Kino soll wieder ein kulturelles, erfolgreiches Zentrum werden

Hoftheater, Klaus-Dieter Hermeling

Stätten wo sich an Kultur interessierte treffen, werden zwar angeboten, ob sie tatsächlich den Geschmack des Publikums treffen, zeigt sich meist erst nach den ersten Veranstaltungen. Von Martin Robben ist geplant, dass das Hoftheater wieder zu einem gerne genutzten kulturellen Ort für Sigmaringen und die Region wird. Auch das bisher unter dem Namen Kulturherbst laufende Programm, wird das Hoftheater künftig verstärkt nutzen. Wer eher an Kleinkunst-, Musik- oder Theaterveranstaltungen auf der Bühne interessiert ist, wird, von den Kultur schaffenden in der Reihe "Kultur im Hoftheater" eingeladen.

Was geschah seit der Unterzeichnung des Pachtvertrages im Hoftheater?

Wer das Gebäude des Hoftheaters 2012 betrachtet, kann sich an seiner stattlichen Erscheinung, als Perle, in der Fassung der umgebenden Gebäude, erfreuen. Um den Geschäftsbetrieb zügig aufnehmen zu können, wurde, nach der Unterzeichnung des Pachtvertrages, schnell mit den Umbauarbeiten begonnen. Der vorherige gelb-blaue Anstrich im Foyer, wurde durch helle, strahlend frische Farbe ersetzt.

Wie erwartet, stellte sich der ehemalige Glanz der 50er Jahre, der vielen älteren Sigmaringern noch angenehm in Erinnerung ist, ein. Dazu trug das Freilegen des Reliefs, das von Ölfarbe geschützt, an der Wand, neben dem Kassenhäuschen, ist, bei. Es scheint so, als habe es langjährig, auf diese Wiederbelebung gewartete.

Was langfristig im Hoftheater geplant ist

Für weitere Renovierungen will sich der Pächter und sein Team, um den Verantwortlichen des Kulturherbstes, Martin Robben, und das Fürstenhauses, etwas Zeit lassen. Es ist zu vermuten, dass die abwartende Haltung bedeutet, dass erst der Erfolg grünes Licht geben wird. Geplant ist der Einbau eines neuen Bühnenbodens und die Erneuerung oder Instandsetzung des Bühnenvorhangs und der Kinosessel. Viele alteingesessene Sigmaringer freuen sich, dass auch die Fürstenloge wieder hergestellt werden soll. Momentan ist sie noch unsichtbar, weil sie durch eine Wand vom eigentlichen Hoftheater abgetrennt ist. Früheren Kinogängern ist bekannt, dass die Loge, als das Theater noch Kino war, als zweiter Vorführraum genutzt wurde.

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Kino ist nur ein Standbein

Seit 2009, als das Kino in Sigmaringen geschlossen wurde, gab es im Hoftheater nur sporadisch Veranstaltungen. Wenn die grundlegenden Renovierungsarbeiten im Hoftheater abgeschlossen sind, könnte ein wöchentlicher Kinotag, realisiert werden. Technisch ist es möglich, denn der frühere Pächter des Kinos, Andrew Stelzig ist wieder da und stellte sein Wissen, als Verantwortlicher für die Technik, zur Verfügung. Schon bei einer Veranstaltung, am dritten Wochenende im September 2012, stellte er sein Können erfolgreich unter Beweis. Ihm gelang es ebenfalls, die früher permanent schräge, fahrbare Kinoleinwand, endlich zu richten.

Nicht aus dem Team des Hoftheaters weg zu denken ist Ernst Reichelt. Er ist mit dem Verlauf des Projektes, im Vergleich mit anderen ähnlichen Unternehmungen, höchst zufrieden.

Programm selbst mit gestalten

In Sigmaringen und der Region wird es das erste Kinoprogramm sein, so Martin Robben, bei der die Wünsche der Kinofans sich im Programm nieder schlagen werden.

Wer Vorschläge zum Programm hat, bei der Gestaltung mitwirken will, kann sich unter der Rufnummer 01606072647 direkt mit Martin Robben in Verbindung setzten.

Die Vergangenheit des Hoftheaters in Sigmaringen

Das Gebäude des Hoftheaters in Sigmaringen liegt in der Kreisstadt Sigmaringen, in Baden-Württemberg, in einer Häuserreihe unterhalb des Schlosses, an der Fürst-Wilhelm-Straße. Das Bauwerk, das 1826 vom Hohenzollerischen Fürsten Anton Alois gekauft und zum Theater umgebaut wurde, bot damals rund gerechnet 150 Zuschauern Platz. Bis zum Jahr 1949 fanden hier, mit kurzzeitigen kriegsbedingten Unterbrechungen, Aufführungen unter der Fürstlich Hohenzollerischen Theaterdirektion, statt.Bis zum Jahr2009, beherbergte das Hoftheater ein Kino.

Mehr: Zur Geschichte des Fürstlichen Hoftheaters in Sigmaringen, auf der Seite 47, von Helmut Göggel

Schauspieler die im Hoftheater auftraten

Die Liste der Schauspieler die in Sigmaringer Hoftheater auftraten ist so lang, dass ihnen ein eigener Artikel gewidmet wird. Als Beispiel wird hier der bayerischer Volksschauspieler Adolf Gustav Rupprecht Maximilian Bayrhammer, kurz Gustl Bayrhammer, genannt, der 1944, zusammen mit seinem Kollegen Toni Berger, von Robert Marencke engagiert wurde. Dem jungen Publikum ist er in seiner Rolle als gutmütiger Schreinermeister Eder, aus der Kinderserie Pumuckl, bekannt.

In einer Spiegelkritik aus dem Jahr 1947, von: Anna und die Demokraten, wird die damalige Kulturszene von Sigmaringen und dem Hoftheater beschrieben.

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