1923 waren alle Deutsche Milliardäre, aber man konnte sich nichts dafür kaufen

Mir fiel ein Witz aus Kindertagen ein. Was heißt Inflation auf Chinesisch?

"Ming Sching sing futsch!"

Beim Aufräumen alter Akten fand ich noch eine Heizölrechnung aus Januar 2006. Der Liter Heizöl kostete mich damals 50 Cent zuzüglich 16 % MwSt. Fast genau 6 Jahre später bezahle ich 87 Cent, und darauf kommen dann 19 % Märchensteuer. Zu DM-Zeiten habe ich noch 50 – 60 Pfennige/Liter bezahlt. Dann hätten sich die Preise ja bis 2006 verdoppelt! Inklusive der Taxe a Valeur ajute, fand dann nochmals eine Preissteigerung von 100 % statt. Volltanken bei 5400 Liter Fassungsvermögen ist unmöglich. Da müsste ich allein über 1000,-- € Endverbrauchersteuer entrichten. Renten- oder Gehaltssteigerungen von 200% sind mir persönlich auch nur von den Vorständen der deutschen Dax-Unternehmen bekannt. Die letzten 10 Jahre meines Berufslebens hatte ich selber nur Lohneinbußen hinzunehmen.   

Heizölrechnung 2006 und 2012

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Weil die Druckmaschinen nicht nachkamen, wurde Geld 1923 einfach überstempelt.

Nun ist es ja nicht nur beim Heizöl so geblieben. Fast alle Produkte des täglichen Bedarfs sind im Preis gestiegen. 

Joghurt war mal 24 Pfennig, heute 36 Cent. Einige Sachen sind auch günstiger geworden. Billig-Importe aus Fernost oder so. Aber die Hauptbedarfs-Gegenstände haben drastisch angezogen.

                                                                  Nur wie kommen unsere obersten Gralshüter dann dazu von 1,5 - 2 % Inflation zu sprechen? Weil die von einem Warenkorb ausgehen. Darin sind Sachen, die kein Mensch braucht. Oder nur selten kauft. Also sind die völlig falsch gewichtet. Das, was jeder Mensch täglich braucht, muss bei der Berechnung mehr Beachtung finden. An Tennisbällen ist mein Bedarf doch recht gering. Die werden aber statistisch mitgerechnet. Liebe Angela Merkel: "Unser täglich Brot gib uns heute!" Nicht unser täglich Handy oder Rolex-Uhr oder Dupont-Feuerzeug! Unsere Kaufkraft hat sich enorm verringert. Das spüren vor allem Betriebe, die auf freiwillige Ausgaben angewiesen sind. Z. B. die Gastronomie

My money is over the ocean, my money is over the sea - ein blödes Lied
money is over the ocean

money is over the ocean

Heute drucken nicht mehr die Gemeinden oder Dorfvorstände. Dieses Privileg haben unsere Notenbanken. Und die Maschinen glühen heiß. Sowohl in Amerika, als auch bei uns wird die sogenannte "Lockere Geldpolitik" verfolgt. Banken bekommen Asche für lau (0,5 % Zinsen). Dadurch werden aber auch unsere Spareinlagen vernichtet. Der Habenzins liegt unter der Inflationsrate. Vor 6 Jahren konnte ich mit 3000,-- € meinen Heizöltank füllen, heute bekomme ich dafür nur noch die Hälfte. Da frage ich mich natürlich, wem nützt das. Mir sicherlich nicht. Ist das eine unaufhaltsame Entwicklung, oder wird dieser Prozess gesteuert und ja, von wem? Verschwörungstheoretiker würden dem Club of Thirty die Schuld in die Schuhe schieben.  

Zitat aus Money online: "Der Club der 30 ist ein Gremium von Privatbänkern, das fast die Züge einer Loge trägt. Auch EZB-Chef Mario Draghi und der Boss der Bank of England, Melvyn King, sind dort Mitglied – aber wozu eigentlich? Inwiefern die G30 Einfluss auf die Weltwirtschaft nimmt, ist unklar. Angesichts der Zusammensetzung der Gruppe verdächtigen Kritiker den exklusiven Zirkel jedoch geheimer Absprachen." Zitat-Ende. ---

Jedenfalls stört es mich, wenn eine Euro kritische Partei in die Nazi-Ecke gedrängt wird. Mag sein, dass die nicht besonders sorgfältig in ihrer Wortwahl waren, aber ich bevorzuge Auseinandersetzung über Inhalte. Und anscheinend hat ja irgendjemand Angst vor denen. Viel zu verlieren? Wir, das Volk jedenfalls nicht! Wir haben schon fast nichts mehr.

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