Alles ist hektisch, alles Geschäft, doch in einer kleinen Ecke des Internets gibt es Kunsthandwerk

Seit drei Jahren bin ich nun im Online-Business tätig und wundere mich noch täglich. Das Internet macht vieles möglich und ist in manchen Bereichen noch ziemlich unmöglich. Zwischen Internetmarketing, Seo, Pagerank, Keyword-Stuffing, Panda-Updates, Google Adsense und nervigen Trolls an allen Ecken und Enden gibt es auch noch Bereiche, die von all dem hektischen Geschäftsgebahren unberührt zu sein scheinen und Ruhe und Muße in unser Zeitalter bringen.

Die Rede ist von DaWanda. Da wer? Fragt sich der eine, der andere fühlt sich an den Fisch namens Wanda erinnert, der nächste denkt an Wände. Woher der Name kommt, ist auch mir unbekannt und ich würde es gerne wissen..

Fakt ist: DaWanda ist ein virtueller Marktplatz, in dem kreative Leute wie Du und Ich ihre Produkte zum Kauf anbieten können. Hier gibt es Gebasteltes, Genähtes, Gemaltes und Geklebtes, aber auch Gedrucktes und künstlerisch Verfremdetes.

 Hier sind Künstler mit großen und kleinen Namen tätig. Hier findet man die schönsten Gemälde, die man in den Galerien der Heimatstadt vergeblich sucht. Die Preise sind dabei höchst unterschiedlich und man kann durchaus einen Künstler erwischen, der in ein paar Jahren Rang und Namen hat.

Das gesamte Angebot des Online-Marktplatzes ist schwer einzugrenzen: Es gibt Kleidung, Mode-Accessoires, Schmuck, Deko-Artikel, Wandtattoos, Möbel, Postkarten, Bilder, Skulpturen, Glücksbringer und vieles mehr. Hinter vielen der Shops stecken interessante Geschichten.

 



Die Grundsätze von DaWanda

Damit man sich von der Massenware der großen Anbieter, Händler und Marken abhebt, hat der Online-Shop gewisse Grundsätze:Speichern

  • Es soll hier Besonderes angeboten werden. Das betrifft das Material, den Herstellungsprozess oder die Verwendung. Produkte von der Stange sind ausdrücklich nicht erwünscht! Motto ist: Handmade Products with Love

  • Es dürfen nur selbst hergestellte Produkte angeboten werden. Aber auch restaurierte und veränderte Produkte.
  • Vintage-Artikel: Eine besondere Kategorie stellen die Vintage-Artikel dar. Diese müssen mindestens 20 Jahre alt sein. Man sollte sie dann selbst restauriert, individualisiert oder verschönert haben.

Leider kam es in der Vergangenheit vor, dass einzelne Anbieter aufgekaufte Ware hier als selbst handgefertigt verkauft haben. Meist erkennt man diese Shops aber an ihrer Produktauswahl. Diese ist meist recht groß und die Artikel können nicht alle von einzelnen Personen gefertigt worden sein.

 

Blogserie: DaWanda-Shops stellen sich vor

Seit längerem schon schmökere ich in den verschiedenen Shops dieses Kunsthandwerkmarktes herum und bin begeistert, was moderne Frauen (und Männer) heute so für Ideen und Fertigkeiten haben! Handwerkliches Geschick fernab vom Topflappen und grobem Strickpullover. Die Waren können sich nicht nur mit dem Angebot großer Labels messen, sie übertreffen sie sogar oft und wenn es nur das Quäntchen Liebe zur Sache ist, die den kleinen feinen Unterschied macht. Die Vielfalt ist nahezu unüberschaubar und man möchte das meiste, was man hier entdeckt am liebsten sofort bestellen. Allein, die Vernunft und der Geldbeutel schieben diesem Drang einen Riegel vor. Da ich aber so begeistert bin von all den schönen Dingen auf DW, habe ich beschlossen in meinem Modeblog eine Reihe über die Shops zu starten.

Die Shopbetreiber können ihre Shops, ihre Produkte und sich sich selbst vorstellen. Dabei dürfen sie genauso kreativ sein wie bei ihren Produkten. Der eine erzählt über sich und seinen Weg zur Kunst, die andere stellt nur ihre Produkte vor, die dritte hat eine ganze Geschichte zu ihren Dekofiguren im Kopf. Es ist sehr spannend! Die ersten zehn Artikel sind online. Einer ist dieser hier von Miss Nelly. Mit wie viel Liebe zum Detail vorgegangen wird, zeigt das Foto-Shooting mit der modernen Fee.

 

Mit den eigenen Händen etwas erschaffen

Warum mich dieses Thema so fasziniert, liegt auf der Hand: Wir leben im digitalen Zeitalter, tippen dauernd in irgendwelche Geräte und haben einen Bildschirm vor der Nase. Arbeiten mit der Hand schätzen wir meist als mühevoll und zeitraubend ein. Kochen soll schnell gehen, die Hausarbeit hält uns von wichtigeren Dingen ab und viele Arbeiten nehmen uns Maschinen ab.

Wir alle wissen, dass wir dadurch nicht zufriedener sind als die Menschen vor hundert Jahren. Etwas mit seinen eigenen Händen zu erschaffen, macht glücklich. Zudem beruhigt es den nervösen Geist, wenn wir uns so intensiv mit einer Tätigkeit beschäftigen. Es kann richtig meditativ wirken.

Es wundert mich also sehr, dass in unserer heutigen Zeit doch so viele kreativ sind und sich von der Medienwelt nicht so vereinnahmen lassen, dass sie sich darin verlieren. Sondern: Im Gegenteil, sie nutzen die heutigen Chancen! Früher hatten kreative Geister nicht die Möglichkeit so ein großes Publikum zu erreichen.

Die Wirkung der Kunst auf die Psyche

Es ist anscheinend nicht nur gesund selbst kreativ etwas zu gestalten, sondern auch die Beschäftigung mit Kunst und Kunsthandwerk. So stelle ich bei mir selber fest, dass die Artikel, die ich für meinen Blog erhalte und die schönen Fotos von den Produkten mir sehr viel Freude machen und mich entspannen!

janee, am 06.11.2013
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Bildquelle:
Ruth Weitz (Upcycling: Aus Müll und Schrott Nützliches und Dekoratives herstellen)
https://pagewizz.com/wie-bastelt-man-ein (Wie bastelt man eine Collage aus Herbstblättern?)
Amazon (Wie bastelt man Trommeln mit Kindern?)

Autor seit 6 Jahren
40 Seiten
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