Wo diese Quellen und Schalensteine in Österreich, speziell in Niederösterreich und dem Burgenland zu finden sind, kann man in dem Buch "Heilige Quellen – Niederösterreich & Burgenland" nachlesen. Autoren des Bild-Bandes sind Sigrid Hirsch und Wolf Ruzicka. Verlegt wurde das Büchlein im Verlag freya. Es ist meines Wissens so ziemlich das einzige Werk am Markt wo man komprimiert Angaben zu Quellen in den beiden österreichischen Bundesländern Niederösterreich und Burgenland findet.

Es ist alphabetisch aufgebaut und gibt die wichtigsten Informationen zu den Stätten wieder. Außerdem findet sich eine übersichtliche Landkarte, auf der die Orte eingezeichnet sind. Bei jeder Kurzbeschreibung der einzelnen Quellen steht auch eine hilfreiche Erklärung zur Anfahrt. - Insofern eignet es sich das Buch hervorragend zum Planen von Ausflügen und Touren. Sehr schön sind auch die zahlreichen Fotos.

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Marien-Quelle am Herrensee in Litschau (Bild: (copyright: brigitte77))

Maria Taferl und andere Marien-Quellen

Einer der bekanntesten Wallfahrtsorte in Niederösterreich ist Maria Taferl. Der Ort liegt nahe Melk auf einer Anhöhe über der Donau. Nicht einmal tausend Einwohner hat Maria Taferl und wird dennoch jedes Jahr von rund 300.000 Menschen besucht. Der Bau der eindrucksvollen Kirche, der von 1660 bis 1710 andauerte, geht auf wundersame Ereignisse zurück. So sollen mehrere Männer an dieser Stelle von schweren Verletzungen und tiefen Depressionen spontan geheilt worden sein. Das Buch "Heilige Quellen in Niederösterreich & Burgenland" zeigt eine Fotografie vom hübschen Brunnen hinter der Basilika.

Die von Katholiken hoch verehrte Mutter Maria spielt überhaupt eine große Rolle in der Überlieferung zu heiligen Stätten oder Quellen in Niederösterreich. Namen wie "Maria Bründl" (Bründl ist eine alte Bezeichnung von Brunnen), Maria Hilf beim Bründl, Maria Dreieichen und so fort … legen davon beredtes Zeugnis ab.

Fündig wird man dazu auch im umfassenden Sachregister, der den Band "Heilige Quellen in Niederösterreich & Burgenland" abrundet,. (hier klicken zum --> Buch): Fazit: Man findet wirklich rasch das Wichtigste zu einem Thema oder Ort. Anzumerken ist, dass es auf Amazon allerdings nicht nur positive Reaktionen gibt auf den Band. So schreibt eine Kundin, dass der Schreibstil häufig wechseln würde und nicht tief genug in die Materie selbst eingestiegen würde. Tatsächlich sind die Informationen sehr komprimiert. Was die "Heiligkeit" der Quellen betrifft, kann ich persönlich die Kritik kaum fachlich beurteilen. Was den Schreibstil anbelangt, gebe ich der Amazon-Bewertung allerdings recht. Auch ich habe mich zu den einzelnen Orten selbst noch in anderen Büchern tiefer eingelesen. Dennoch gibt das Bändchen doch einen guten Überblick wo man die Quellen überhaupt findet und eignet sich somit bestens für Touristen und Ausflügler.

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Kolomanistein in Eisgarn

Kolomanistein in Eisgarn (Bild: (copyright by brigitte77))

Waldviertel: Mystische Quellen und Schalensteine

Eine Region, die ich bereits selbst vielfach bereist habe, möchte ich in diesem Artikel hervorheben und noch ergänzende Buchtipps geben: Das Waldviertel. Das Gebiet liegt im hohen Norden Österreichs, grenzt an Tschechien und begeistert - wie der Name bereits verrät - mit wunderschönen ausgedehnten Wäldern. Im Waldviertel gibt es zahlreiche mystische und sagenumwobene Orte wie ich bereits in meinem Artikel "Kraftplätze im Waldviertel" geschrieben habe. Und natürlich drehen sich auch hier viele Geschichten um vermeintlich heilendes oder auch magisches Wasser. In meinem Pagewizz-Beitrag stellte ich bereits Eisgarn vor. Dort befindet sich der sogenannte Kolomani-Stein. Es handelt sich um eine fast zwei Meter hohe Granitsteinformation, die man über eine Steintreppe erreichen kann. Oben angelangt sieht man einen sogenannten Schalenstein, auf eine Art Materl mit dem heiligen Kolomani aufgpropft ist. Viele Menschen gehen davon aus, dass es sich dabei um eine ehemalige keltische Kultstätte gehandelt hat. Unter der Statue sieht man die Steinschale, die immer mit Wasser gefüllt ist. Der Legende nach finden junge Frauen einen passenden Partner, wenn sie sich bei Vollmund mit dem Wasser das Gesicht waschen und den heiligen Koloman darum bitten.

