So eine schöne lange Kanone als Halter für meine Hängematte wär es doch mal.

Wenn man Eisenpfosten ergattern kann, sollten diese auch tief genug in die Erde. 80 – 100 cm tief sollte das Loch schon sein. Ein Loch ist ein gewisses Nichts, das von einem gewissen Etwas umgeben wird. Hier schaufeln wir halt eine Kuhle in Mutter Erde. Durchmesser ebenfalls fast einen Meter. Ist die Richtung und der Standort festgelegt, wird das Loch für den zweiten Pfosten mindestens 2,8 Meter, besser 3,5 Meter entfernt gebuddelt. Besonders am oberen Rand entsteht durch die Hebelwirkung  doch enormer Befestigungsbedarf. Deshalb senke ich die Metallstützen mittig in die Kuhle, richte selbige mittels einer Wasserwaage aus. Bevor ich das Ganze mit Beton ausgieße, werden Steine und alte Gehwegplatten eingefügt. Je besser der Halt, desto mehr Eis kann man essen. Besonders in Zugrichtung darf nicht mit Material gespart werden, sonst "plums"! Die Entfernung kann man auch abschreiten. 5 gute Schritte reichen auch aus. Bitte bedenken, ihre Miez hat kürzere Beine!   

Wer nicht tief fallen will, sollte tief buddeln!

So sieht ein Loch aus (Bild: eigen)

Glück gehabt, sind zwar keine Kanonen, aber genauso stabil.

Ein Nachbar hat seinen Vorbau abgerissen, da blieben diese beiden stabilen Stützen über. Die werden mir gute Dienste tun. Nur, wenn die einmal einbetoniert sind, kann man die nicht mehr umstellen. Deshalb vorher überlegen, und den Standort festlegen. Hängematten haben etwas an sich. Früher schliefen die Matrosen unter Deck darin. Bekannt sind die handgemachten aus Brasilien, Kolumbien oder Mexico. Sie haben das Flair tropischer Länder. Sind aber auch sehr praktisch. Wiegen kaum etwas, nehmen wenig Platz weg, sind also ideal für Wanderungen. Bäume gibt es schließlich überall, eine Plastik-Plane drüber, schon hat man ein Nachtquartier. Die Spannung sollte stimmen, damit jeder ausgestreckt gut schlafen kann, ohne sich zusammenzukrümmen. Es gibt Stabhängematten, und ohne Stab. In allen Farben und vielen hautfreundlichen Stoffen. Ob ultraleichte Reisehängematte, oder aus original Tuch kolumbisch. Für Kinder, Erwachsene, dicke Erwachsene und sogar für Paare. Ich brauch das Gefühl einfach ab und zu. Es gehört zu meinem Life-Style.  

Natürlich kann man auch Bäume pflanzen, aber das dauert!

Die gibt es aus Fallschirmseide, Baumwolle oder gewebtem Tuch. Meine nehme ich bei schlechtem Wetter ab. Deshalb kommen an die Pfosten Befestigungen mit Ketten. Somit kann ich die Seile der Matte mit Karabinerhaken leicht ein- oder aushängen. Deshalb ist auch die Entfernung von 3 Metern 50 gerechtfertigt.Sind die Aufhängungen zu locker, hängt der Schläfer durch. Zu straff ist auch unbequem. Bei der Kette kann ich ausprobieren, welches Glied die richtige Spannung gibt. Die Indianer im Urwald schlafen ihr ganzes Leben in solchen Gebilden. Im Urwald gilt, kein Bodenkontakt wegen der Krabbeltiere. Beim Camping war meine Matte mir immer lieber, als eine Luftmatratze. Ich hab stets entspannt geschlafen und war ausgeruht. Für die Tropen gibt es die auch mit Dach und eingebautem Moskito-Netz. Der Vorteil ist aber hauptsächlich das Gewicht gegenüber einem Zelt und dem ganzen Krempel. Sobald die Pfosten fest sind, kann ich wieder von fernen Ländern träumen. Was fehlt, ist eine nette Latina, die mir eisgekühlten Punch-Coco serviert. Und hinterher ein dickes Eis!     

Die müssten jetzt aber meinen Heißhunger auf Eis aushalten

Die Masten stehen, müssen noch eintrocknen (Bild: eigen)

Autor seit 6 Jahren
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