Statue von Frank "Pistol-Pete" Eaton (Bild: Warren Brown Photography / Flickr)

Frank Eaton arbeitete als US-Marshal für den Hängerichter Issac C. Parker

Mose Beaman, ein Freund Eatons, gab Frank einen alten Navy-Colt und lehrte ihn, die Waffe zu handhaben. Im Alter von 15 Jahren beschloss Frank, seinen Vater zu rächen. Er reiste nach Fort Gibson in Oklahoma. Bei der Kavallerie wollte er lernen, wie man mit einem Gewehr schießt. Doch er war zu jung, um der Armee beizutreten. Deshalb forderte er die besten Schützen des Forts zu einem Wettbewerb heraus. Nachdem er etliche davon gewonnen hatte, verlieh ihm Oberst Copinger, der Kommandant des Forts, das Schießabzeichen und gab ihm den Spitznamen "Pistol-Pete".

Im Alter von siebzehn Jahren arbeitete Frank Eaton als stellvertretender US-Marshal im Indianerterritorium für den als "Hängerichter" bekannten Isaac Charles Parker. Während dieser Tätigkeit suchte er unablässig nach den Mördern seines Vaters. Schließlich fand er Shannon Campsey und Doc Ferber in einem Blockhaus am Canadian River. Er erschoss zuerst Shannon Campsey, dann Doc Ferber. Als sich herausstellte, dass die beiden getöteten zu einer Bande von Viehdieben gehörten, machte die Viehzüchtervereinigung von Kansas den jugendlichen Frank Eaton zum Detektiv.

In Albuquerque fand Frank Eaton den letzten Mörder seines Vaters

In Southwest City stand er eines Tages John Ferber gegenüber, erinnerte ihn an seinen Vater und erschoss ihn. Wenig später erfuhr er, dass Jim und Jonce Campsey eine kleine Ranch in den Ozarks besaßen. Frank ritt hin, fand die Brüder vor dem Haus, richtete ihnen Grüße von den Toten aus und schoss. Erst 1886 fand er den letzten Mörder seines Vaters, Wyler Campsey, in Albuquerque, New Mexico, wo dieser einen Saloon betrieb. Er ging in den Saloon, schaute Wyler Campsey an, erklärte ihm, wer er war und erschoss ihn. Im Herbst 1889 erwarb "Pistol-Pete" Frank Eaton in Oklahoma eine Heimstättenparzelle in Perkins und eröffnete eine Schmiedewerkstatt.

Seine Fertigkeit mit den Revolvern zeigte er nur noch bei Schießwettkämpfen. Außerdem schrieb er zwei Bücher. Das erste war eine Autobiografie mit dem Titel: "Veteranen des alten Westens". Eaton erzählte darin Geschichten aus seiner Zeit als US-Marshal und Cowboy. Das zweite Buch, das dreißig Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wurde, trägt den Titel: "Lagerfeuer-Geschichten: Erinnerungen an eine Cowboy-Legende". Es enthielt eine Sammlung von Erinnerungen, die "Pistol-Pete" den vielen Menschen erzählt hatte, die ihn besuchten. Frank Eaton starb am 8. April 1958 im Alter von 97 Jahren.

BerndT, am 04.11.2014
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