Gmünd - Kirchberg am Walde - Litschau

Wie auch immer, derartige Schalensteine gibt es im gesamten Waldviertel und sehr viele finden sich in der Gegend um Gmünd. Interessant dabei ist, dass nie das Wasser ausgeht. Sie bleiben immer mit Wasser gefüllt, selbst bei starker Trockenheit. Klar sammelt sich Regenwasser an. Aber warum bleiben sie immer mit Wasser gefüllt, selbst während großer Trockenperioden? Und wie entstanden diese beeindruckenden Granitformationen überhaupt. Wurden sie von Menschen arrangiert und geformt? Eventuell zu Kultzwecken? Oder sind es zufällig entstandene Steinformationen. Von der offiziellen Wissenschaft wurde dieses Phänomen leider noch nicht wirklich erforscht.

  • In der Gmünder Blockheide (übrigens ein wunderschönes Ausflugsziel für Naturliebhaber) findet sich ein derartiger Schalenstein.
  • In der Nähe von Gmünd liegt der Ort Kirchberg am Walde. Der sogenannte Marien- oder Kindlstein ist ein Restling der eine vergleichsweise große Schale trägt und zieht auch immer wieder Mystik-Fans an.

 

Sehr intensiv mit den mystischen Aspekten dieser Schalensteine und anderer Phänomene im Waldviertel setzt sich nun bereits seit Jahrzehnten Roland Kernstock auseinander. Das Buch "Das Nordwald-Mysterium – Die ungelösten Rätsel des Waldviertels" beschreibt er viele dieser Besonderheiten und verweist immer wieder auf Sagen und Legenden. Auch (vermeintliche?) UFO-Sichtungen sind Thema in dem Buch. Ebenso weiß er einiges über Verbindungen von Freimaurern und Tempelrittern zum Waldviertel zu berichten. Online erhältlich sind einige ältere Bücher des Autors, die durchwegs empfehlenswert für Mystik-Interessierte sind.

Mein persönlicher Favorit unter den Büchern, welche die mystischen Aspekte des Waldviertels mit seinen zahlreichen Kultstätten und Kraftorten beleuchtet ist der Bildband "Kraftorte im Waldviertel" von Robert Bouchal und Grabiele Lukacs (online hier klicken). Das Buch beeindruckt mit wunderschönen Bildern von "Energieplätzen" ebenso wie durch die saubere Recherche. Interessant sind auch die Beschreibungen von den Bezügen der Kraftorte zu sogenannten Leylines und Geomantie. Ebenso wie Kernstocks Bücher ist auch dieser Band vor allem jenen Menschen zu empfehlen, die sich für Mystik und Esoterik interessieren.

Tipp: Herrensee in Litschau

Last but not least kann ich allen Besuchern des Waldviertels einen Spaziergang rund um den Herrensees im idyllischen Luftkurort Litschau empfehlen. Etwa fünf Kilometer ist die Umrundung des Sees lang. Eine gute Freundin von mir findet, dass es eine der mystischsten Ecken in ganz Österreich ist. Besonders wenn es schon ein wenig herbstelt und sich etwas Nebel über den See legt, kann man eine ganz eigene Kraft spüren. Direkt am See entlang finden sich zahlreiche Wasserauslasse mit Quellwasser. An der Marien-Quelle habe ich schon öfter genippt und muss sagen, dass das Wasser im Sommer äußerst erquickend ist.

 

Marien Quelle
Marien Quelle am Herrensee, Litschau

Marien Quelle am Herrensee, Litschau (Bild: (copyright by brigitte77))

am Herrensee
Herrensee in Litschau

Herrensee in Litschau (Bild: (copyright by brigitte77))

brigitte77, vor 12 Tagen
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Bildquelle:
Kolomanistein copyright by Brigitte77 (Kraftplätze im Waldviertel)

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