Die Vorteile von Häkelanleitungen in Häkelschrift

Auch ohne Anleitungen in Häkelschrift kommt man bei diesem Hobby heutzutage ganz schön weit und benötigt diese nicht zwangsläufig – sofern man sich auf Anleitungen in Sprachen beschränkt, die man gut versteht. Die schönsten Kirschen jedoch hängen in Nachbars Garten und im Falle von Häkelmustern in Japan oder China. Will man diese zauberhaften Häkelanleitungen nacharbeiten, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Chinesisch/Japanisch lernen oder sich mit der viel einfacheren Häkelschrift auseinandersetzen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie die wichtigsten Fakten für die Häkelarbeit nicht aus einem langen Text heraussuchen oder in einer bestimmte Stelle im Video finden müssen, sondern sie in aller Kürze vor sich liegen haben. Sie sehen einfach ganz genau und auf einen Blick, wo welche Masche hingehört.

Die Leserichtung bei Häkelmustern in Häkelschrift

Das Lesen einer Häkelschrift erfolgt normalerweise immer von der Seite aus, auf der die Nummer der Reihe steht. Im folgenden Beispiel wird die erste Reihe also von links nach rechts und die zweite Reihe von rechts nach links gelesen. Dabei zu beachten ist, dass der Luftmaschenanschlag (hier in schwarzer Farbe) nicht als Reihe zählt. Sie beginnen also immer mit der Anschlagsreihe und fahren danach mit Reihe 1 fort.

 

Häkelschrift in Hin- und Rückreihen

Häkelschrift in Hin- und Rückreihen

Häkelschrift in Runden lesen

Möchten Sie allerdings in Runden häkeln, dann gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Wenden Sie nach jeder Runde die Arbeit, dann ändert sich am Lesen der Häkelschrift nichts.

Andere Muster jedoch erfordern es, dass Sie immer in die gleiche Richtung häkeln – dann wird die Häkelschrift auch immer nur in eine Richtung gelesen (und hat dann auch nur auf einer Seite die Zahlen stehen). Achten Sie dabei auf die Anweisungen in der Beschreibung.

Bild 2: Häkelschrift in Runden

Bild 2: Häkelschrift in Runden

Mustersätze – Erklärung

Viele Häkelmuster haben Mustersätze. Diese werden mit dem Kürzel "MS” bezeichnet. Ein Mustersatz ist die Wiederholung bestimmter Teile des Musters in der Häkelarbeit. Normalerweise teilt ein Muster in die folgenden Bestandteile auf:

  1. Die Maschen am Beginn der Häkelarbeit, also vor den Mustersätzen.
  2. Eine bestimmte Anzahl von Mustersätzen.
  3. Die Maschen am Ende der Arbeit, also nach den Mustersätzen.

Um die richtige Anzahl für den Maschenanschlag zu berechnen, zählen Sie die Maschen vor den Mustersätzen und die nach den Mustersätzen zusammen und addieren die Maschenanzahl für die benötigten Mustersätze hinzu. In der untenstehenden Grafik sind das zwei Maschen + drei Maschen + vier Maschen pro Mustersatz.

Rot = vor dem Mustersatz

Blau = nach dem Mustersatz

Grün = Mustersatz 

Schwarz = Mustersatz, beliebig oft wiederholt

Die Häkelschrift – kein Buch mit sieben Siegeln

Das Kurioseste bei der Häkelschrift sind die Symbole. Möchten Sie nach Häkelschrift arbeiten, dann müssen Sie wissen, was die Symbole bedeuten. Bei deutschen Anleitungen ist in der Regel eine Legende mit Erklärung der Symbole dabei, die so aussehen kann:

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Bei chinesischen Mustern auch – nur können Sie diese ja nicht verstehen. Zum Glück ist Häkelschrift fast auf der ganzen Welt einheitlich, sodass Sie mit ein wenig Lernarbeit die Symbole schnell auswendig können – zumindest die, die am häufigsten benötigt werden: Luftmaschen, feste Maschen, Stäbchen, Doppel- und Dreifachstäbchen.

AlphaBeta, am 17.08.2014
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Bildquelle:
Ruth Weitz (Upcycling: Aus Müll und Schrott Nützliches und Dekoratives herstellen)
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