1. Genaue Vorstellung der Immobilie entwickeln

Der erste Schritt besteht darin, sich eine konkrete Vorstellung der eigenen Wunschimmobilie zu verschaffen. Am Anfang darf man ruhig seinen Gedanken freien Lauf lassen. Man sollte auch unabhängig vom Geld diesen Schritt angehen. Oftmals versperrt man sich den Zugang zu einer ganz speziellen Vorstellung dadurch, dass man sich sagt, "sowas könne man eh nicht bezahlen". Das spielt aber – zumindest in diesem Schritt – keine Rolle. Es geht gewissermaßen darum, sich sein Traumschloss zu erstellen. Man kann sich Notizen machen und alles aufschreiben, was man an einer Immobilie für wichtig und notwendig erachtet. Überlegen Sie sich, wie das Haus aussehen könnte. Wie groß könnte das Grundstück sein, wie sollte das Haus ausgestattet sein, wo sollte es liegen, soll es ein Liebhaberhaus aus vergangenen Zeiten sein?

2. Der Immobilie mehr Wirklichkeit verleihen

Im zweiten Schritt wird die Traumimmobilie der Wirklichkeit angepasst. Das heißt, dass bestimmte Wirklichkeitsdeterminanten überlegt werden sollen, um später die Wahl der Immobilie einzugrenzen. Zu diesen Determinanten gehören beispielsweise folgende Aspekte: Finanzierungsmöglichkeiten, Standort, Grundstücksgröße, Hausgröße, Baujahr, Arbeitsmarktlage, familiäre Situation usw.

 

Überlegen Sie sich, welche Faktoren Ihre Wahl einschränken könnten. Das ist nicht negativ zu verstehen, sondern durchaus positiv, denn damit wird der Umfang an Wahlmöglichkeiten reduziert. Wenn Sie nur eine bestimmte Geldsumme ausgeben möchten, dann fallen Immobilien, die deutlich über Ihrer Preisvorstellung liegen zunächst weg. Sollte dennoch eine Immobilie Ihr Interesse geweckt haben, die über Ihren Preisvorstellungen liegt, dann ist zu überlegen, wie die Immobilie trotz dessen finanziert werden könnte. Der Standort der Immobilie sowie die Arbeitsmarktlage sind für die meisten Menschen die wichtigsten Auswahlkriterien. Wer erwerbstätig ist und auch bleiben will, sollte eine Immobilie auswählen, in deren Nähe sich sein Arbeitsplatz befindet. Der Standort ist damit von der Strecke zum Arbeitsplatz abhängig. Ebenso spielen auch Komfort-Vorstellungen eine Rolle: Soll die Immobilie in einer Stadt sein oder auf dem Land?

 

Auch hier bietet es sich an Notizen zu machen. Schreiben Sie alle Faktoren auf, die eine Auswahl der Immobilien begrenzen. Damit bestimmen Sie Ihren Entscheidungsrahmen. Setzen Sie also die Vorstellung von Ihrer Wunschimmobilie in Relation zu den Anforderungen der Wirklichkeit.

3. Die allgemeine Suche im Internet

Im Web gibt es viele verschiedene Datenbanken, auf denen Immobilien ausgestellt werden. Neben Immobilienmärkten erweitern Kleinanzeigenmärkte das Angebot, denn auch dort befinden sich Suchkategorien für Immobilien. Zunächst sollte man alle Websites abspeichern, auf die man während der Suche zugreifen will. Es empfiehlt sich, zuerst mit den Seiten zu beginnen, die ausschließlich Immobilien vorstellen. Wenn man schon einen konkreten Standort hat, dann sollte man auch das Angebot der lokalen und regionalen Makler berücksichtigen. Um diese ausfindig zu machen, reicht es in der Regel aus, über eine Internetsuchmaschine die Begriffe "Makler" und den Standort einzugeben. Kleinanzeigenmärkte, auf denen Immobilien angeboten werden, sind eher dafür geeignet, Angebote zu finden, die nicht von einem Makler betreut werden.

Häuser online finden (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Bekannte Immobilienmärkte im Internet

- Immobilienscout24

- Immonet

- Nestoria

Bei der allgemeinen Wahl sollte man die Suchfilter so einstellen, dass eine optimale Passung zwischen Wunschimmobilie und Wirklichkeitsansprüchen erreicht wird. Sehen Sie sich die einzelnen Angebote an. Um die Suche zu vereinfachen, ist es sinnvoll, sich nur an Angeboten zu orientieren, die über Bilder der Immobilie verfügen. Zwar heißt das nicht automatisch, dass Angebote ohne Bilder schlechter wären, aber was oftmals zählt, ist der erste Eindruck – und der wird im Internet in erster Linie durch Bilder und/oder Videos erzeugt. Grenzen Sie Ihre Suche so weit wie möglich ein und speichern sich alle in Frage kommenden Angebote ab.

4. Die spezielle Suche im Internet

Nachdem Sie eine Liste möglicher Immobilien erstellt haben, geht es darum, die Auswahl weiter einzugrenzen. Dieser Schritt ist äußerst individuell und sollte in Kombination mit Besichtigungen vor Ort gegangen werden. Schließen Sie zunächst alle Immobilien aus, die Ihren Vorstellungen am wenigsten entsprechen. Diese Maßnahme ist für Menschen geeignet, die noch nicht ganz genau wissen, was sie wollen, aber genau sagen können, was sie nicht wollen. Wenn Ihre Angebotsliste sehr groß ist, dann sparen Sie nicht mit dem Löschen, sondern entfernen jede Immobilie, die über Punkte verfügt, mit denen Sie überhaupt nicht übereinstimmen.

 

Wenn dann eine überschaubare Anzahl übrig geblieben ist, dann sollten Sie den umgekehrten Weg gehen und alle Immobilien belassen, die Ihren Wunschvorstellungen am nächsten kommen. Prallen Wunschvorstellung und Wirklichkeit aufeinander, geht es darum, im Einzelfall eine Lösung zu finden. Hier sind Kontakte zu den Immobilienbesitzern und/oder zu den Maklern unerlässlich. Es kann auch sein, dass Sie nach der Besichtigung einer Wunschimmobilie enttäuscht sind. Aber das ist nicht schlimm. Durch jede Immobilie, die Sie besichtigen, bekommen Sie ein besseres Gefühl für das, was Sie wirklich wollen. Suchen Sie dann einfach weiter.

Allgemeine Hinweise

Vor dem Kauf einer Immobilie ist es ratsam, einen Gutachter mit der Bewertung der Immobilie zu beauftragen. Er hat die Aufgabe, den Zustand zu klären und auf mögliche Problemfälle hinzudeuten. Weiterhin können bei der Kaufpreisverhandlung Spezialisten eingesetzt werden, die den gesamten Verhandlungs- und Verkaufsprozess gegen eine Erfolgsprovision übernehmen. Die Fairhandler übernehmen beispielsweise die Kommunikation mit den Verkäufern und Maklern, um einen fairen Preis auszuhandeln.

Was ist für Sie bei Immobilien wichtig?
Autor seit 3 Jahren
17 Seiten
Laden ...
Fehler!