Die Handlung - Sparrow auf der Suche nach dem Jungbrunnen

Captain Jack Sparrow, wie immer grandios und unnachahmlich dargestellt von Johnny Depp, wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Er begegnet nach langer Zeit wieder Angelica (Penélope Cruz) und, wie könnte es anders sein, verliebt sich in sie. Inwiefern die Liebe auf Gegenseitigkeit beruht, dessen ist sich Sparrow nicht sicher. Vielleicht nimmt sie sich seiner nur an, um mit seiner Hilfe den sagenhaften Jungbrunnen zu finden. Wie sich zeigt, scheint Angelica tatsächlich skrupellos und gänzlich eigennützig zu handeln. So gelingt es ihr, den gewitzten Captain mit den schwarz umrandeten Augen an Bord der Queen Anne's Revenge zu bringen. Besitzer des Schiffes ist der furchtbare Blackbeard, gespielt von Ian McShane.

Das aberwitzige Abenteuer lässt damit nicht mehr lange auf sich warten und Sparrow ist hin und her gerissen zwischen Blackbeard und Angelica und weiß nicht, vor wem er mehr Furcht haben muss.

 Doch zunächst ist Jack Sparrow noch Gefangener des englischen Königs. Dieser verlangt von Ihm, dass er sich aufmacht, um zur Quelle der ewigen Jugend zu gelangen. All dies sollte unter dem Kommando von Sparrows großem Feind Barbossa, seinem ehemaligen ersten Offizier, stattfinden. Wie schon in Fluch der Karibik 1 bis 3 gelingt Johnny Depp als Lidschatten-Seemann auch hier die Flucht. Wie bei einem richtigen Piratenfilm, gibt es natürlich auch in Fluch der Karibik 4 eine geheimnisvolle Landkarte, die den Weg zum Jungbrunnen weißt. Doch an dieser haben noch andere großes Interesse und so segelt etwa eine ganze Armada spanischer Seeleute dem Objekt der Begierde hinterher. Insgesamt orientiert sich die Handlung an dem Roman "On Stranger Tides" von Tim Powers, ist jedoch deutlich oberflächlicher und bruchstückhafter gehalten. Eine Eins-zu-eins-Übertragung mit einem wahnwitzigen Jack Sparrow wäre aber wohl auch ein hoffnungsloses Unterfangen gewesen.

Fluch der Karibik 4 – Kritik - Nach den drei vorangegangenen Folgen war keine Logik zu erwarten

Nun gut, wer die ersten drei Teile mit Johnny Depp gesehen hat, und diese unterhaltsam und lustig fand, wird mit Sicherheit auch bei Fluch der Karibik 4 nicht unbedingt mit einer in sich schlüssigen und logischen Handlung rechnen – zurecht. Manches erscheint in der Tat etwas verworren. Vielleicht sind es auch die Längen, von denen es etliche gibt, die einen den Faden in den zweieinhalb Stunden verlieren lassen. Inwieweit die vierte Johnny-Depp One-man-show amüsant ist oder allmählich langweilig wird, ist sicherlich Geschmackssache und sollte jeder selbst entscheiden.

Vergleicht man bei aller Kritik, die in den ersten Zeilen vorausgeschickt wurde, Fluch der Karibik 4 mit seinen drei Vorgängern, so bleibt aber auch zu sagen, dass die Handlungsstränge, insbesondere im dritten Teil, weit verworrener und undurchschaubarer waren, als nun in Teil vier.

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Neuerung statt Verbesserung - Der 3D-Wahn mach auch vor Fluch der Karibik nicht halt

Die Idee des dreidimensionalen Bild- oder Filmgenusses ist nicht neu und hat schon immer fasziniert. Verständlich daher, dass man sich über die inzwischen fortgeschrittene Technik stürzt und daran weiterentwickelt. Schade nur, dass jetzt alle Filme plötzlich dem Trend angepasst werden und 3D scheinbar zur Pflicht wird – Äußerlichkeiten, die kein echter Gewinn sind! Eine weitere Neuerung ist, dass im Vierten Teil ein neuer Regisseur das Szepter in der Hand hielt. Nach drei Teilen unter der Regie von Gore Verbinski, wurde Fluch der Karibik 4 unter dem Musicle-Choreografen und Regisseur Rob Marshall gedreht. Das führte wohl auch zu den komischen aber witzigen Tanzeinlagen von Jack Sparrow etwa hoch oben auf Kokospalmen.

Man kann Fluch der Karibik 4 durchaus und zu Recht als kurzweilig bezeichnen. Kurzweilig aber vor allem deswegen, weil es turbulent und spektakulär zugeht, sicherlich nicht, weil einen die Handlung fesselt. Die Handlung scheint in der Tat nur Beiwerk zu sein.

Angeblich hat Johnny Depp in den letzen Filmen während des Drehs selbst den Überblick verloren, um was es nun tatsächlich geht…

Die Figur den Jack Sparrow scheint auf alle Fälle Johnny Depp auf den Leib geschneidert zu sein, bzw. er selbst hat an ihm wohl soviel Gefallen gefunden, dass er diesen Charakter mit all dem Gehabe unverwechselbar geprägt hat. Natürlich geht es wieder turbulent her: Mal hängt Sparrow am Kronleuchter, mal an einer rasenden Kutsche. All dies ist nach wie vor amüsant und man freut sich auf die weitere Handlung. Doch die bleibt irgendwie zunächst aus.

Fazit

Wer Spaß am tuntigen Getue des Jack Sparrows hat, das Johnny Depp unnachahmlich inszeniert, turbulenten Unfug teilweise in Splapstick-Manier liebt und keinen allzu großen Wert auf schlüssige Handlungsstränge legt, der wird auch in Fluch der Karibik 4 bestens unterhalten.

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Film-Daten zu Fluch der Karibik 4

Filmstart: 19. Mai 2011 
FSK: ab 12
Genre: Action, Abenteuer, Kommödie
Länge: 136 min

Darsteller: Johnny Depp, Geoffrey Rush, Penelope Cruz, Ian McShane, Stephen Graham, Judi Dench, Gemma Ward, Richard Griffiths, Keith Richards, Sam Claflin, Astrid Berges-Frisbey, Kevin McNally, Greg Ellis, Yuki Matsuzaki

Drehbuch: Ted Elliott, Terry Rossio

Regie: Rob Marshall

Kino-Trailer Fluch der Karibik 4
Autor seit 6 Jahren
363 Seiten
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