ganz normalen Gottesdienst oder zu bestimmten feierlichen Anlässen wie zum Beispiel der Taufe, der Trauung oder Konfirmation. 

Meistens sind es die Eltern und die Paten, die für die Konfirmanden ein Fürbittengebet lesen oder sprechen. Die Konfirmanden können ihr Fürbittengebet aber auch selbst schreiben.

Die Fürbitte ist ein sehr persönliches Gebet und es gibt viele Möglichkeiten, dieses besondere Gebet zu formulieren.

Wie formuliert man ein Fürbittengebet am besten?

Für ein Fürbittengebet gibt es ganz konkrete Regeln: Die Fürbitte besteht aus einer Einleitung, in der Gott direkt angesprochen wird. Im Hauptteil werden die unterschiedlichen Bitten formuliert. Der Dank an Gott ist der Abschluss des Fürbittengebets. Die Gemeinde kann einzelne Bitten durch ihre Gebetsrufe unterstützen, zum Beispiel: "Wir bitten dich, erhöre uns."

Traditionell kann sich das Fürbittengebet auch am wichtigsten christlichen Gebet, dem Vaterunser, orientieren. 

In früheren Zeiten wurde die Fürbitte auch als Allgemeines Kirchengebet bezeichnet. 

Zum Weiterlesen: 

Wie schreibt man ein Fürbittengebet?

Fürbittengebet zur Konfirmation

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