Emergency Room
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Michael Crichton und was ihm wichtig war

Michael Crichton begann seine Karriere als Medizinstudent in Boston. Im vierten Studienjahr schrieb er aufgrund seiner Beobachtungen in der Notaufnahme sein erstes Buch "Fünf Patienten". Vier Jahr später begann er mit dem Drehbuch zu Emergency Room. Ursprünglich als Kinofilm gedacht, und vielen Produzenten zu aufwendig und verwirrend, dauerte es einige Zeit, bis das Projekt jedoch als Serie von Steven Spielberg aufgegriffen wurde. Der Pilotfilm wurde ein riesiger Erfolg und der Serie stand nichts mehr im Wege.

Michael Crichton wollte das tägliche Leben in einer Notaufnahme realistisch und ohne Kitsch, anders als bisher im Fernsehen,

darstellen. Laut Kritiker ist ihm das auch bestens gelungen. Neben Kritik am Gesundheitssystem in der USA, Probleme beim Umgang mit Patienten, Ethikfragen, Tod, Selbstmord und Rassismus, haben auch die privaten Probleme der Charaktere genügend Platz. Michael Crichton legte größten Wert auf eine realistische Kulisse, welche aus massiven Wänden bestand. Dadurch wurde die Enge in den Fluren gut dargestellt. In den Schubladen und der ganzen Kulisse befanden sich nur Gegenstände, die auch in einem richtigen Krankenhaus benutzt werden. Als Statisten wurden zum Teil richtige Krankenschwestern eingesetzt, um den ganzen Ablauf noch realistischer zu gestalten, und die dazu beitrugen, dass der "Arzt" auch eine Klemme anstatt einem Skalpell in die Hand bekommt, wenn danach gefragt wird.

Auch die Kameraführung war damals einzigartig. Durch die engen Flure konnte kaum mit dem Kamerawagen gearbeitet werden, so dass die meisten Szenen mit Handkamera und besonderen Schwebesystemen gedreht wurden. Besonders aufwendig waren die extrem langen Plansequenzen, bei denen die Kamera ohne Schnitt die verschiedenen Stationen und Räume mitfuhr. Für die Schauspieler immer eine besondere Herausforderung.

Die medizinischen Fälle, die in die Notaufnahme eingeliefert wurden, waren

allesamt von medizinischen Beratern und von Ärzten und Krankenschwestern zusammengetragene, echte Notfallsituationen. Für die Recherche und Prüfung wurden jeweils mehrere Wochen angesetzt. Die Drehbuchautoren verbrachten selbst Zeit in Notfaufnahmen, um einen noch besseren Einblick in die Ereignisse zu bekommen. Die Behandlung erfolgte so, wie es bei echten Notfallsituationen der Fall wäre.

Emergency Room hat sogar Einfluss auf das reale Leben

Die Beliebtheit und Echtheit der Serie hatte zu Folge, dass sich die Bewerbungen von Ärzten in der Notaufnahme seit ER erheblich erhöhte und viel mehr Studenten sich für die Notfallmedizin entschieden hatten.

Im Rahmen von Fortbildungsveranstaltungen werden sogar Fälle und Szenen aus Emergency Room gezeigt und behandelt.  An der Berliner Charité gehört das Vorführen von "ER" zum Lehrplan im Bereich Notfallmedizin.

susivital, am 29.01.2012
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Bildquelle:
http://www.amazon.de (Horrorfilme: Nach wahrer Begebenheit oder frei erfunden?)

Autor seit 6 Jahren
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