Eine geschichtsträchtige Stadt, die in der modernen Zeit angekommen ist

Foto: Rathhaus Sigmaringen, Klaus Hermeling

Die Stadt Sigmaringen ist eine baden-württembergische Kreisstadt, im Regierungsbezirk Tübingen und die zweitgrößte Stadt im Landkreis Sigmaringen. Wie ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1316 bekundet, ist das Wappentier der gesamten Grafschaft Sigmaringen der goldene, springende Hirsch, auf rotem Grund, mit einem sechsstrahligen, goldenen Stern, oben rechts im Banner. Sigmaringen pflegt mit der österreichischen Stadt Feldkirch in Vorarlberg, und der niederländischen Stadt Boxmeer, in Nordbrabant, Städtepartnerschaften und hat freundschaftliche Beziehungen zur französischen Stadt Thann, im Elsass.

Die Einwohnerentwicklung von Sigmaringen

Zum Bedauern des Sigmaringer Bürgermeisters Thomas Schärer, schrumpft die Zahl der Sigmaringer Einwohner seit einigen Jahren stetig. Das Geburtendefizit liegt bei 45 Kindern und 85 von 1 000 Einwohner verlassen die die Stadt jährlich, aus unterschiedlichen Gründen. Diese Entwicklung führte dazu, dass sich die Zahl der Einwohner in der Sigmaringer Kernstadt, in den Jahren 2000 bis 2010, von 11. 758, um 506 Personen, das sind drei Prozent verringerte. Von der Gesamtbevölkerung, die im Jahr 2010 16.217 Personen zählte, sind 4 800 Personen über 65 Jahre alt, 1 306 Personen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Die Kaufkraft pro Einwohner beträgt, bei einem Landesdurchschnitt von 27.075 Euro, 23.819 Euro.

Wer weiß wo seine Wurzeln sind, kann in den Himmel wachsen

Foto: Schloss und Stadt Sigmaringen, Klaus HermelingEs ist die Vergangenheit der Stadt Sigmaringen die, ihr Stadtbild prägt. In dieser geschichtsgeprägten Stadt, sind es besonders historische Bauten, die dem Gast ins Auge fallen. Sigmaringen ist vom Hohenzollernschloss geprägt und innerhalb der Stadt, von den vielen Bauten aus der fürstlichen Residenzzeit in der Karlstraße und der nach 1850 beginnenden Epoche als Regierungssitz der Hohenzollern. In einem ergänzenden Bericht wird intensiver auf die Vergangenheit von Sigmaringen eingegangen. Sigmaringen war 1944 französischer Regierungssitz. Es wird berichtet, wie der Alltag der französischen Minister in Sigmaringen, aussah.

 

Foto: Das Hansele, Monika HermelingIn der Kunstszene ebenfalls beliebt, ist das Henselmann Museum, das ehemalige Siechenhaus Laiz. Es beherbergt die Sammlung der Künstler Josef und Marianne Henselmann, deren Sammlung sich zuvor in München befand.

Bei Motorradfans ist das Sigmaringer Zündapp-Museum, das in der ehemaligen Flaschenfüllerei der Brauerei Zoller-Hof Sigmaringen ein Zuhause fand, bekannt. Es beherbergt, auf rund 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche, über 100 Exponate der legendären Nürnberger Marke Zündapp und ist damit weltweit die größte Zündapp-Sammlung. Dort ist auch das erste und einzige je in Serie gebaute Zündapp-Auto, der Janus, zu sehen.

Foto:Brunnen vor dem Rathaus, Monika HermelingDie Stadt Laiz wurde zu einem Stadtteil von Sigmaringen und ist, genau genommen, älter als Sigmaringen.

Foto: Blick von Josefsberg, Klaus HermelingDie Stadt Sigmaringen setzt, mit seinen zahlreichen weiterführenden Schulen, zum Beispiel der Hochschule Albstadt Sigmaringen, der Modefachschule, der Schule für Agrartechniker, der Sybilla Merian Schule, der gewerblichen Bertha-Benz Schule der Wirtschaftsschule Ludwig Erhard und dem Ausbildungszentrum Bau, auf eine gute Schulbildung, gepaart mit einer soliden praktischen Ausbildung. Diese Ausbildung, mit ihren Abschlüssen zum Bachelor oder Master befähigen junge Sigmaringer dazu, auch in anderen Ländern Anerkennung zu finden.

Eine Stadtführung durch Sigmaringen

 

Nach einigen Schritten, in Richtung Leopoldplatz, ist es das Staatsarchiv Sigmaringen, bei dem die schriftlichen Bestände der Zentralbehörden des Landes Württemberg-Hohenzollern aufbewahrt sind und das für Geschichtsforscher eine unerschöpfliche Quelle ist.

