Feld- und Acker-Rittersporn
Der Feld- oder Acker-Rittersporn ist Blume des Jahres 2026. Sein leuchtendes Blau und der lange Sporn begeistern nicht nur Hummeln. Aber aus den Äckern ist er heute bereits verschwunden.Feld- oder Acker-Rittersporn (Bild: a.sansone)
Der Acker- oder Feldrittersporn ist Blume des Jahres 2026
Seine botanische Familie sind die Hahnenfußgewächse, (Ranunculaceae). Alleine an die 20 Gattungen sind bei uns heimisch; vom gelb leuchtenden Hahnenfuß (Ranunculus) etwa, über die prachtvoll blau violetten Kuhschellen (Pulsatilla), das rote Adonisröschen (Adonis) und eben den blitzblauen Rittersporn (Consolida, Delphinium) oder die anmutigen weißen Windröschen (Anemone), es ist eine spannende Pflanzenfamilie. Der Ackerrittersporn ist wie viele seiner Verwandten leicht giftig. Medizinisch wurde er früher eingesetzt, weil man ihm eine harn- und wurmtreibende Wirkung zuschrieb.
Immer dem Namen nach:
Rittersporn = zusammengesetzt aus dem Ritter/Edelmann und dem Sporn aus der Vogelgestalt. Den Namen Delphinium verdankt der Hohe Rittersporn übrigens den Griechen, welche in den noch ungeöffneten gebogenen Blüten "springende Delfine" zu entdecken glaubten.
Feld- oder Acker-Rittersporn (Consolida regalis) Die Pflanze bevorzugt einen kalkhaltigen, humosen Lehmboden und kommt in Deutschland vom nordöstlichen Tiefland bis in die kalkreicheren Mittelgebirge und das Voralpenland vor, ist jedoch westlich des Rheins, im Norden und Nordwesten Deutschlands selten beziehungsweise fehlt dort ganz.
Die einjährige Pflanze wird bis zu vierzig Zentimeter hoch. Der Stengel ist stark verästelt. Sie hat wechselständige Blätter mit langen, schmalen Zipfeln. Die Blätter sind zwei- bis dreifachgeteilt. In lockeren Trauben stehen die tiefblauvioletten Blüten mit fünf Blütenhüllblättern. Auffällig ist der bis zu 2,5 Zentimeter lange Blütensporn, dem die Pflanze ihren Namen verdankt. Die Pflanze blüht von Mai bis September. (Quelle NABU)
Sein Verschwinden ist besonders auf die starke Unkrautbekämpfung mit Herbiziden zurückzuführen, auch die effektive Saatgutreinigung, wo sich früher doch noch viele Ackerbeikräuter eingeschmuggelt hatten, trägt zum Verschwinden bei. Gemeinsam mit dem Feldrittersporn verschwinden natürlich auch die anderen Ackerwildkräuter, wie Sommeradonisröschen, Haftdolde, Frauenspiegel oder auch die Kornblume. Das ehemals artenreiche Miteinander von Ackerwildkräutern und feldbewohnenden Tieren und den von Menschen angebauten Nutzpflanzen, leidet darunter. So sind für uns Mohn, Kornblume und Kamille, aber auch Feldhamster, Feldhase, Feldlerche und Rebhuhn oftmals leider nur mehr in der Erinnerung zu finden, aber nicht mehr vor Ort.
Noch mehr an "Ritterlichem" findet ihr in meinem Blog Allerlei Ritterliches rund um Pflanzen
Jungfer im Grünen, Hahnenfußgewächs (Bild: a.sansone)
Familie Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Von der zarten Jungfer im Grünen bis zu den meterlangen Ranken der Clematis bieten die Ranunculaceae eine große Bandbreite an beliebten Wild- und Gartenpflanzen.
Seine blauen Blüten mit einem Sporn in wenigblütigen Trauben oder Rispen, seine filigranen Stängel und Verästelungen eignen sich ganz wunderbar für ein kleines Wildbeet. Ich versuche ihn immer wieder (Achtung: Kaltkeimer - also entweder noch im Herbst oder im ganz zeitigen Frühjahr die Samen ausbringen) einjährig, deshalb fein in einem Beet mit einjährigen Sommerpflanzen anzusäen, oder mit Kornblumen, Kornrade und Kamille; manchmal überwintert auch die Blattrosette, ist mir schon einige Male vorgekommen,
Seine Besucher sind bevorzugt Hummeln oder andere langrüsselige Insekten. Der Nektar befindet sich in dem langen Sporn, kein Naschen möglich ohne die Blüte zu bestäuben. Klug gemacht.
Früher wurde sogar Wolle mit dem Blau der Blüten gefärbt.
Anmerkung: Die Hohen Rittersporne (Delphinium) sind vorwiegend Zuchtsorten; sie sind um einiges giftiger als der zarte Acker-Rittersporn. Schnecken lieben die Jungpflanzen!
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(Kleine Vogelkunde - heimische Wintervögel erkennen)
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