Kindle Paperwhite: Bester eBook-Reader der Welt?

Amazon preist seinen neuen Kindle Paperwhite als den "fortschrittlichsten eReader der Welt" an. Doch wird das Gerät den Lorbeeren gerecht? Oder erweisen sich die Verbesserungen als zu marginal, um den Kauf eines neuen eBook-Readers, der immerhin deutlich über 100 Euro kostet, zu rechtfertigen? Nehmen wir die Neuerungen deshalb etwas genauer unter die Lupe!

 

Erstmals Hintergrundbeleuchtung beim Kindle

Die wohl wesentlichste Neuerung betrifft den Touchscreen. Als erster eBook-Reader von Amazon weist dieser eine Hintergrundbeleuchtung auf. Der buchstäblich erkennbare Vorteil daraus: Endlich kann man die eBooks auf dem Kindle auch bei Dämmerlicht oder völliger Dunkelheit ohne zusätzliche Lichtquelle lesen! Falls man im Bett liest, gewinnt man einen weiteren Vorteil daraus: Da lediglich der Bildschirm erhellt wird und keine Lampe zum Lesen notwendig ist, wird der Partner nicht mehr gestört.

Praktisch ist dabei auch, dass die Helligkeit je nach den gegebenen Lichtverhältnissen abgestuft werden kann

 

Höhere Auflösung = angenehmeres Lesen

Ebenso verbessert wurde die Auflösung des 15-Zoll-Bildschirms: Anstatt 167 PPI (pixel per inch) wie beim Vorgängermodell, löst der Kindle Paperwhite mit 212 PPI auf. Die höhere Auflösung ermöglich deutlich angenehmeres Lesen. Gerade Vielleser werden die höhere Auflösung rasch zu schätzen wissen!

 

Akku-Laufzeit beim Kindle Paperwhite

Trotz der Hintergrundbeleuchtung hat sich an der großzügigen Akku-Laufzeit nichts verändert. Amazon gibt als Akku-Laufzeit für seinen Kindle Paperwhite bis zu acht Wochen an bei einer täglichen Lesezeit von einer halben Stunde, mittlerer Beleuchtungsstufe sowie deaktiviertem WLAN (das außer beim Download eines neuen eBooks ohnehin nur unnötig Energie verbraucht und deshalb ausgeschaltet werden sollte, wenn man es nicht in Anspruch nimmt).

 

2 Gigabyte Speicher für eBooks

Der Speicherplatz hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht verändert: 2 Gigabyte Speicher reichen für über 1.000 eBooks, wobei sämtliche erworbenen Inhalte ohnehin in der Amazon-Cloud archiviert und somit jederzeit erneut heruntergeladen werden können.

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Rascheres Umblättern

Verbessert wurde zudem die Geschwindigkeit beim Ümblättern. Bei den älteren Kindle-Modellen flackerte der Bildschirm während des Aufbaus der neuen Seite noch kurz auf. Dies ist beim Kindle Paperwhite nicht mehr der Fall: Die Buchstaben der nächsten Seite werden dermaßen rasch generiert, dass man die Verzögerung nicht mehr bemerkt. Umgeblättert wird übrigens durch leichtes Antippen des so genannten EasyReach-Tippbereichs auf dem Touchscreen. Möchte man zurückblättern muss man die linke Hand zu Hilfe nehmen - diese kleine Unbequemlichkeit wurde somit auch beim Kindle Paperwhite nicht behoben.

 

Neu beim Kindle Paperwhite: Time to Read

Eine der neu hinzugefügten Funktionen des Kindle Paperwhite stellt "Time to Read" dar. Aus der Lesegeschwindigkeit wird errechnet, wie lange Sie voraussichtlich noch am Kapitel oder am ganzen Buch lesen werden. Ob man diese Funktion auch tatsächlich nutzen wird, sei dahingestellt.

Für viele Leser interessanter dürften die neu integrierten Schriftarten (so genannte Fonts) sein. Je nach persönlichem Geschmack kann der Leser seine eBook nun auch mit Fonts wie Palatino genießen. Darüber hinaus können nun auch koreanische, kyrillische, japanische, chinesische und griechische Schriften dargestellt werden.

 

Comics auf dem Kindle Paperwhite lesen

Diese Neuerung wird Kinder und Comicfans freuen: Endlich werden auch Kinderbuch- und Comicformate unterstützt, sodass Kinderbücher und Comics wie "normale" eBooks gelesen werden können! Kleiner Wermutstropfen: Dies ist nach wie vor nur in Schwarzweiß möglich.

Kein USB-Ladegerät

Wo viel Licht, da natürlich auch Schatten, wobei dies im Falle von Amazons neuem eBook- Reader Kindle Paperwhite Jammern auf hohem Niveau ist. Wie üblich liegt dem Gerät kein USB-Ladegerät bei. Natürlich stellt dies keinen Nachteil dar, nachdem Kindle-Geräte über den USB-Anschluss eines Computers aufgeladen werden können. Gerade auf Reisen ist ein USB-Ladegerät aber empfehlenswert und sollte deshalb erworben werden.

Außerdem hat der Kindle Paperwhite gegenüber seinem Vorgänger ein bisschen an Gewicht zugelegt, nämlich ca. 220 Gramm gegenüber 170 Gramm. Deutlich spürbar ist der Unterschied aber natürlich trotzdem nicht und somit vernachlässigbar.

Lohnt sich der Umstieg?

Fazit: Der vorbestellbare Kindle Paperwhite ist der Klassenprimus unter den eBook-Readern! Für ein paar Euro mehr als die günstigsten Geräte erhält der Leser ein gestochen scharfes Display, Hintergrundbeleuchtung fürs Lesen in der Dunkelheit oder Dämmerung und viele weitere nützliche Funktionen und Extras.

Natürlich stellt sich für Besitzer eines Vorgängermodells die Frage, ob sich der Umstieg auf den Kindle Paperwhite lohnt. Immerhin sind dafür wieder über 100 Euro fällig. Lassen Sie mich deshalb kurz ausführen, für wen sich der Umstieg lohnt.

Kaufen Sie den neuen Kindle Paperwhite, wenn Sie ...

  • auch nachts lesen wollen und weder auf externe Lichtquellen angewiesen sein, noch Ihren Partner bei der Nachtruhe stören wollen

  • viel und lange lesen und deshalb ein möglichst hoch auflösendes, gestochen scharfes Display benötigen

  • Spaß an neuen Funktionen wie "Time to Read" oder zusätzlichen Fonts haben

  • Kinderbücher und Comics auf Ihrem Kindle Paperwhite lesen wollen

Sollten Sie all diese Verbesserungen oder neuen Funktionen nicht benötigen oder kaum nutzen wollen, lohnt sich der Umstieg wohl nicht. Alternativ dazu sei ein Blick auf das Amazon-Tablet Kindle Fire empfohlen, das sich ebenfalls fürs Lesen von eBooks eignet.

Falls Sie Amazons neuen eBook-Reader Kindle Paperwhite kaufen sollten, wünsche ich Ihnen viel Freude mit dem neuen Gerät! Mit einer Verlinkung oder Weiterempfehlung dieses Artikels würden Sie wiederum mir eine Freude bereiten. Vielen Dank und auf Wiederlesen!

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