Ein Blickfang: Von Kopf bis Fuß verkleidet - Schlicht aber fantasievoll

Einmal den Reißverschluss hochziehen und fertig: Mit der neuen Ganzkörperverkleidung setzt man an Fastnacht, Fasching oder Karneval nicht nur einen Trend - man ist auch ruck-zuck verkleidet, ohne dass man sich Gedanken um Accessoires oder Schminke machen muss. Die elastischen Ganzkörperverkleidungen, die nach dem Namen ihrer Herstellerfirma oft "Morphsuits" oder auch japanisch "Zentai" genannt werden, wird man in der fünften Jahreszeit nun häufiger sehen.

Ein Morphsuit liegt wie eine zweite Haut eng am Körper an, weshalb er aus einem besonders elastischen Stoff besteht. Wer hineingeschlüpft ist, schließt den hautengen Anzug am Rücken mit dem Zipp. Ist der Reißverschluss zu, sind auch der Kopf und das Gesicht mit eingeschlossen. Auch die Hände verschwinden komplett in den angenähten Handschuhen.

Doch keine Panik: Sehen und atmen kann man durch den hauchdünnen Stoff ganz problemlos. Und sogar noch mehr ist drin: Wer trinken möchte, kann die Ganzkörper-Verkleidung dabei problemlos anlassen. Durch den dünnen Stoff ist auch das Trinken möglich. Allerdings wird dazu geraten, nur Wasser zu sich zu nehmen - das hinterlässt keine farblichen Abdrücke, Geruch oder klebrige Reste auf dem Stoff. Angeblich kann man sogar rauchen, wenn man einen Morphsuit trägt.

Wetten, dass...das der Hit wird - Mit dem Morphsuit im Mittelpunkt

Wer einen Morphsuit trägt, beamt sich ein bisschen in eine andere Welt: Es fällt leichter, sich ausgelassen und spaßig zu benehmen. An Fasching ganz klar ein Vorteil, wenn man in der zweiten Haut zum Überflieger wird.

 

Aber auch die Zuschauer sind hin und weg, sie werden zu Gästen einer außergewöhnlichen Performance. Dass er sich auf einer Party in den Mittelpunkt spielte - dem verdankt der Anzug seine Karriere. Die schottischen Brüder Ali und Fraser Smeaton waren hin und weg; sie gründeten 2009 mit ihrem Freund Gregor Lawson "Morphsuit", was die Metamorphose des Körpers andeute soll. Berichten zufolge verkauften sie inzwischen fast eine halbe Million der Over-all-Bodys - außer in ihrer Heimat vor allem in die USA und nach Australien.

Qual der Wahl bei den Modellen - Knallig bunt oder versnobt

Unifarbene Morphsuits in Knallgrü, Rot oder Gelb wirken effektvoll.

Doch längst hat das Design auch Morphsuit eingeholt. Es gibt gemusterte Modelle, Camouflage oder Knochen, Schachbrett oder Flagge und viele weitere Motive, die den Träger noch einzigartiger wirken lassen.

Einen super Effekt erzielt auch der Kellner: Den Frackträger gibt es ebenfalls in verschiedenen Farben.

Verwirrspiel zu mehreren - In der Gruppe besonders effektvoll

Kommt ein mit einem Morphsuits verkleideter Narr, wirkt er alleine schon richtig außergewöhnlich und klasse. Ganz spacig wird es natürlich, wenn gleich eine ganze Gruppe dieser seltsam verkleideten Wesen zu Fachtnacht, Fasching oder Karneval in der Halle auftaucht.

Besonders effektvoll wirken die Narren, wenn sie alle die gleiche Farbe tragen oder sich harmonisch bunt zusammenmischen. Von einer Mischung aus etwa grafischen Mustern und Kellnergarnitur beispielsweise wird abgeraten.

Eine großartige Choreografie braucht die Gruppe nicht einzustudieren - es genügt, wenn sich alle ein bisschen langsamer bewegen, dafür aber ausladende Gesten machen. Und schon wird ein banaler Auftritt zur künstlerischen Performance.

Ganz klar, mit dem "Morphsuit" verliert man seine Hemmungen. Genauso war die Erfindung auch gedacht, die aus Japan stammt und dort "Zentai" genannt wird. Seit den 60er-Jahren bereichert sie dort die Fetisch-Partys: Gertreu dem Motto "anfassen erlaubt" trugen die Teilnehmer die Ganzkörperanzüge. Dadurch wurden die Gäste nicht nur etwas zu enthemmter, sondern sie konnten auch ganz bequem anonym bleiben.

Myrtis, am 08.01.2013
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Bildquelle:
Heimo Cörlin (Frohes Fest: Texte für Weihnachtskarten)

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