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Was ist Epo?

Epo ist die Abkürzung für Erythropoetin. Mit Hilfe dieses Hormones wird die Produktion von roten Blutkörperchen im Körper angeregt. Unser Körper produziert es in den Nieren und in den umliegenden feinen Nierenkanälen. Mittlerweile kann es aber auch künstlich hergestellt werden.

Epo in der Medizin

Menschen mit einer geschädigten Niere können Erythropoetin nicht oder nicht in ausreichender Menge herstellen. Die vom Körper benötigte Zusammensetzung des Blutes ist dadurch nicht mehr gegeben, man wird müde, schlaff und krank.

Solche Menschen mit einer Niereninsuffizienz müssen durch Dialyse (Blutwäsche) im Krankenhaus ihr Blut von Abfallprodukten des Stoffwechsels befreien und mit den benötigten Substanzen anreichern. Die Einführung von Epo war hier ein Segen für die betroffenen Menschen.

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Epo im Sport

Epo wird meist vom Sportler selbst gespritzt.

Wie eingangs erklärt regt Epo die Produktion von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) an.

Rote Blutkörperchen binden Sauerstoff im Blut und transportieren diesen zu den Muskeln.

=> mehr rote Blutkörperchen => mehr Sauerstofftransport zu den Muskeln

nach 2 Minuten intensiver Belastung sind die primären Energiespeicher im Muskel (ATP + KP) die ohne Sauerstoff verstoffwechselt werden können erschöpft und der Körper benötigt Sauerstoff um weiter Energie bereitstellen zu können. Je mehr Sauerstoff er zur Verfügung hat, desto mehr Energie kann der Muskel produzieren. Aus diesem Grund wird Epo auch nur im Ausdauersport angewandt, einem Skispringer genügt das im Muskel gespeicherte ATP (Adenosintriphosphat) für seinen Sprung.

=> mehr Sauerstoff => mehr Leistung

 Der gedopte Sportler hat so die Möglichkeit mehr Leistung abzurufen als der ungedopte, ermüdet nicht so schnell und produziert nicht so viel Lactat.

Grenzen und Nachteile von Epo Doping

Bei zu hoher Zufuhr von Epo werden so viele rote Blutzellen gebildet dass das Blut immer weiter verdickt. Bei Leistungssportlern die von Haus aus einen sehr niedrigen Ruhepuls haben (also wenig Umwälzung durch das Herz) kann das so weit führen dass das Blut im Körper stehen bleibt und der Sportler einen Herzinfarkt erleidet.

Deswegen überwachen viele gedopte Sportler ihren Herzschlag elektronisch und/oder stehen in der Nacht auf und gehen ein Stück um die Blutzirkulation anzuregen.

Nachweis und Überführung des gedopten

Epo Doping kann über Harn- und Bluttests nachgewiesen werden.

In kleinen Mengen dosiert wird es jedoch sehr schnell vom Körper abgebaut und kann nicht mehr nachgewiesen werden.

Fall Dürr

Im Falle von Johannes Dürr gibt dieser zu sich (über kroatische Quellen) Epo besorgt und verabreicht zu haben. Als Gründe nennt er familiären Stress und den Druck die Familie finanziell versorgen zu können.

Ihm wird derzeit eine lebenslange Sperre angedroht.

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