Welche Werte gelten als normal?

Bei einer Messung erhält man zwei Blutdruckwerte, den systolischen sowie den diastolischen Blutdruck. Bei dem systolischen Wert wird der Druck gemessen, der entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und dabei den Blutfluss in die Hauptschlagader freigibt, um so in die weiteren Körperregionen gepumpt zu werden. Der diastolische Wert hingegen gibt einen Anhaltspunkt darüber, wie kräftig sich der Herzmuskel dehnt, um erneut Blut aufzunehmen. Erstrebenswert ist ein normaler Wert von 120/80, als Hochnormal werden Werte darüber bis 130/90 angesehen. Da die Elastizität der Gefäße mit zunehmendem Alter nachlassen, sind bei älteren Menschen geringe Überschreitungen des systolischen Wertes von 140 noch als nicht bedenklich anzusehen. Der diastolische Wert sollte allerdings 90 nicht überschreiten. Entgleist der Blutdruck allerdings auf Werte um 200/115 mmHg, handelt es sich um eine Bluthochdruckkrise. Derart hohe Werte sind gefährlich und benötigen eine sofortige ärztliche Maßnahme, da sich hieraus ein organschädigender Notfall ergeben könnte.

Achten Sie frühzeitig auf die Anzeichen von zu hohem Blutdruck

(Bild: geralt/pixabay.com)

Symptome, auf die Sie achten sollten

Es gibt eine Reihe von Symptomen, die bei hohem Blutdruck begleitend auftreten können. Hierzu zählen Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Nervosität, gerötetes Gesicht, Sehstörungen, Ohrensausen, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen, Müdigkeit sowie Nasenbluten. Besonders häufig werden Kopfschmerzen im Hinterkopfbereich kurz nach dem Aufwachen von Bluthochdruckpatienten als markante Beschwerden beschrieben.

Was kann man gegen hohen Blutdruck tun und helfen Hausmittel?

Neben den Risikofaktoren Rauchen, Alkohol, Übergewicht und mangelnde körperliche Bewegung nimmt auch die Ernährung einen besonderen Stellenwert bei der Entstehung von Bluthochdruckerkrankungen ein. Eine ungesunde Ernährungsweise mit viel Fett und Salz begünstigt das Auftreten dieser Krankheit. Eine Ernährungsumstellung ist daher unbedingt anzuraten, denn bei der Diagnose essentielle Hypertonie haben Sie einiges selbst in der Hand die Werte zu senken. Verwenden Sie statt Salz besser wohlschmeckende Kräuter um das Essen zu würzen. Studien belegen, dass es Teesorten gibt, die den Bluthochdruck auf natürliche Weise beeinflussen können. Eine gute Wirkung zeigt in Maßen getrunken, schwarzer und grüner Tee. Auch Misteltee ist für seine blutdrucknormalisierende Wirkung bekannt. Er reguliert sowohl niedrigen als auch hohen Blutdruck. Wer mit Tee seinen Blutdruck nachhaltig beeinflussen will, muss jedoch sehr konsequent sein, eine Tasse Tee zwischendurch hat nämlich keinerlei Einfluss auf die Werte. Als weitere Hausmittel sind Knoblauch, Zwiebeln und Bärlauch zu nennen. Diese Nahrungsmittel bewirken regelmäßig genossen eine Entspannung in der Muskulatur der Artierienwände. Besteht ein Magnesiummangel, sollte dieser durch die Einnahme von Magnesiumpräparaten ausgeglichen werden. Die Deutsche Hochdruckliga berichtet, dass sich der untere Wert dosisabhängig bis zu 20 mm Hg senken lässt.

Auch Ausdauersportarten wie Joggen, Nordic Walking, Radfahren, Skilanglauf, Schwimmen und sogar Wandern nehmen positiven Einfluss auf die Erkrankung. Weniger geeignet sind intensives Kraftsporttraining, gegen ein moderates Training spricht allerdings nichts. Ältere Menschen können bereits von einem täglichen Spaziergang profitieren. Gestresste Berufstätige sollten zumindest einen Spaziergang am Abend in ihren Tagesplan einbauen. Welche Sportart für Sie geeignet ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Informationen zum Thema Bluthochdruck

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®
Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention

www.hochdruckliga.de

 

 

Bluthochdruckpatienten können mit einem einfach zu bedienenden Blutdruckmessgerät ihre Werte zu Hause im Auge behalten.

Kennen Sie übrigens Ihren Vitamin D-Wert? Lesen Sie hier wie wichtig das Sonnenhormon für unseren Körper ist. Vitamin-D-Mangel Ursachen und Symptome

(Bild: eigen)

Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers.

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 20.08.2014
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