Aufteilung der Wandflächen und Farbauswahl

Zunächst entscheiden Sie, welche Formen Sie an welcher Stelle der Wandfläche haben möchten. Egal welche Formen Sie wählen, ob Quadrate, Rechtecke, Rauten, Dreiecke, Bänder oder Kreisflächen – es ist eigentlich alles machbar. Machen Sie sich dazu am besten eine kleine Skizze.

Die Farben der eigentlichen Wandfläche und der Form sollten für einen ausreichenden Effekt kontrastreich sein. Die Hintergrundfarbe kann sowohl heller als auch dunkler als die Farbe der Form sein. Das ist letztlich eine Geschmacksfrage. Genau wie die Farben selbst. Und für Ihr Wohnzimmer wählen Sie sicher andere Farben als für Ihr Schlafzimmer, ein Kinderzimmer oder die Küche.

Flächen und Formen der Wände festlegen

Zeichnen Sie die Trennlinien zwischen den Flächen beziehungsweise die Position der Formen grob direkt auf die Wände. So können Sie sich vorab eine bessere Vorstellung machen, wie das Ergebnis aussieht und noch Korrekturen vornehmen. Gerade bei großen Wänden kann man sich sehr verschätzen.

Wollen Sie später bestimmte Bilder oder Objekte in die neuen Farbabschnitte hängen, müssen Sie deren Größe und Form in Ihre Überlegungen mit einbeziehen. Achten Sie vor allem auf die Höhe. Meistens werden Bilder viel zu hoch gehängt.

Streichen der Hintergründe und Formen

Streichen Sie zunächst den Hintergrund, dann ist das spätere Anbringen des Klebebandes einfacher. Die Bereiche der Formen können Sie aussparen, ihre Ränder müssen aber überstrichen werden. Kalkulieren Sie also nicht zu knapp! Bevor es weitergeht, lassen Sie ihn gut trocknen.

Jetzt gilt es messen. Dazu sollten Sie eine Wasserwaage einsetzen. Ziehen Sie die Linien leicht mit Bleistift auf die Wände. Kleben Sie nun die Außenränder Ihrer Form ab. Als Klebeband hat sich Malerkrepp bewährt, aber nicht das Band mit der rauen Oberfläche. Es gibt auch Malerkrepp mit glatter Oberfläche, das nur wenig Klebkraft besitzt, und für diese Arbeit geeigneter ist.

Nun streichen Sie die Ränder mit der Hintergrundfarbe über. Ja, Sie haben richtig gelesen: Mit der Hintergrundfarbe. Damit werden kleine, übrig gebliebene Hohlräume unter dem Klebestreifen aufgefüllt. Dies ist vor allem bei einer rauen Tapete wie Raufaser wichtig. Auch dieser Anstrich muss zunächst trocknen, bevor Sie endgültig die Farbe für die Form anbringen.

Nach dem Trocknen dieses letzten Anstrichs, entfernen Sie das Klebeband sehr vorsichtig, damit die Farbe darunter nicht mit entfernt wird. An ein paar Stellen ist dies allerdings nicht zu vermeiden und an den Rändern der Formen wird auch die eine oder andere unsaubere Stelle sein. Korrigieren Sie diese Bereiche einfach mit einem sehr kleinen Pinsel.

Sonderformen für die Aufteilung der Wände

Bei Kreisflächen oder ovalen Formen hilft eine Schablone aus Pappe oder auch dickem Papier. In diesem Fall streichen Sie zuerst die Form. Zum Aufzutragen der Hintergrundfarbe können Sie dann die Schablone zur Hilfe nehmen. Frei gezeichnete, unregelmäßige Formen bedürfen einer sehr sicheren Hand, da deren Ränder nicht mit Klebebändern oder Schablonen festgehalten werden können.

Möchten Sie schräge Strukturen, wie auf den Photos zu sehen, verwenden Sie zur Abgrenzung eine dünne Schnur, die Sie einfach mit einer Stecknadel in der Tapete befestigen. Um die leichte Bleistiftlinie anzubringen, setzen Sie wieder die Wasserwaage ein, diesmal als verlängertes Lineal. Sie müssen allerdings aufpassen, nicht zu sehr an der Schnur zu ziehen. Sonst reißen Sie die Stecknadeln wieder heraus und Sie können von vorne anfangen.

Die Arbeit kostet insgesamt viel Zeit, vor allem auf Grund der Wartezeiten zwischen den Anstrichen. Das Ergebnis kann sich dann aber sehen lassen. Und es ist Ihr eigenes, individuelles Werk!

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Autor seit 4 Jahren
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