Gold kostet über 1500 US-Dollar

Das Edelmetall Gold erlebt derzeit einen enormen Boom und spiegelt sich in einem steigenden Goldpreis wieder. Zur Zeit müssen 1505,68 US-Dollar mit Stand 21.04.2011 für eine Unze (31,1 Gramm) des wertvollen goldenen Metalls gezahlt werden. In Euro umgerechnet sind es 1033,27 Euro, die Anleger zu zahlen haben und ein Ende der starken Nachfrage ist derzeit nicht in Sicht.


Gründe

Die Gründe für den Gold-Boom sind vor allem wirtschaftliche Fakten. Der erste Grund sind die USA, die mit 14,3 Billionen US-Dollar praktisch pleite sind. Der Schuldenstand entspricht rund 92 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung und die demokratisch geführte US-Regierung unter Barack Obama sieht sich zu einem harten Sparkurs gezwungen. Im Repräsentantenhaus haben die Republikaner allerdings mittlerweile wieder die Mehrheit und wollen vor allem im sozialen Bereich kürzen. Der Verteidigungshaushalt ist mit rund 600 Milliarden US-Dollar der größte Ausgabeposten der USA aber sowohl die Demokraten als auch die Republikaner scheuen sich dieses Budget zu kürzen. Das Militär zählt Millionen Arbeitnehmer und niemand will Ärger mit den Soldaten haben. Die beiden Parteien haben sich allerdings darauf verständigt in den nächsten zehn bis zwölf Jahren rund 4 bis 6 Billionen US-Dollar zu sparen.Fast zu schön für eine Wertanlage




Der zweite Grund ist die europäische Einheitswährung Euro, die mit einem milliardenschweren Rettungsfonds der EU vor dem Niedergang bewahrt wird. Die Schulden Griechenlands sollen nach dem aktuellen Stand entweder umgeschuldet oder erlassen werden. Die Bundesrepublik Deutschland muss bis zu 22 Milliarden Euro in den Rettungsfonds einzahlen und im Endeffekt zahlen wir Bürger wieder die Zeche für die Schuldenpolitik anderer EU-Länder. Zur Zeit hat Deutschland einen Schuldenstand von 2 Billionen Euro und bis zum Jahr 2013 soll zumindest ein ausgeglichener Haushalt ohne neue Schulden erreicht werden.

Bildquelle: "Goldbarren und Geld" von Thorben Wengert / Pixelio.de

Goldpreis-Entwicklung


Goldcharts

Vertrauen in Papiergeld schwindet

Die Bürger und Unternehmen verlieren langsam das Vertrauen in das Papiergeld. Es wird verstärkt in Goldmünzen, Goldbarren, Silbermünzen und Silberbarren investiert. Das Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als sichere Wertanlagen in Krisenzeiten. Die beiden Edelmetalle sind wertbeständig, physisch greifbar und weltweit als Zahlungsmittel anerkannt. Nach Einschätzung einiger Analysten könnte der Goldpreis bis zum Jahresende 2011 bei 2000 US-Dollar liegen. Ich persönlich rechne mit 1800 US-Dollar für eine Unze Gold. Die Leitwährungen Euro und US-Dollar werden in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren während die chinesische Wähung Yuan an Boden gewinnen wird. Der einzelne Bürger ist gut beraten, sich ein Vermögen aus Goldmünzen und Silbermünzen aufzubauen. Denn sollte der Euro wertlos werden, so hat man zumindest eine Zeit lang ein sicheres Zahlungsmittel in der Hand.

Wer selbst Geld in Gold investieren möchte, der sollte wegen der Handlichkeit und geringen Platzbedarf auf Münzen statt Barren setzen. Empfehlenswerte Goldmünzen sind der südafrikanische Krügerrand, Gold Maple Leaf und American Gold Eagle. Die Bezahlung mit Goldbarren dürfte sich beim Einsatz als Zahlungsmittel schwierig gestalten. Die Goldmünzen sind in den Einheiten 1/10 Unze, 1/4 Unze, 1/2 Unze und 1 Unze erhältlich. Die kleinste Einheit 1/10 Unze kostet derzeit rund 120 Euro und ist somit auch für Normalverdiener erschwinglich. Ein Gold-Sparplan mit einem monatlichen Sparbeitrag von mindestens 100 Euro kann langfristig ein ansehnliches Goldvermögen aufbauen. Das Gold bleibt also nicht nur den Spitzenverdienern und Millionären vorenthalten.

Bildquelle: Eigenes Foto

Infoblogger, am 21.04.2011
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