Die Krimmler Wasserfälle und ihre Entstehung

Das Wasser der Krimmler Ache stürzt in drei Stufen mit einer jeweiligen Höhe von 145 Meter, 100 Meter und 140 Meter in den Pinzgau hinab. Mit der Aufwölbung der zentralen Alpenteile vor etwa 30 Millionen Jahren blieb das obere Salzachtal zurück. Dieser Höhenunterschied erhöhte sich noch während der Eiszeit. Denn der mächtige Eisstrom schürfte die Täler der Alpen weiter aus. Die die Wasserfälle konnten sich an dieser Stelle erhalten, weil in diesem Gebiet besonders hartes Gestein zu Tage tritt.

Die Krimmler Ache ist ein Gletscherbach. 12 Prozent seines Einzugsgebiets von 110 Quadratkilometern sind vergletschert. Die Folge ist eine stark wechselnde Wasserführung während des Tages- und Jahresverlaufs. Das Tagesmaximum des Abflusses tritt zwischen 21 und 24 Uhr auf. Denn das Schmelzwasser des Gletschers braucht für die 18 Kilometer vom Gletschertor bis zu den Fällen 9 bis 12 Stunden.

Der Wasserfallweg an den Krimmler Wasserfällen Wasserfall

Im 19. Jahrhundert setzte der Tourismus in die Alpen ein. Ignaz von Kürsinger, der damalige Pfleger von Mittersill, ließ um 1835 einen Weg bis zum oberen Ende des unteren Wasserfalls anlegen. 1879 baute die Sektion Pinzgau des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins den Krimmler Tauernweg zu einem Aussichtsweg aus.

Der heutige gebührenpflichtige Weg zu den Wasserfällen wurde 1901 von der Sektion Warnsdorf erbaut. Denn nach der 1897 erfolgten Betriebsaufnahme der Pinzgauer Lokalbahn von Zell am See nach Krimml schoss der Andrang der Besucher in die Höhe. Dieser Weg beginnt bei dem neuen Wasserfallzentrum mit seinem Erlebnisangebot rund ums Thema Wasser. Auf einer Ausstellungsfläche von über 460 Quadratmetern gibt es ein Wasserfallzentrum mit Aquaszenarium, Aussichtsterrasse, die WasserWunderBar samt Shop, die Ausstellung "Haus des Wassers" sowie die WasserWunderWerke im Außenbereich. Nach rund 10Minuten wird der Fuß des Wasserfalls erreicht. Dann verläuft der Weg nahe am Wasserfall entlang und windet sich in engen und steilen Serpentinen hoch. Mehreren Aussichtskanzeln bieten einmalige Ausblicke auf die Wasserfälle.

Blck von der Gerlosstraße auf die Krimmler Wasserfälle (Bild: haros)

Wanderung durch das Krimmler Achental

Gut eine Stunde ist für den Aufstieg entlang der Wasserfälle einzuplanen. Denn der setzt schon eine gewisse Kondition voraus. Von hier kann die Wanderung durch das Krimmler Achental fortgesetzt werden. Von hier sind es rund zwei Stunden bis zum Krimmler Tauernhaus auf 1.631 Meter. Weiter durch das Achental geht es in rund drei Stunden zur Warnsdorfer Hütte auf 2.336 Meter. Ein Weg durch das Rainbachtal führt nach drei Stunden auf die Richterhütte in der Höhe von 2.374 Meter.

Gerlos Alpenstraße

Die Gerlos Alpenstraße führt von Krimml über den Gerlospass nach Zell am Ziller im Zillertal.

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