Diese Urwald-Ratten sind sehr anpassungsfähig. Sie fressen überwiegend Wurzeln, Früchte aber auch Fleisch.

Ich wollte nicht unhöflich sein, und nahm das Gastgeschenk mit gemischten Gefühlen an. Da ich selber für Artenschutz eintrete, halte ich nicht viel vom Umquartieren nichtheimischer Rassen oder Pflanzen! Aber, da ich meinen Freund selber schon in Guyana besucht hatte? Wie gesagt, ich wollte nicht unhöflich sein. Also bekam Ratte Suzy einen Platz im Kaninchenstall.

Eine Woche später war sie weg. Die harten Nagezähne hinterließen nur ein recht großes Loch in den doch starken Brettern. Ich ging denn mal davon aus, dass sie keinen Monat überleben würde. Sind die Viecher doch an tropisches Klima gewöhnt. Und hier stand der Winter bevor. Was ich nicht wusste, die sind kompatibel mit Riesenmaulwürfen. Suzy hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach gepaart. Diese Opossumart ist extrem anpassungsfähig. Die Nachkommen nennt man in der Fachsprache Opojets, von jetter – französisch werfen.   

Heimat der Urwald-Ratten - Artenschutz ist wirklich wichtig und sollte ernst genommen werden!

Amazonien (Bild: eigen)

Dieser Maulwurfshügel in meinem Garten ist 1,50 m hoch.

Als erstes bemerkte ich, dass im Garten die Erde absackte. Metertiefe Gräben taten sich auf. Im benachbarten Wald stürzten unerklärlicherweise Bäume um.

Als dann meterhohe Erdauftürmungen über Nacht erschienen, fiel es mir wie Piranhaschuppen von den Augen. Diese neue Kreuzung musste bekämpft werden. Aber wie? Da die mit Mungos verwand sind, und sich auch mit Giftschlangen anlegen, sind die gegen fast alle neurotoxischen und hämotoxischen Gifte immun! Rattengift ist für die ein Leckerchen.

In die Falle ist bis dato auch noch kein einziges Tier geraten, dafür sind die zu klug.

Schäden verursacht von emigrierten Exoten.

Angefressene Wurzel (Bild: eigen)

Der Kammerjäger kam mit dem Bagger.

Da natürlich auch die Gefahr besteht, das die Opojets das Fundament meines Hauses zernagen, musste ich großes Geschütz auffahren. Der Garten war ein Labyrinth von Gängen, bis zu einem Meter tief. Meine Katzen hatten Angst nachts rauszugehen. Jede Nacht diese nagenden Geräusche nagen auch an den Nerven.

14 Tage wurde gebaggert, und ständig waren 3 -5 Jäger anwesend. Aber da braucht ja auch nur ein Tier zu entkommen, und die ganze Jagd war umsonst. Wir wissen ja auch nicht, wie oft Suzy geworfen hat. Normalerweise bringen die 4 – 6 lebende Junge zur Welt. Und die haben in Europa keine natürlichen Feinde. Ich habe einen Antrag auf Importgenehmigung für einen Jaguar gestellt. Der würde mit den Agouti-Maulwürfen recht schnell fertig. Aber dafür muss ich mein Grundstück mit einem 4 Meter hohen Metallzaun umgeben. Die Nachbarn wollen das auch nicht, wegen der Kinder. Die sind zum Teil auch nicht viel größer als die Beutelratten. Wären also noch im Bereich einer zünftigen Raubkatzen-Mahlzeit. Den Jaguar würde ich nach vollbrachter Arbeit selbstverständlich dem Kölner Zoo stiften.

Ich kann Euch nur einen Rat geben, lasst die Finger von Exoten!

 

Einige werden mir nicht glauben, halten das womöglich für einen Aprilscherz,

aber hier ist der BEWEIS!

 

Erlegtes Opojet, als Größenvergleich eine Schachtel von den Pillen, die ich immer nehmen muß.
Junges OPOJET zum Größenvergleich

Junges OPOJET zum Größenvergleich (Bild: eigen)

Autor seit 8 Jahren
320 Seiten
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