Anfangsschwierigkeiten nach der ersten Euphorie

Die meisten Frauen und Männer wünschen sich eine glückliche Partnerschaft, die von Harmonie und Vertrauen geprägt ist. Ist das euphorische Anfangsgefühl nach dem ersten Kennenlernen langsam abgeebbt, warten allerdings die ersten Schwierigkeiten, die manche junge Liebe auf die Probe stellen. Zu Beginn einer Beziehung leben beide Partner in einem Überschwang der Gefühle. Bei Männern setzt nach einer gewissen Zeit allerdings eine Unverbindlichkeitsphase ein. Die Gründe liegen in unterschiedlichen Erwartungen bei Frauen und Männern.

Wenn Männer emotional auf Distanz gehen

Diese Unabhängigkeitsphase äußert sich bei Männern, indem sie zur Partnerin emotional auf Distanz gehen. Die Aufmerksamkeit für die Partnerin lässt nach und die Gespräche über die eigenen Gefühle werden seltener. Unvermittelt benötigt er größeren Abstand und zieht sich mehr und mehr zurück. Diese Phase der scheinbaren Gefühlserkaltung durchlebt nahezu jeder Mann. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Bewertungen der Beziehung durch die Frau und den Mann. Gibt die Frau zu früh ihre innere Unbekümmertheit und Souveränität auf, weil das Bedürfnis nach Sicherheit und Verbindlichkeit überwiegt, zieht sich der Mann zurück. Der Zeitpunkt für eine tiefe Bindung ist für ihn noch nicht gekommen. Frauen können dieser Rückzugsphase begegnen, indem Sie ihre Position der Stärke nicht aufgeben und nicht in eine Abhängigkeitsrolle schlüpfen.

Liebeskiller Alltag: Kleine Rituale stärken die Partnerschaft

Haben sich zwei Partner gefunden und die anfänglichen Beziehungshürden gemeistert, kehrt nach einer gewissen Zeit der Alltag ein. Die Kinder gehen zur Schule, beide gehen jeden Tag zur Arbeit und am Wochenende trifft man sich mit Freunden: Routine bestimmt insbesondere in langjährigen Beziehungen den Tagesablauf. Wenn schließlich die Gespräche über gemeinsame Träume und Wünsche und gemeinsame Erlebnisse immer weniger werden, ist es höchste Zeit gegenzusteuern. Sich gegenseitig Zeit zu schenken, spielt vor diesem Hintergrund eine große Rolle. Kleine Rituale, die in den täglichen Alltag integriert werden, stärken den Zusammenhalt in der Partnerschaft. Das kann ein gemeinsames Frühstück am Sonntagmorgen sein, ein gemeinsamer Spaziergang am Wochenende oder die gemeinsame Tasse Tee nach einem Arbeitstag.

Gespräche fördern das Vertrauen und schaffen Nähe

Viele Paare haben es in einer langjährigen Partnerschaft verlernt, miteinander über ihre Wünsche, Träume und Emotionen zu reden. Jede Beziehung lebt vom Austausch. Findet keine Kommunikation mehr statt, lebt man nebeneinander her und nicht miteinander. Die Zeit für ein kleines Gespräch sollte an jedem Tag eingeplant werden. Wichtig sind das Benennen der Wünsche und eine konkrete Begründung der eigenen Bedürfnisse. Dabei können dem Partner die eigenen Gedanken und Erlebnisse mitgeteilt werden. Das fördert das Vertrauen und schafft Nähe. Ebenso wichtig ist es, nach einem Streit aufeinander zuzugehen und den Konflikt beizulegen. Eine starke Partnerschaft zeichnet sich dadurch aus, dass jeder zum Einlenken und Verzeihen bereit ist. Den ersten Schritt zu einem versöhnenden Gespräch zu tun, hat dabei keineswegs etwas mit Schwäche zu tun.

Autor seit 3 Jahren
57 Seiten
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