Soziale Vergleichsprozesse befeuern den Wunsch nach einem Jugendzimmer

Wann genau der optimale Zeitpunkt ist, um das Etagenbett und den bunten Kleiderschrank aus dem Wohnraum Ihrer Kinder zu verbannen, hängt mit der individuellen Entwicklung Ihres Nachwuchses ab. Zumeist regt sich der Wunsch nach Veränderung erstmals zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr, was sich mit dem Übertritt von der Grundschule in die weiterführenden Schulen erklären lässt. Speziell zu dieser Zeit beginnen Kinder damit, sich auf einen neuen Lebensabschnitt einzustellen, was sich zweifelsohne in den Vorlieben Ihres Kindes widerspiegelt. Ferner bedeutet dies, dass im Rahmen der Kommunikation und Interaktion, die Ihr Kind mit Klassenkameraden in der Schule führt, soziale Vergleichsprozesse an Bedeutung gewinnen. Grundlage dieser Vergleiche ist in der Regel die Frage danach, wer aufgrund bestimmter materieller Aspekte der "Erwachsenste" ist, was auch nicht sonderlich verwundert, da dieses Leitbild unseren Kindern sowohl in den Medien als auch durch allgegenwärtigen Leistungsdruck suggeriert wird. Folglich sollten Sie Ihre Kinder ernst nehmen und gemeinsam einen Plan für die Gestaltung des Jugendzimmers aufstellen.

Lassen Sie Ihre Kinder gestalterisch tätig werden

Bild© EPSTOCK - Fotolia.comKindern sollte bei der Auswahl der Möbel und Einrichtungsgegenstände weitgehend freie Hand gewährt sein, da sie nur so die Möglichkeit haben, ihren Wohnraum der Persönlichkeit entsprechend zu gestalten. Darüber hinaus lernt Ihr Nachwuchs durch das selbstständige Planen erstmals in eingeschränktem Maße Verantwortung für die Gestaltung des eigenen Lebens zu tragen. Selbstredend bedeutet dies nicht, dass Sie jedem Wunsch Ihres Sprösslings nachkommen sollten, denn Grenzen gehören selbstverständlich dazu. Dabei beziehen sich die Grenzen in den meisten Fällen weniger auf die Möbel selbst, sondern auf die Multimedia-Geräte, die ihr Kind gerne sein Eigen nennen würde. Insbesondere, da die Mediensozialisation von Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren noch bei Weitem nicht abgeschlossen ist, sollte von der Anschaffung eines eigenen Computers oder Fernsehers im Kinderzimmer abgesehen werden. Hintergrund ist die Tatsache, dass Kinder in der sogenannten "mittleren Kindheit" primär ihre Lesefähigkeit entwickeln, die durch unkontrollierten Multimediakonsum nachweislich beeinträchtigt wird. Darüber hinaus forciert die zu frühe Anschaffung derartiger Geräte eine verstärkte Abkapselung der Kinder von Ihnen, was sich anhand eines schwindenden erzieherischen Einflusses bemerkbar macht. Mit dem Anbruch des 13. Lebensjahres, das in der Medienpsychologie als Beginn der "Jugend" definiert ist, können Sie zusammen mit Ihrem Kind über die Anschaffung eines TV-Geräts oder eines Computers beraten. Eine Stereoanlage ist hingegen auch zu einem früheren Zeitpunkt bereits völlig in Ordnung.

Interessant ist, dass sich die Wünsche von Mädchen und Jungen gar nicht so stark unterscheiden, wie wir es zunächst annehmen würden, denn im Grunde genommen geht es um einen Tapetenwechsel, der lediglich die bunten Kindermöbel aus dem Raum verbannen soll. Die Unterschiede sind marginal und drücken sich beispielsweise anhand der Tatsache aus, dass Mädchen oftmals Wert auf weiße Möbel sowie das Anbringen eines Spiegels legen, wohingegen Jungs den Wunsch nach einem Sofa äußern. Aus diesem Grund bieten Anbieter wie storado.de Komplettlösungen für Jugendzimmer, die neutral sowohl Mädchen- als auch Jungenwünschen entsprechen.

Tapetenwechsel fördert die Persönlichkeitsentwicklung

Der weitgehende Freiraum im Kontext der Raumgestaltung unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung, da sich ihr Kind durch Farben und Formen ausdrücken kann, was insbesondere vor dem Beginn respektive im Anfangsstadium der Pubertät besonders wichtig ist. Bedingt durch die fortschreitende geistige und körperliche Entwicklung wächst das Bedürfnis einen eigens gestalteten Rückzugsort zu besitzen, innerhalb dessen eine gewisse Intimsphäre herrscht, welche die temporäre Abgrenzung von Eltern und Geschwistern ermöglicht. Wir sollten uns als Eltern dessen bewusst sein, dass Kinder in der Übergangsphase zum Teenager verstärkt das Verlangen entwickeln als eigenständige Individuen anerkannt zu werden und der Haut des "Kindes" zu entschlüpfen versuchen. Dementsprechend sollten wir diesen geistigen Prozess durch die Neugestaltung des Wohnraums unterstützen und somit einen klaren Übergang schaffen, sodass das Kind das Gefühl hat, ein neues Entwicklungsstadium erreicht zu haben, was insbesondere im Kontext der Entwicklung des Selbstbildes von großer Bedeutung ist.

Wohin mit den ausrangierten Möbeln?

Wie lange das Jugendzimmer als solches genutzt wird, hängt von der Lebensplanung Ihres Kindes ab. Einige im Zeitverlauf angebrachte Veränderungen vorausgesetzt, kann das Jugendzimmer also durchaus bis zum Auszug Ihres Nachwuchses als solches genutzt werden. Abschließend stellt sich selbstredend die Frage danach, was mit den alten Möbeln geschehen soll, denn zum Wegwerfen sind diese in der Regel zu schade. Sofern jüngere Geschwister vorhanden sind, können Möbel in diesem Kontext verwendet werden. Andernfalls lohnt es sich diese Bekannten anzubieten oder sie zu verkaufen, sofern der Zustand der Möbel dies zulässt. eBay Kleinanzeigen.de bietet eine weitere Möglichkeit sich von alten Möbeln zu trennen.

 

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Autor seit 4 Jahren
38 Seiten
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