Die Situation in Frankreich

Die EU-Kommission hat nicht viel Vertrauen in Frankreichs Aufschwung, schrumpfte das Bruttoeinkommen im Sommer doch um 0,1 Prozent. Auch soll im nächsten Jahr nur ein Plus von nicht einmal einem Prozent erreicht werden. Dies ist nur etwa die Hälfte von Deutschland. Die Befürchtungen der EU-Kommission sind hier begründet. Zunehmende Arbeitslosigkeit und Steuererhöhungen wirken sich negativ auf das Einkommen aus. Das Resultat: der Konsum nimmt merklich ab. Trotzdem soll das Wachstum bis zum Jahr 2015 um 1,7 Prozent steigen.

Italien steckt in der längsten Rezession seit dem Weltkrieg

Italien erlebt gerade die längste Rezession seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Schon im neunten Quartal in Folge schrumpfte die drittgrößte Volkswirtschaft der Währungsunion. Zwar legte die Industrie hier zu, aber die Geschäfte der Dienstleister gingen dafür zurück. Die lange Rezension hat das Land deutlich geschwächt. So wird für 2014 auch gerade einmal ein Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Bis zum Jahr 2015 soll es dann schließlich auf 1,2 Prozent weiter steigen. Auch wird im kommenden Jahr ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet. Da wird dann auch eine steigende Exportnachfrage nicht sehr viel nutzen.

Spanien hat es geschafft und in Griechenland geht es bergab

Spanien hat es geschafft und sich aus der Dauer-Rezession befreit. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs hier nach einer langen Schrumpfperiode im Sommer um 0,1 Prozent. Im nächsten Jahr erwartet die EU-Kommission dann ein Wachstum von 0,5 Prozent und bis 2015 sogar eines von 1,7 Prozent. Allerdings wird dieses auch nicht ausreichen, um die Arbeitslosigkeit zu senken. So erwartet man hier gerade einmal eine Senkung um 1 Prozent. Für Griechenland ging es hingegen seit dem Frühjahr um 3,8 Prozent bergab. Da Griechenland auch am stärksten von der Krise betroffen ist, erwartet man im nächsten Jahr nicht viel, nur ein kleines Wachstum um 0,6 Prozent. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit erwartet die EU aber für 2015 einen Anstieg um 2,9 Prozent.

Irland ist der Gewinner

Irland steht von allen Krisenländern am besten da und hat nun schon das dritte Jahr in Folge ein Wirtschaftswachstum zu verbuchen. Und es wird noch mehr erwartet: 2014 ein Wachstum um 1,7 und bis 2015 sogar um 2,5 Prozent. Export und Konsum kommen dabei immer mehr in Schwung und auch die Arbeitslosenzahl sinkt weiter und soll bis 2015 sogar auf 11,7 Prozent abfallen.

Portugal wächst und Zypern sinkt

Portugal hat bereits das zweite Jahr in Folge einen Aufschwung von 0,2 Prozent. 2014 soll auch ein Plus folgen, welches sich bis 2015 auf 1,5 Prozent sogar verdoppeln soll. Auch die Arbeitslosenquote soll 2015 etwas unter den diesjährigen Wert sinken. Zypern brach wirtschaftlich mit 0,8 Prozent so weit ein, wie kein anderes Euro-Land. Allein in diesem Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt um 8,7 Prozent abfallen. Auch im nächsten Jahr rechnet die EU-Kommission mit einem Abfall. Erst 2015 wird von einem Wachstum von gerade einmal 1,1 Prozent ausgegangen.

Fazit: Irland ist der Sieger und hat es geschafft. Spanien ist auf dem richtigen Weg, aber Zypern, Griechenland und Italien werden vorerst sicherlich auch weiterhin die Problemkinder unter den Euro-Ländern bleiben.

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