 

 Foto: Denkmal Fürst Leopold von Hohenzollern, Leopoldplatz, Monika Hermeling:

Es ist die Alte Schule, das bis 1975 als Volksschule genutzte und 1988 renovierte Haus, an der Antonstraße, in dem das Kulturzentrum, mit der städtischen Musikschule, der Stadtbibliothek und den Ausstellungsräumen der Gesellschaft für Kunst und Kultur, untergebracht ist. Das Gebäude wurde, zwischen 1875 und 1879, nach Plänen des fürstlichen Baurats Josef Laur, erbaut und beherbergte die katholische Bekenntnisschule und später zusätzlich, die evangelische Schule. Foto: Heimatmuseum runder Turm, Klaus HermelingIm Heimatmuseum, im Runden Turm, an der Antonstraße, kann die Entwicklung der Stadtgeschichte und die des Landkreises nachverfolgt werden. Das Museum war früher ein Teil der alten Stadtmauer, wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und später wieder aufgebaut. Die Stadt Sigmaringen ist seit 1987 Eigentümerin des Museums und arbeitet eng mit dem Heimatverein Sigmaringen zusammen. Damit ersichtlich ist, dass das Haus eine öffentliche Funktion hat, ziert es das Wappen der Hohenzollern und der Stadt Sigmaringen. Foto: Fußgängerzone, Klaus Hermeling In der Sigmaringer Fußgängerzone und den umgehenden Straßen, können Besucher und Einheimische in Einzelhandelsgeschäften, gut einkaufen. Es ist der Alte Schlachthof, in der Georg-Zimmerer-Straße, der seit 1990 die "Ateliers im Alten Schlachthof" Sigmaringen beherbergt und mit seinem reichen Kulturprogramm auch für jüngere Leute interessant ist. Der Reiz der umfassenden Anlage, dem Hauptgebäude im Stil des Industriebaus der Gründerjahre 1884/85 unter Regierungsbaurat Wilhelm Friedrich Laur, mit seinen Schlachthallen, den beiden Hinterhofgebäuden mit den Stallungen, der Kaldauenwäsche, der Freibank, dem Krankenviehstall und dem Holzschuppenund macht die heutige Verwendung als Kulturzentrum und Aufenthaltsort für Werkstudenten, aus. Die Ateliers im Alten Schlachthof laden jährlich, zum SCHLACHThof FESTival ein.

Sigmaringen - Auf den Spuren einer Stadt

Sigmaringen - Auf den Spuren einer Stadt (Bild: FWR-Verlag)

Unterschiedliche Religionen in Sigmaringen

Katholische Pfarrgemeinde St.JohannGehörte die Bevölkerung von Sigmaringen und seiner Umgebung über Jahrhunderte der katholischen Religion an, änderte sich das mit dem Übergang Hohenzollerns an Preußen ab 1850. Zu der Zeit war der "Alte Fritz" und damit auch die Mehrheit der nach Sigmaringen beorderten Beamten, Richter und andere Staatsdiener, in der Mehrzahl evangelisch.

In Sigmaringen wurde, an der Karlstraße, die evangelische Stadtkirche, die 2011 renoviert wurde, gebaut. Auch Prinzessin Josephine von Baden, Gemahlin von Fürst Karl Anton von Sigmaringen, war evangelisch.

In der Folge wurden, in der Schlosskapelle des Schlosses Sigmaringen, protestantische Gottesdienste gefeiert. Heute, im Jahr 2012, gibt es, neben der römisch-katholischen, der evangelischen Kirchengemeinde und den Zeugen Jehovas, die 2009 in Deutschland als staatliche Religionsgemeinschaft anerkannt wurden, zwei Moscheen und einige Glaubensgemeinschaften, wie die Freie Christengemeinde, die Brüdergemeinde, und die Neuapostolische Kirche. Der Stadtheilige von Sigmaringen, ist St. Fidelis.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seine Frau Gerlinde begrüßen das monegassischen Fürstenpaares in Stuttgart.

Der Ministerpräsident empfängt das monegassische Fürstenpaar (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Ausflugsziele im Kreis Sigmaringen

Ausflugsziel Wildpark Josefslust
Eine Tageswanderung zum Wildpark Josefslust macht auch Kindern Spaß. Im weiträumige Gelände können Wildschweine, Dam- und Rotwild, in ihren Gehegen betrachtet werden. Der Park ist ein Naherholungsgebiet mit einem Weiher und bietet Gelegenheit in der Natur, zur Erholung vom Alltagsstress,

Der Krauchenwieser Baggersee
Der Krauchenwieser Baggersee bietet, besonders im Sommer, für Taucher und Badelustige, Freizeitspaß. Ein Genuss ist es, in der Abenddämmerung, im Naturbad, gemeinsam mit den Fischen zu schwimmen. Manko oder Glücksfall? Der See ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen.

Eine Herbstwanderung im Donautal von Tuttlingen bis Sigmaringen
Wer schon immer einmal die junge Donau, ihre Burgenlandschaft, mit dem Boot, zu Fuß oder dem Fahrrad oder Auto kennenlernen wollte, ist im Donautal richtig. Hier fühlen sich nicht nur Kinder in die Zeit der Märchen zurückgesetzt.

Laden ...
Fehler!