Die Geschichte des Kinderwagens

Im Mittelalter wurden Schubkarren als Transportmittel für Kinder genommen. Die Babys wurden getragen. Der eigentliche Kinderwagen wurde im 19. Jahrhundert in Groß Britannien erfunden. Es gab nun gute Straßen und so entwickelte man den ersten Kinderwagen für die Straße aus dem Stubenwagen.

Die ersten Wagen waren aus Holz, mit drei Rädern, sehr hoch und waren zum ziehen. Die Kinder mussten in dem Wagen sitzen. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Wagen mit Liegefläche, vier Rädern, einem Korb aus Weidengeflecht und mit Gestell erbaut. Er war nun auch ein Transport von Babys möglich.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Massenproduktion von Kinderwagen in Fabriken. Nun waren Kinderwagen auch für mehr Menschen finanziell erschwinglich und in den 50 er Jahren waren sie dann für jeden bezahlbar.

Die Massenproduktion in Fabriken verändert das Aussehen der Wagen, die Räder wurden kleiner und es wurden andere Materialien verwendet, wie Holz, Stahlblech und Presspappe.

Heute gibt es alle möglichen Sorten von Kinderwagen. Kombikinderwagen sind für Babys und für Kleinkinder benutzbar. Wohingegen die leichten Buggys nur etwas für ältere Kinder sind. Es gibt  auch Buggys, die mit Hilfe einer Babyschale auch für kleinere Kinder zu benutzen sind. Allerdings sind Babyschalen aufgrund der eher sitzenden Haltung nicht gut für den Rücken. Babys sollten darin nicht mehr als eine Stunde verbringen.

Für sportliche Eltern gibt es auch noch die sogenannten Jogger. Jogger haben drei Wagenräder, sind sehr wendig und leicht.

Für den Transport von mehreren Kleinkindern gibt es einen Krippenwagen. In ihm finden bis zu sechs Kinder Platz. 

Große Eltern brauchen hohe Kinderwagen

Die Suche nach dem richtigen Kinderwagen ist für große Eltern oft eine ziemliche Herausforderung. Viele Kinderwagen sind sehr niedrig gebaut, das hat zur Folge das Eltern ein Hohlkreuz beim Schieben des Wagens haben. Da sind Rückenprobleme vorprogrammiert. Aber auch besonders für Mütter kurz nach der Geburt, ist so eine Haltung sehr ungünstig, da Geburtsverletzungen schlechter abheilen können.

Deshalb sollte bei einem Kinderwagen für große Eltern der Schieber höhenverstellbar sein. So können Mutter und Vater ihn jeweils auf die für sie passende Höhe einstellen. Außerdem sollte man darauf achten, dass man mit den Beinen nicht gegen den Kinderwagen läuft. Es sollten während des Laufens immer min. 15 cm Platz zwischen Fuß und Kinderwagen liegen. Dieser Abstand ist besonders wichtig beim Treppensteigen. Denn dort besteht bei langen Beinen immer die Gefahr, dass die Beine unter dem Gestell des Kinderwagens steckenbleiben, was sogar zu Unfällen führen kann. Gut ist es deshalb auch wenn  der Schieber beim Treppensteigen einknickt. Allerdings ist das meist nur bei Joggern der Fall

Große Eltern produzieren große Kinder

Das nächste Problem ist dann, dass große Eltern meist große Kinder produzieren. Darauf sind viele Kinderwagenhersteller offensichtlich gar nicht eingestellt. Viele Eltern müssen die Erfahrung machen, dass ihre Kinder schon mit vier oder sechs Monaten nicht mehr in die Tragetasche passen.

Dann können sie aber noch nicht sitzen und sie sollen es auch nicht. Babys sollten erst im Kinderwagen sitzen, wenn sie sich selbstständig hinsetzen. Die meisten Kinder können das mit ungefähr 9 oder 10 Monaten. Vorher kann die Wirbelsäule durch die Fahrbewegung geschädigt werden.

Gut ist auch, wenn das Kind die Möglichkeit hat im Kinderwagen nach vorne und nach hinten schauend zu sitzen. So kann das Kind noch ein paar Monate zur Mutter schauen und wird nicht so schnell von den neuen Eindrücken reizüberflutet.

 

Gute Kinderwagen für große Eltern produziert die dänische Firma Trille oder auch der schwedische Kinderwagenhersteller Emmaljunga. In Deutschland hat vor kurzem die Designerin Jette Joop eine Kinderwagenserie auf den Markt gebracht. Ihre Kinderwagen sind auch für sehr große Leute, die weit über 1,80 m gehen und ihre Kinder noch geeignet, da sie sehr große Babyschalen haben und sehr weit höhenverstellbar sind.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist für große Eltern und große Kinder den passenden Kinderwagen zu finden. Ich habe beim Kinderwagenschieben schon oft geflucht und habe einige Modelle durch.

Laden ...
Fehler!