Bauern (Bild: Pixabay)

Man braucht ja eigentlich nur den Fernseher einzuschalten, um Beispiele zu finden

Sei es der Sieger einer (für den Grimme Preis nominierten) Fernsehshow, Multimillionäre, die ihren Kopf (wenn überhaupt) nur zum Haare schneiden benutzen, eine Blondine, die (immerhin ehrlich) selber sagt: "Was man nicht im Kopf hat, muss man im Körbchen haben", oder (um bei dem Berufsstand der Landwirte zu bleiben) Bauern, die sich ihre Traumfrau über eine Kuppelshow suchen und damit anscheinend auch noch Erfolg haben. 

Aber auch im privaten Umfeld wird wohl jeder schon einmal solch ein Phänomen erlebt haben.

Also wollen wir doch einmal der Frage nachgehen, warum wirklich viele Menschen mit einem offensichtlichen Mangel an Verstand, Dinge schaffen, von denen (vermeintlich?) intelligente Menschen nur träumen (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel).

Theorie 1: Einfach nur Glücksache

Also die Aussage, dass hierbei einfach nur Glück im Spiel ist, finde ich ein wenig zu einfach.

Ich für meinen Teil glaube ja sowieso nicht an die Gustav-Gans-These, dass es Menschen gibt, die immer nur Glück haben und andere, die ständig vom Pech verfolgt werden.

Meiner Meinung nach spielt hier die innere Einstellung eine sehr wichtige Rolle.

Theorie 2: Wer geistig nicht ganz so auf der Höhe ist, gleicht das Defizit durch harte Arbeit aus

Das könnte ich mir schon eher vorstellen, vorausgesetzt natürlich, demjenigen ist überhaupt klar, dass ein Defizit vorhanden ist, das es auszugleichen gilt.

So besteht aber zumindest in der Arbeitswelt die Möglichkeit, durch harte Arbeit Erfolge zu erzielen.

Bei der Partnerwahl greift diese Theorie natürlich nicht. Hier könnte zwar jetzt ein anderes Sprichwort angewendet werden, das bestimmte Vorzüge von dummen Menschen beschreibt, aber das ist ein anderes Thema.

Theorie 3: Intelligente Menschen machen sich mehr Gedanken darüber, das etwas schief gehen könnte

Mit dieser Theorie kann ich am meisten anfangen. Wer andauernd das Für und das Wider einer Idee oder sogar seines Traums abwägt, läuft viel zu oft Gefahr, dass bei ihm das "Wider" überwiegt und er gar nicht erst den Versuch startet.

Macht man sich aber erst gar keine Gedanken über eventuelle Misserfolge, ist das nicht selten der erste Schritt zum Erfolg.

Das heißt natürlich nicht, dass man seinen Verstand vollkommen ausschalten sollte (sonst landet man nachher wirklich noch im Dschungel). Und es heißt auch ganz bestimmt nicht, dass Leute, die mehr aus dem Bauch heraus handeln, dumm sind. Also nicht, dass mich hier jemand falsch versteht.

Aber es ist eben ein Unterschied, ob man versucht zuerst einmal alles mit seinem Verstand zu analysieren, oder ob man hin und wieder einfach nur das tut, was einem in den Sinn kommt, und was man gerne möchte.   

Durch diese Frage ergeben sich übrigens auch durchaus ernst gemeinte Diskussionen zum Thema Kartoffelanbau

Nun habe ich ja, nachdem mir die Idee für diesen Artikel kam, ein wenig im Internet nachgesehen, um herauszufinden, was über diese Frage so geschrieben wird.

Was mich dabei ein wenig überrascht hat, war die Tatsache, dass die Frage "Haben die dümmsten Bauern wirklich die dicksten Kartoffeln?" besonders häufig in Gartenforen auftaucht.

Jetzt frage ich mich, ob diese Hobbygärtner der Ursache auf den Grund gehen möchten, warum ihre Kartoffeln zu klein sind. Vor allem aber, was Sie denn gedenken, daran zu ändern.

Aber wahrscheinlich reicht diese Frage alleine schon aus, um eine ertragreichere Ernte zu bekommen.

monros, am 03.02.2013
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