Kaugummi im Stoff: Er klebt und klebt - Kaugummi in Textilien ist ein Ärgernis

Gaby Schoenemann Pixelio

Schon beim Aufstehen merkt man es: Etwas Zähes, Klebriges. Ein Kaugummi an der Hose - ja klasse! Doch bevor Panik ausbricht oder der Ausgehabend verdorben ist, heißt es: Ruhe bewahren und den Fleck lieber später entfernen. Auch wenn es die Lieblingsjeans ist, nicht panisch an der Hose herumrubbeln.

Zuhause kann man nämlich mit Besonnenheit sehr viel mehr gegen den miesen Kaugummiflecken ausrichten. Einige bewährte Hausfrauentrick, und der ecklige Kaugummi ist wieder restlos verschwunden.

Stille Helfer im Kampf gegen Kaugummi sind sogenannte Hausmittelchen. Es muss bei Weitem kein Spezialentferner sein, den man ohnehin gerade nicht zu Hand hat.

Bildquelle: Gaby Schoenemann/Pixelio

1. Kaugummi mit Klebeband entfernen - Meine Methode der Wahl

Es ist ein bisschen wie in der Homöopathie: Gleiches mit Gleichem heilen. Wenn sich also der Kaugummi in die Hose, der Bluse oder den Schal gedrückt hat hilft: Kleber!

Und zwar in Form eines Klebebandes. Haushaltsüblicher Tesafilm tut es, aber ein starkes Malerabkleb- oder Paketband leistet noch bessere Dienste. Zum einen ist es fester, zum anderen die "Arbeitsfläche" großer, wiel diese Rollen viel breiter sind also normaler Klebestreifen.

So verschwindet der Kaugummi

Klebestreifen abreißen und auf den Kaugummifleck drücken. Schnell abziehen, dann bleibt am Klebeband ein bisschen Kaugummi hängen. Den Vorgang muss man wiederholen. Nach rund 30 Mal dürfte der Kaugummi "abgetragen" sein - also Geduld. Zwischendurch eventuell das Klebeband austauschen.

Besonders effektiv werden die Kaugummireste übrigens entfernt, wenn an den Stoff mit dem Fleck spannt. Und: Mit dem Klebeband kann auch leicht ein Teppichboden oder ein Sofa behandelt werden.

Ehrlich gesagt, ist das meine Methode der Wahl. Sie ist unkompliziert, sicher und beschädigt den Stoff normalerweise nicht.

Und: Ich wende sie auch bei anderen Kleberesten an. Beispielsweise, wenn ich ein Etikett oder einen Aufkleber entfernen möchte, welche sich besonders hartnäckig halten.

2. Kaugummi einfach einfrieren - Dauert aber hilft

Auch dieser Trick, um den verklebten Kaugummi loszuwerden, ist nichts für Ungeduldige. Das betroffene Kleidungsstück wird in den Gefrierschrank gelegt. Dann heißt es abwarten: Erst wenn der Kaugummi gut durchgefroren ist, darf man Hose und Co wieder herausholen.

Dann ist der steinhart gefrorene Kaugummi in aller Regel leicht als Ganzes wieder abzureißen.

Schwierig wird es, wenn der Kaugummi zu sehr in die Fasern hereingerieben wurde. Dann kann ein Restchen bleiben.

Falls Kaugummi an einer Schuhsohle klebt, bekommt man ihn ebenfalls durchs Einfrieren wieder los. Allerdings muss man hinterher aufpassen, dass es keinen Schaden am Leder gibt. Das passiert vor allem dann, wenn der Schuh an der Heizung aufgetaut wird. Dadurch wird das Material fleckig und hart.

3. Mit Waschbenzin gegen Kaugummi - Vorher die Farbe testen

Mit Waschbenzin kann man den Kaugummi restlos aus dem Kleidungsstück herauswaschen. Der Fleck hat gegen das Mittel keine Chance, auch das letzte Restchen wird so entfernt. Vor allem bei empfindlichen dünnen Stoffen ist Waschbezin eine gute Lösung, um den Stoff nicht durch Reiben oder Ziehen zu beschädigen.

Allerdings sollte man zuvor einen Farbtest an einer unsichtbaren Stelle - beim Blazer beispielsweise im Ärmel - machen. Nicht jedes Textil ist farbecht und verträgt eine solche Behandlung. Und ein weißer Fleck im farbigen Stoff sieht auch nicht viel besser aus als Kaugummi - er klebt nur nicht.

Manche behaupten, mit Nagellackentfernen könne man den gleichen Effekt erzielen. Vermutlich dann, wenn er Aceton enthält, worauf aber viele Produkte inzwischen verzichten.

Ich habe es nicht probiert. Vor dem Einsatz würde ich aber in jedem Fall zu einem vorsichtigen Test raten.

Diese Methode mit Waschbenzin eignet sich besonders auch dann sehr gut, wenn der Kaugummi an etwas festklebt, das nicht in den Gefrierschrank kann: Autositze oder Teppiche beispielsweise.

Myrtis, am 31.07.2012
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Bildquelle:
Wikimedia Commons, Gemeinfreies Bild (Kilt und Plaid - Geschichte und Tradition schottischer Kleidung)

Autor seit 4 Jahren
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